Donnerstag, 19. Juli 2018

Detox für die Psyche: Sieben Tage ohne Smartphone (6)


Seit ich vor fast drei Jahren beschlossen hatte, meine Smartphonenutzung Regeln zu unterwerfen, hat sich viel getan. Ich blogge häufiger und bin mit Facebook stärker und seit einem halben Jahr auch mit Instagram vernetzt. Zudem bewerbe ich mein Buch über die Sozialen Netzwerke und auch Hilfsaktionen, die ich unterstütze, wie Projekt200Plus, verlangen nach Betreuung der Accounts.

Leider zeigt sich hier, dass das, was ich 2015 noch als Vorteil angesehen hatte, nämlich abends keine Nachrichten mehr beantworten zu müssen, da ich das ja unterwegs in der Bahn machen könne, ein Trugschluss war. Mitnichten hat mein mobiler Smartphone-Büro-Betrieb dazu geführt, dass ich mehr Freizeit habe - im Gegenteil: Es hat dazu geführt, dass ich heute sehr viel mehr in meiner Freizeit an freiwilliger und ehrenamtlicher Arbeit bewältige als noch vor drei Jahren. Mit der Folge, dass sich Kopf und Körper nie wirklicher Pausen hingeben können.

In diesen Urlaubstagen ohne aktiviertes Smartphone habe ich gelernt, wie viel Freizeit ich eigentlich habe. Nun gilt es, langsam wieder in den Normalbetrieb überzugehen, und die gewonnenen Erkenntnisse auch nachhaltig zu archivieren. Ich habe heute mein Smartphone wieder ein-, dafür die Benachrichtigungen ausgeschaltet. Damit bleibe ich Herr meines Smartphones, und ich bin es, der den Impuls setzt, wann ich Nachrichten abrufe - und kein Blinken, Klingeln oder Vibrieren. Abrufen werde ich die Nachrichten erst in zwei Tagen, und dann bin ich gespannt, wie viele der Nachrichten tatsächlich wichtig waren und wie viel Zeit ich brauche, um die Benachrichtigungen von einer Woche zu sichten und zu beantworten, wo es noch nötig ist. Weit über 250 Benachrichtigungen sind es inzwischen, die mein Smartphone mir anzeigt.

Meiner Abschlussarbeit am zweiten Band von Fionrirs Reise hat es jedenfalls sehr gut getan, das Smartphone auszulassen. Ich habe nur noch zwei Kapitel übrigen, bis mein Manuskript zum Reimheim-Verlag gehen kann.

Mittwoch, 18. Juli 2018

Detox für die Psyche: Sieben Tage ohne Smartphone (5)


Ich muss feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, Langeweile nicht nur auszuhalten, sondern als Möglichkeit zur Regeneration wieder zu schätzen zu lernen. In den Phasen, in denen ich nicht konzentriert genug war, um einer sinnvollen Arbeit nachzugehen, hatte ich bislang immer das Smartphone in die Hand genommen. Ich komme gut voran, mein zweites Kinderbuch final zu überarbeiten. Heute bin ich immerhin bei Kapitel 20 angelangt. Das ist eine Arbeit, die voller Aufmerksamkeit bedarf, schließlich sollen übersehene Fehler, logische Brüche oder ungelenke Sätze nicht das Lesevergnügen mindern. Ich habe mir Bücher für die Zeiten der Zerstreuung mitgenommen, doch zu lesen, während ich gerade gelesen und korrigiert habe, ist nicht wirklich ein probates Mittel der Erholung. 

Ich habe mich darin geübt, nur zu sitzen und nichts zu tun. Erstaunlicherweise hat das den Drang geweckt, zum Smartphone zu greifen, und das obwohl ich nun schon den fünften Tag ohne bin und es konsequent im Flugmodus habe. Zur Sicherheit habe ich es im Hotelzimmer gelassen, als ich mich in den Garten begeben hatte. Nun war das Verlangen noch größer. Ich war verwirrt. Wie konnte das sein, obwohl ich doch inzwischen hunderte von Benachrichtigungen erfolgreich ignoriert haben musste? Es dauerte etwas, bis ich dahintergekommen war: Die Uhr! Irgendwie hatte mein verfressener Gastralbereich Angst in mir gepflanzt, ich könnte eine Mahlzeit im Hotel verpassen (ist sehr lecker hier!). 
Kaum, dass ich wiederentdeckt hatte, dass auch mein Ebook-Reader in der Lage ist, die Uhrzeit anzuzeigen, war das Verlangen nach dem Smartphone weg. Dadurch wurde mir wieder in Erinnerung gerufen, wie viele Funktionen das Smartphone neben Kommunikation und Unterhaltung erfüllt: Uhr, Wecker, Navigator, Kalender, Notizbuch, Lexikon, Wörterbuch ... 

