Samstag, 24. September 2022

Noch zwei Wochen bis zum Megamarsch und verletzt


Der Megamarsch in Frankfurt ist in zwei Wochen, meine letzte Wanderung sechs Wochen her. Leider habe ich im Anschluss an die knapp 50 Kilometer - zwei Tage später - zu früh mit dem Lauftraining wieder eingesetzt. Nach acht Kilometern habe ich abbrechen müssen. Schmerzen in den Sprunggelenken. Eine Woche später ging es, zehn Kilometer langsam zu joggen, doch den ersten schnelleren Lauf musste ich wieder abbrechen. Immerhin bei neun Kilometern.
Nun habe ich mir einen Fahrradergometer zugelegt.



Die Motivation ist nicht dieselbe, aber ich gebe alles .Schlägt sich, wie das folgende Bild zeigt, kaum auffällig in meiner Statistik nieder.



Ich bin nun zehn Tage nicht gelaufen. Morgen probiere ich es wieder. Drückt mir die Daumen!

Sonntag, 18. September 2022

Kolumnen "Arnold hält nach" seit September 2022 als E-Book erhältlich


Es ist vollbracht! Während der Pandemie kam mir die Idee, dem Ruf meiner Kolumnen-Leser:innen der Wetterauer Zeitung (WZ) und der Frankfurter Neuen Presse (FNP) zu folgen und die Beiträge zu "Arnold hält nach" zu veröffentlichen. Ich habe eine Woche investiert und aus den ersten 50, die die Jahre 2017 und 2018 abbilden, ein schönes digitales Werk kreiert. Es ist für den Amazon Kindle optimiert; das Digital Rights Management (DRM) ist jedoch nicht von mir aktiviert worden, sodass es von allen E-Book-Readern gelesen werden kann.

Ihr könnt es direkt im Kindle Shop bestellen. Ganz neu ist auch mein Newsletter-Service, über den ihr am Tag der Veröffentlichung der neuen Kolumne in den Printmedien eine E-Mail mit dem neusten Beitrag von mir gesandt bekommt - für alle, die keine hessischen Zeitungen beziehen. Viel Spaß. Ich freue mich über euer Feedback zum Buch.



Samstag, 6. August 2022

Sechste Weitwanderung mit wundervollem Sonnenuntergang


Heute morgen, um halb drei, sind wir von unserer sechsten Weitwanderung zurückgekehrt. Das erste Etappenziel war es, von Friedberg aus auf den Glauberg zu wandern. Ihr seht auf dem Foto: Wir hatten schöne Momente ☀️😎 Wir sind um 16:15 Uhr gestartet und kamen plangemäß um 20:45 Uhr an. Wir konnten den angestrebten Schnitt von 6 km/h halten. Das Gefühl war super 🥳
Von dort ging es zu dritt weiter. Mit Stirnlampen durch den Wald in Richtung Ranstadt. In Staden verloren wir den dritten Wandersmann unserer Gruppe, und leider haben es auch Christian und ich nach nicht ganz 50 km aufgeben müssen. Trotzdem ich zwei Wochen lang mit Fußbalsam gearbeitet, vor dem Lauf meine Füße mit Vaseline bearbeitet und doppelwandige Strümpfe getragen hatte, bildeten sich drei Blasen. Die, meine schmerzenden Fußsohlen, brennende Hüftgelenke, das Gefühl, meine Lendenwirbel hätten sich versteift, und nicht zuletzt mein Nacken, der sich das erste Mal überhaupt bemerkbar gemacht hatte (vielleicht wegen des unnatürlichen Winkels, in dem ich mit der Stirnlampe den Weg ausgeleuchtet hatte?) zwangen meine Motivation dann in die Knie 😤
Heute Morgen geht es mir schon wieder gut, nur die Blasen stören. Im Gegensatz zu den letzten Malen kann ich jedoch nicht behaupten, mich auf die nächste Weitwanderung zu freuen. Vielmehr hinterfrage ich vieles. Es war ein so schönes Erlebnis, nach der Hälfte der Zeit den Glauberg "erklommen" zu haben. Möchte ich solche Eindrücke weiter trüben, indem ich nochmal dieselbe Stecke und mehr mit Schmerzen weiterwandere? Kann ich die 100 km im Oktober überhaupt schaffen, wenn ich nun schon zweimal an den 65 gescheitert bin? Ist es das wert, sich - der Regeneration nach dem Wandern wegen - tagelang jedes normale Lauftraining zu verwehren? Bin gespannt, welche Antworten ich finde. Jetzt gehts erst mal ans Eisen, Schultern trainieren