Das erklärt auch die Szene, die ich gestern in einem Diner erlebt hatte. Am Nachbartisch saß eine Frau in meinem Alter, ihr gegenüber offenbar ihre Mutter. Sie holte ihr Smartphone aus der Handtasche hervor und hielt es ihrer Mutter mit den Worten "Schau mal, wie heiß!" entgegen. Ihre Mutter hielt die Hand daran und fast hatte ich geglaubt, sie würde "Oh, das Kleine hat Fieber!" antworten. So schlimm wurde es nicht, aber ich glaube, es steckte ernste Sorge dahinter. Was macht man, wenn der heiße Akku, das Gerät in die Funktionsunfähigkeit zwängt. Weg wären Navigation, Kalender und all die Annehmlichkeiten dieses kleinen Wunders.
Das Schlimmste, das passieren könnte, wäre aus meiner Sicht von geradezu lebensbedrohlicher Fatalität: Ich könnte eine Mahlzeit verpassen!

Dienstag, 17. Juli 2018

Detox für die Psyche: Sieben Tage ohne Smartphone (4)


Ja, ich gebe es zu: Der Kommunikationsdruck ist ungebremst hoch. Zwar bin ich inzwischen soweit, dass es mir nahezu gleichgültig ist, dass ich mein Smartphone in der Tasche habe. Es kümmert mich nicht, dass ich es nur vom Flugmodus befreien müsste, um zu wissen, wer alles was auch immer von mir wollte. Jedoch fallen mir zwischendurch immer wieder Dinge ein, die ich andere gerne fragen oder ihnen mitteilen würde. 

Da ist zum Beispiel, dieser Künstlerkollege mit seinen Wortspielen, dem ich gerne inzwischen zwei witzige Fotos mit wortspielerischen Firmennamen zusenden würde - ich spare mir das für das Wochenende auf; vielleicht kommen ja noch welche hinzu. 
Dann ist da dieser besondere Mensch, dem ich am liebsten ständig Nachrichten senden würde. Wir haben das kanalisiert und telefonieren abends, was verständlicherweise viel schöner ist. Diese Nähe kann keine Textnachricht, kein noch so schönes Foto und auch keine Sprachnachricht erreichen. Und da die Zeit, bis wir spät abends endlich telefonieren, so endlos langsam zu vergehen scheint, schreibe ich wieder Briefe. Ich glaube, ich war 16 Jahre alt, als ich zuletzt täglich Briefe schrieb - aber damals gab es ja auch die SMS noch nicht. 

Im übrigen habe ich heute Morgen, als ich kurz auf dem Smartphone Öffnungszeiten eines Museums recherchierte, festgestellt, dass ich inzwischen 91 persönliche Nachrichten via Whatsapp, Messenger und Email empfangen, aber nicht einen Telefonanruf verpasst habe. Hmmmm?

Ich habe inzwischen übrigens nur noch zehn Kapitel vor mir, dann habe ich meinen Arbeitsurlaub erfolgreich abgeschlossen, und der zweite Band von Fionrirs Reise liegt in der Endversion vor und kann zum Reimheim-Verlag. Ich freue mich sehr, dass es so gut voran geht.

Minimize me - Was ich vom Mimimalismus erwarte!


Ich finde die Minimalistenszene spannend: Menschen, die sich nicht nur dem Konsum gegenüber kritisch sind, sondern auch solche, die versuchen, mit möglichst wenig Besitz auszukommen, finden sich dort. Ich selbst rechne mich dazu. Was das Ziel ist, das muss jeder für sich selbst herausfinden. 

Ich persönlich bin minimalistisch, was meinen Müll anbelangt, und versuche minimalistisch zu sein, was meinen Energieverbrauch und meinen Besitz angeht, besonders was meine Kleidung anbelangt. Letztgenanntes ist tatsächlich gar nicht so einfach. Schon mehrfach habe ich Kisten mit Kleidung zum Roten Kreuz gebracht, doch noch immer fülle ich mehr als zwei Doppelschränke. Es sammelt sich halt so einiges im Laufe der Jahre an. Warum reduzieren, mag man sich nun fragen. Die Antwort ist einfach: Jedes ungetragene Kleidungsstück ist ein doppelt produziertes. Ein anderer könnte es tragen, wenn es nicht in meinem Schrank hinge, statt eines neu zu kaufen. Und falls es niemand tragen wollte – schließlich hängt es nicht ohne Grund ungetragen dort – könnte es zumindest weiterverarbeitet werden. Fußmatten werden häufig daraus. Dann kann endlich wieder jemand ernsthaft sagen, er stünde auf meine Kleidung. 

Dasselbe gilt letztlich für alles Ungenutzte im Haus: Das alte Handy, das du nur aufhebst, weil das neue ja mal kaputt gehen könnte, die ungenutzte Küchenmaschine, die die Küchenarbeit so einfach macht, das noble Kaffeeservice, das du nur aufhebst, falls die Schenkenden – Tante Emma und Onkel Egon –, mal zu Besuch sind. Doch ehrlich: Wenn das Smartphone runterfällt, wirst du nicht zum letzten Handy zurückkehren, die Küchenmaschine bleibt ungenutzt, denn den Kuchenteig hast du schneller mit dem Handrührgerät zubereitet, und auch Emma und Egon werden nicht kommen, denn weder magst du die beiden, noch mögen sie deinen Kuchen. Also weg damit (mit den Geräten, nicht den Verwandten) und entweder jemandem anbieten, der sie auch nutzen würde, oder gleich damit zum Wertstoffhof, wo die Rohstoffe recycelt werden können. Selbst wenn es nichts zu recyceln gäbe, wäre die thermische Verwertung zur Energiegewinnung viel sinnvoller, als all diese Dinge ungenutzt in Schränke zu sperren. 

Die Befreiung vom Überfluss bedeutet auch, sich selbst seelisch zu befreien. Wie oft stehen wir vor unaufgeräumten Schränken mit ungenutzten Dingen und sagen uns: Man müsste mal…! Man müsste mal aufräumen, müsste mal ausmisten oder müsste all das mal wieder nutzen. Weg mit allem, was wir ein Jahr nicht mehr in der Hand hatten. Und dann auch gleich weg mit dem leeren  Schrank. Ein Möbel weniger, das wir abstauben müssen, und ein Quäntchen Zeit mehr, die wir sinnvoller verbringen können. 

In einem Minimalistenforum las ich kürzlich, dass viele sogar auf ihr Bett verzichten. Sie haben oft eine dünne Rollmatratze und schlafen auf dem Wohnzimmerboden. Zuerst erschloss sich mir die Sinnhaftigkeit nicht. Ich dachte mir: Was mache ich dann mit meinem leeren Schlafzimmer? Die Antwort kam Sekunden später von selbst. Ich würde es abschaffen. Ein Zimmer weniger zu mieten, weniger zu bezahlen, zu beheizen, zu putzen. Wer mit einer Matratze, die tagsüber einfach zur Seite gestellt ist, auskommt, spart Geld, Energie und Zeit. In meinem Fall bedeutet es allerdings auch, drei Kleiderschränke leeren zu müssen. Ich könnte natürlich auch einfach die Schranktüren abmontieren und von dem ansonsten möbellosen ehemaligen Schlafzimmer behaupten, es sei ein begehbarer Kleiderschrank. Ganz der Minimalist, der Herr Arnold!

Montag, 16. Juli 2018

Detox für die Psyche: Sieben Tage ohne Smartphone (3)



Etwas anderes als das Smartphone längere Zeit in der Hand zu halten, muss ich erst wieder lernen. So ein Buch braucht sehr viel Konzentration. Das ist etwas anderes mit diesen bequemen Nachrichtenhäppchen: Hier eine kurze Textnachricht, da ein augenfälliges Bild, hier ein kurzweiliges Video, da ein schlaues Meme. Im Handumdrehen sind ein, zwei Stunden vergangen. Meist weiß ich nach den zwei Stunden nicht mehr im Einzelnen, was ich alles gelesen und gesehen habe, doch es war nicht langweilig, also muss es wohl gut gewesen sein. Doch kann es gut gewesen sein, wenn ich nicht mehr erinnerlich habe, was es war? Das ist ein wenig wie die Traumfrau oder den Traummann zu daten und sich danach nicht mehr zu erinnern, wie sie oder er aussah oder was es zu erzählen gab. Moment, ich glaube, sie hatte gelächelt! Oder war das das Date zuvor?