Donnerstag, 28. Juli 2022

Blüte in der Dürre


„Eine Blume, die in der Dürre erblüht, ist die seltenste und schönste von allen“, lautet ein chinesisches Sprichwort, von dem ich derzeit profitiere. Während der letzten Jahre war ich faul, was die Pflanzen auf der Dachterrasse anbelangt. Waren es zuvor noch Nutzpflanzen – von Bohnen, verschiedenen Kräutern, über Tomaten bis hin zu Zuckerschoten –, sind es heute alle möglichen Pflanzen, die sich selbst ausgesät haben. Diejenigen, die Hitze und Trockenheit sehr lange trotzen, haben sich durchgesetzt. Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich am Gartentisch und schaue auf ein Meer an weißen, rosa-, lilafarbenen und gelben Blüten, umsummt von Bienen und Hummeln. Für dieses blütenprächtige Insektenbüffet muss ich zweimal die Woche gießen. Als das Dachgärtchen noch ein kleines Menschenbüffet war, kam ich um das tägliche Wässern nicht herum. Das Einzige, das ich nun täglich mit Nass versorge, ist die Insektentränke, ein mit großen Kieseln gefüllter Untertopf, der täglich von meinen geflügelten Gästen geschätzt wird. Bei der aktuellen Trockenheit und Hitze kommt mir das entgegen. Immerhin ist die Statik mein
er Dachterrasse nicht dazu ausgelegt, ein Regenfass in relevanter Größe zu tragen. Ich muss meine Pflanzen aus dem Hausanschluss mit Trinkwasser versorgen, von dem in Hessen 95 Prozent aus Grundwasser gewonnen wird.

Anfang des Monats wies über die Hälfte der Grundwassermessstellen im Bundesland unterdurchschnittliche Stände, 29 Prozent sogar sehr niedrige Werte auf. Kein Wunder, dass viele Gemeinden dagegen rebellieren, ihr Grundwasser in die Großstädte zu leiten. In den letzten zwei Monaten hatte es im Vergleich zum vieljährigen Mittel nicht einmal halb so viel Niederschlag gegeben. Das sind gute Gründe, Grundwasser zu sparen, das letztlich nur zu einem Teil uns dienen soll, vor allem jedoch der Umwelt. Nach dem Aufstehen trinke ich als erstes zwei Gläser Wasser. Da ich in einem alten Haus wohne, vermeide ich es, das Stagnationswasser zu trinken, also jenes, das über Nacht in den Rohren stand. Ganz gleich wie hoch die Bakterienlast dieses ersten Liters ist, den Insekten macht es nichts aus und den Pflanzen schon gar nicht. Ich fülle damit morgendlich die Tränke. Dann geht es in die Dusche. Duschwasser an, drunter springen, Duschwasser aus, einseifen und nochmal von vorne. Das dauert keine Minute. Auch bei der Wäsche versuchen wir Wasser zu sparen. Meine Freundin und ich gehen drei bis vier Mal wöchentlich laufen. Wir hängen die Sportkleidung frühzeitig an die frische Luft, sodass sie nicht riecht und zwei- bis dreimal getragen werden kann, bevor sie in die Wäsche muss. Wenn es ans Mittagessen geht, wasche ich mein Gemüse nun nicht mehr im fließenden Wasser, sondern in einer Wasserschüssel. Auch dieses Wasser kommt der Wassertränke zugute oder wandert in den Topf einiger wasserfreudiger Pflanzen, die sich im Dachgarten gehalten haben. Das gilt insbesondere für unsere Erdbeeren, um die wir mit der kleinen Ameisenkolonie des Dachgartens wetteifern. Die größte Wasserersparnis haben wir schon vor Jahren über die Ernährung realisiert. So liegt der indirekte Wasserverbrauch bei einer Durchschnittsernährung laut Angaben der Albert-Schweizer-Stiftung bei 299 Litern pro Tag, bei einer vegetarischen bei 205 und bei einer veganen bei 179 Litern – jedenfalls, wenn man sich nicht täglich von Schokolade ernährt (für ein Kilo Kakaobohnen werden 27.000 Liter Wasser verbraucht). So gesehen könnte ich vielleicht doch eine oder zwei Minuten länger duschen.