Bei einem Buch ist die Sache nicht so einfach. Ich muss mich konzentrieren, um zwei Stunden lesen zu können. Das ist anstrengend! Vielleicht ist das ein Grund, weshalb man heute mehr Menschen mit Smartphones als mit Büchern in der Bahn sieht? Das Smartphone macht es uns leicht. Und vielleicht ist es auch ein Grund, weshalb unsere Konzentrationsleistung nachweislich den Bach heruntergeht. Wir sind darauf konditioniert, vielen kleinen Informationshäppchen kurzfristig Aufmerksamkeit zu schenken, bis das nächste Häppchen kommt.

Nach drei Tagen ohne Smartphone beobachte ich viel. Auch heute gab es wieder eine Situation, zu der ich nur sagen kann: Ich möchte mein eigenes Nutzerverhalten auch nach dieser Woche nachhaltig verändern:
Am Nachbartisch im Café saßen drei Pärchen. Ungelogen: Alle hatten den Nacken geneigt und schauten auf ihres Displays. Niemand sprach! Eine junge Dame blickte dann plötzlich nach oben und sagte: "Mein Akku ist leer!" Keiner der anderen reagierte. Sie wiederholte den Satz nochmal mit Nachdruck. Als wieder niemand reagierte, senkte sie ihren Kopf wieder zu ihrem Smartphone.

Bevor ich auf ein schwarzes Display schaue, konzentriere ich mich lieber auf mein Buch. Tat ich auch im Café - allerdings saß ich im Gegensatz zu ihr alleine am Tisch! Wobei ich glaube, sie war diejenige, die einsam war.

Nun sitze ich wieder am Rechner und kümmere mich den dritten Tag um die finale Überarbeitung von Fionrirs Reise 2. Ich bin inzwischen bei Kapitel 10 - was ungestört zu sein doch an Effizienz mit sich bringt.

Sonntag, 15. Juli 2018

Detox für die Psyche: Sieben Tage ohne Smartphone (2)


"Alles hat seine Zeit" muss der Großteil der Menschen, die ich heute getroffen habe, offenbar wieder erlernen. Mich eingeschlossen, und ich lerne gerade schwer. Ich war auf einer Schifffahrt auf dem Edersee. Ganz wenige Pärchen, die an den Tischen auf Deck saßen, unterhielten sich. Die meisten waren in ihren eigenen Onlinewelten gefangen, und sobald die Smartphones kurz ruhten, schwiegen sie sich an, schauten an ihren Partnern vorbei, aber anscheinend nicht, um die Landschaft zu genießen. Ich hatte den Eindruck, als sei es ihnen peinlich, kein Thema mit dem Partner zu finden. Ich gewann den Eindruck, als seien sie unter Gesprächszwang. Ganz so, wie es die soziale Medien bestimmen: Immer neue Eindrucke, Nachrichten und Unterhaltung. Vielleicht ist es auch das, weshalb exzessive Smartphonenutzer offenbar unglücklicher sind als sporadische.
Dann fiel mein Blick auf ein älteres Ehepaar. Weißhaarig, faltig, aber vor allem augenscheinlich glücklich. Sie sprachen ebenso wenig, doch hielten sie sich in den Armen anstelle ihrer Smartphones, schauten sich immer wieder in die Augen statt auf ihre Displays, lächelten. Das war schön, und mit diesem Bild vergaß ich lange Zeit, dass ich überhaupt ein ausgeschaltetes Smartphone in der Tasche hatte. 

Als ich zurück im Hotel war, musste ich rasch eine Email versenden, um meine Frühstücksgäste, die ich nächsten Sonntag haben werde, rasch auf eine Uhrzeit einzustimmen. Dabei signalisierte mein Smartphone natürlich auf allen Kanälen, wie viele Nachrichten auf mich warteten. 67 Benachrichtigungen und Nachrichten waren eingegangen, davon über die Hälfte auf Whatsapp und per Email. Binnen nur 30 Stunden! Ziehe ich die Schlafenszeit ab, sind das mehr als drei pro Stunde, und Instagram habe ich dabei gar nicht berücksichtigt, da meine laufende Werbeanzeige das Ergebnis verzerren würde. Wenn ich bedenke, dass mich jede Nachricht bislang blinkend animiert hatte, sofort nachzuschauen, komme ich auf 15 Minuten, die mich das stündlich kostet. Das ist ein Viertel meiner Zeit - vier Stunden am Tag. Ich bin erschrocken! Ich liege damit im Trend der Unter-30-jährigen - eine Verjüngung, die mich einmal nicht stolz, sondern nachdenklich macht.

Ich bleibe standhaft und tue weiter desinteressiert den Versuchen meines Smartpones gegenüber, mich durch Blinken zu beeinflussen. Hier der Verweis auf das gelbe Schild hinter der Bank im Bild: "Füttern verboten!" 
Tag drei kann kommen!

Samstag, 14. Juli 2018

Detox für die Psyche: Sieben Tage ohne Smartphone (1)


Manchmal, da muss man sich Gedanken machen, in welche Richtung es gehen soll. Ich habe mich an den Edersee zurückgezogen, um den Kopf frei zu bekommen - vor allem um den zweiten Band von Fionrirs Reise zu finalisieren, damit er auch tatsächlich zum 1. November planmäßig in Kinderhänden sein kann. Ablenkungen kann ich da nicht gebrauchen. Mein Ablenker Nummer eins ist mein Smartphone. Wissend, dass es nichts bringt, es im Flugmodus mitzuführen, war der Plan, mein kleines Backup-Handy für den Notfall mitzunehmen, das ich oft nutze, um abgelenkungsfrei wochenends wandern gehen zu können. Es beherrscht nämlich nur Telefonie und SMS.

Nun beginnt die Misere: Ich bekomme die Mikro-SIM nicht aus meinem Smartphone, da sich der Adapterrahmen verklemmt. Also suche ich meine Zweitkarte mit meiner Privatnummer, die ich seit Jahren nicht genutzt hatte. Natürlich finde ich sie nicht. Folglich bestelle ich bei meinem Anbieter eine neue Karte für diese Nummer. Die Post teilt mir über ihre Sendungsverfolgung mit, dass sie Mittwoch ausliefert. Dasselbe teilt sie auch Donnerstag mit. Und Freitag. Ich fahre also doch mit meinem Smartphone los. Im Flugmodus! Mit dem Auto!

Das ist nicht unkritisch: In zwei Wochen moderiere ich den nächsten Poetry Slam, den ich organisiert habe, was Kommunikation im Vorfeld mit sich bringen könnte. Ich habe gerade Werbung für Fionrirs Reise auf Facebook und Instagram geschaltet, was mich verführen könnte, in beiden Social-Media-Accounts nachzuschauen, wie die Reaktionen sind. Zuletzt habe ich ein paar laufende Emailverkehre zu Workshop-, Auftritts- und Vortragsanfragen, was auch den Reiz mit sich bringen könnte, mal reinzuschauen, ob es Neuigkeiten gibt. Das wollte ich eigentlich verhindern, indem ich das Smartphone zuhause lasse. Dann halt mit purem Willen!

Wie ist der erste Tag verlaufen? Erstaunlich gut. Das Smartphone ist noch immer im Flugmodus. Während ich spazieren war, hatte ich es in meiner Tasche und dem Drang gut widerstanden, "nur mal kurz" zu schauen. Ich räume ein, dass ich kurz versucht war, das leckere Abendessen im Hotel zu fotografieren. Ich blieb hart und stellte überraschend fest, dass ich auch ohne vorher abgelichtet zu haben, vegane Paella essen kann. Wer hätte das gedacht? 

Vier Kapitel habe ich nun final überarbeitet. Währenddessen war das Flugmodus-Gerät weit weg von mir. Sicher ist Sicher! Tag eins habe ich überstanden.