Sonntag, 17. Juli 2022

5. Vorbereitungswanderung auf den Megamarsch in Frankfurt am 8. Oktober


Samstag hatten wir unsere fünfte Testwanderung für den 100-Km-Megamarsch im Oktober, und es wurde eine mega Wanderung 😁 Geplant waren 65 Kilometer. Aufgrund eines Kommunikationsfehlers hatten wir bei der ersten von zwei Verpflegungsstationen zu wenig Wasser, sodass wir bis zur 50-er-Station rationierten (Danke an meinen Vater für den Support 💕). Das ging schief. Die letzte Stunde wanderten wir bei gut 35 Grad ohne Wasser auf freiem Feld 🥵 Unsere zweite Station erreichten wir zudem eine Dreiviertelstunde später als geplant, da wir uns aufgrund unserer schwindenden Wasserreserven entschlossen hatten, statt Komoots Feldwegen zu folgen, den baumschattigen Niddaverlauf entlangzuwandern, solange es möglich war. Nach 53 Kilometern war dann angesagt, der Vernunft zu folgen. Auf die Idee, meinen Vater zu bitten, uns bei Kilometer 40 erneut zu versorgen, kämen wir nicht. Das Ungestüm der Jugend 🤣


Eine dreiviertel Stunde Frieren mit ordentlich Gänsehaut später, zugedeckt auf der Couch, und nach einem heißen Bad war ich dann wieder fit. Abgesehen von drei fiesen Blasen an den Füßen (Blasenpflaster präventiv an den bekannten Stellen einzusetzen, hat dazu geführt, dass die Blasen auf der anderen Fußseite kamen; das nächste Mal arbeite ich mit Vaseline) sind keine muskulären oder Gelenkprobleme aufgekommen und ich habe das Gefühl, dass ich bei etwas kühleren Temperaturen und mit ausreichend Wasser die 65 „locker“ geknackt hätte. Ich konnte gut in den Roboter-Modus schalten und alle Fragen nach dem Warum aus meinem Kopf verbannen, die mich beim letzten Mal hatten langsamer werden lassen. Das wichtigste Ziel haben wir erreicht: Wir wollten schneller sein und waren letztlich mit durchschnittlichen knapp 6 km/h unterwegs 😊


Unser etabliertes Versorgungskonzept: Pro Stunde ca. 300 Kcal an kohlenhydrat-, aber auch  proteinreicher Kost zuführen (Müsli- und Proteinriegel ohne Süßstoffe, Bananen, Äpfel, 
Studentenfutter mit hohem Trockenobstanteil, bei Erreichen von Zwischenzielen was Besonderes, wie belegte Brötchen mit Burgerpatties oder ein Teilchen vom Bäcker …) und pro Kilometer 100 ml Flüssigkeit (nur stilles Mineralwasser - Fruchtsaftschorle hatte eine verheerende Folge für mich beim vorletzten Mal 😏)
Im August gehen wir die 65 erneut an 🤘