PS Falls sich jemand wundert, weshalb dieser Text auf Facebook ist, obwohl ich doch gar nicht online gewesen sein will: Das passiert ganz automatisch und frei von meinem Zutun. Eure Reaktionen lese ich frühestens in einer Woche ;-)

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Ein letztes Frühstück, bevor es zum Urlaub an den Edersee geht ☺️ Ich werde ihn offline verbringen und etwas #Detox fürs Gehirn machen 😉 Wir lesen uns also in einer Woche 🤗 . . Rezept: Avokado, Tomate, Zwiebeln, Knoblauch, Kala Namak, Pfeffer, Leinöl, Apfelessig und eine kleine Chili 👌 Plastikfrei und fast zero waste ❤️ . . #breakfast #yummi #food #foodpics #foodie #heresmyfood #eeeeeats #feedfeed #vegan #veganism #whatveganseat #veganfood #veganfoodporn #veganfoodshare #bestofvegan #letscookvegan #veganlife #veganeats #cleaneats #cleaneating #healthyfood #dairyfree #plantbased #idonteatanimals #meatless #meatfree #nomeat #zerowaste #noplastic

Freitag, 13. Juli 2018

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Gestern hatten wir den zweiten Testspielabend mit unserem entstehenden Brettspiel zu @fionrirs_reise 😊 Es war sehr, sehr lustig 😉 . . Zwei 🐉🐲 müssen gemeinsam einen Berg erklimmen, um eine Höhle zu erreichen. Mit Würfelglück, strategisch einsetzbaren Ereigniskarten, kognitiven Elementen... und viel Liebe ❤️ . . Nachdem das Gameplay nun zu 90 Prozent steht, macht sich @stephiemonsta Gedanken zur Gestaltung ☺️ . . #spiel #spiele #spielkind #spielkarten #spieltag #spielzeit #spieleabend #glücksspiel #testspiel #brettspiel #brettspiele #brettspielgeeks #game #games #gameplay #boardgame #boardgames #boardgamegeek #würfel #würfelspiel #dices #karten #kartenspiel #cards #drachen #dragons #fionrirsreise #spielzumbuch

Mit Veganem auf der Speisekarte und einem Schuss Öko: Cesar's Pizzeria in Bad Nauheim



Auf meiner Suche nach veganem Essen in der Wetterau hat mich meine Reise nach Bad Nauheim geführt, genauer nach Nieder-Mörlen. Dort befindet sich Cesar's Pizzeria, die von Familie Pingoltsyan geführt wird. Sohn Nshan kenne ich schon länger, und so lange ich ihn kenne, erzählt er mir, was er und seine Frau Claudia alles umsetzen wollen, um den Lieferservice seiner Eltern zu einer kleinen ökologischen Oase in der Wetterau werden zu lassen. Bei meinem Besuch werde ich nicht enttäuscht. Das Interieur besteht aus gebrauchtem Holz. Es wirkt nicht wie selbstgebaut, eher so, als habe ein Innenarchitekt versucht, die Seele eines Natürschützers zu streicheln. Ich fühle mich auf Anhieb wohl und entwickle das in Lieferdiensten und Imbissen seltene Gefühl, länger als nur zum Essen hier bleiben zu wollen.

Die Speisekarte bietet zunächst das dem Namen nach Erwartbare: Pizza und Pasta. Daneben finden sich noch eine Auswahl armenischer Gerichte und drei Hände voll Schnitzelgerichte wieder. Bevor sich VeganerIn jedoch an das hübsche Lächeln von Schweinchen Babe entsinnt und es nach seiner Mami rufen hört, schiebt sich sofort der extra ausgewiesene vegane Bereich der Auswahl in den Blick. Es beginnt mit Wareniki, die mit Kartoffeln, Zwiebeln und Pilzen gefüllt sind, und geht weiter mit verschiedenen Pizze, die sogar mit Pizza-Schmelz überbacken werden, also ein echtes Pizza-Gefühl bieten. Ein besonderes Highlight ist die Pizza Avocado, die ich so belegt tatsächlich noch nirgends gesehen habe.




Mein Ziel als Burger-Fan ist jedoch der vegane Burger, der in einem selbst gebackenen Bun mit Leinsaat- und Sesam-Garnierung serviert wird. Das Patty selbst ist ein paniertes, reines Gemüse-Patty, ohne Soja- oder Seitan-Anteil. Knackiger Salat, rote Zwiebeln, Tomaten und eine scharfe Würzsoße bilden die passenden Begleiter des sehr gelungenen Burgers, dessen Größe selbst mich satt macht. Ich habe den Fehler gemacht, aus Gewohnheit bei der Beilage Pommes Frites "groß" zu sagen. Das hätte ich nicht tun sollen, denn "groß" bedeutet bei Familie Pingoltsyan, dass man davon satt werden muss. Die Portion ist zum ohnehin schon großen Burger nur mit Mühe zu schaffen, aber wer will schon das Wetter beeinflussen? Am Ende bin ich satt und zufrieden. Sehr!



Wen es nicht nach Nieder-Mörlen verschlägt, kann natürlich auch bestellen. Cesar's Pizzeria ist bei  Pizza.de und Lieferando zu finden. Dort ist jedoch der Burger nicht zu haben. Wer ihn bestellen möchte ruft an (06032/8698467) oder schaut halt doch in der Nieder-Mörler-Straße 48 in Bad Nauheim vorbei. Dann verpasst man jedoch ein weiteres Highlight: Auf Wunsch können Salate auch im Pizzabrot bestellt werden. Er wird dann - frei von Plastikverpackung - in einer unbelegten Pizza mit extra hohem Rand geliefert. Die Verpackung isst man dann einfach mit oder - noch besser - man bestreicht sie am nächsten Tag mit Tomatensoße, legt Gemüse und veganen Käse darauf und überbackt sie auf voller Stufe. Großartige Ideen! Weiter so, Cesar's!

Mittwoch, 11. Juli 2018

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Kreativarbeit mal auf ganz anderer Ebene: Zusammen mit @stephiemonsta arbeite ich an einem Brettspiel, das in der Drachenwelt von @fionrirs_reise spielt 🐉❤️ Zwei Drachen reisen vom Fuß eines Berges zu einer Höhle am Gipfel, bestehen Abenteuer, helfen sich gegenseitig und mit einer Ereigniskarte sogar Häschen vorm Ertrinken 😉🐰🐇👌 Mit Brett, Würfeln und Spielkarten... sowie Schnick-Schnack-Schnuck-Einlagen 😁 #spiel #brettspiel #würfelspiel #kartenspiel #kinderspiel #game #fionrirsreise #drachen #reise

Montag, 9. Juli 2018

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Ganz im Sinne des Themas bin ich mit dem ÖPNV, in meiner schon dreimal restaurierten Hose, mit Leitungswasser von zuhause versorgt, auf dem Weg nach Marburg zur Ringvorlesung mit Niko Paech 😂 „Grünes Wachstum, ökologischer Ablasshandel und Postwachstumsökonomie“ apl. Prof. Dr. Niko Paech (Siegen) Heute, um 18:30 Uhr, im Raum +1/0010 im Hörsaalgebäude in der Biegenstraße 14, Marburg. #vortrag #ringvorlesung #marburg #unimarburg #nikopaech #postwachstumsökonomie #degrowth #zerowaste #lesswaste #social #sozial #wohlstandsrückbau #gogreen #nachhaltig #nachhaltigkeit #nachhaltigleben #sustainable #sustainability #sustainableLifestyle #zerowastelifestyle #eco #saveourplanet #savetheplanet #motherearth  #happy #refuse #reuse #recycle #repair #reduce

Sonntag, 8. Juli 2018

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Ein weiterer Meilenstein ist soeben gesetzt worden: Das Hörbuch zu Fionrirs Reise wird kommen, und die Musik dazu schreibt und spielt der großartige DiMari 🤗 

Drachenpower 🐉🐲 

#hörbuch #musik #titelmusik #singersongwriter #dimari #schreiben #writing #buch #kinderbuch #roman #fionrirsreise #drache #illustriert  #kinderbuchliebe #kinderbücherliebe #bookstagram #instabooks #booksofinstagram #bookstagrammer #leselust #vorlesebuch #writersofinstagram #writersofig #schriftsteller #writer #writerslife #autor #author #autorenleben #autorenalltag

Mittwoch, 4. Juli 2018

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Heute bin ich wieder bei einem Science Slam zum Thema "Nachhaltigkeit" auf der Bühne. "Postwachstumsökonomie" ist mein Thema. Bin schon auf die anderen Vorträge gespannt 🤗 #science #slam #scienceslam #scienceslamstuttgart #hospitalhof #hospitalhofstuttgart #stuttgart #sustainability #nachhaltigkeit #vortrag #postwachstumsökonomie

Dienstag, 3. Juli 2018

Das veganistische Manifest

Karl Marx sah die gesellschaftlichen Systeme als einander ablösend an. Dem Kapitalismus, war er sich sicher, müsse der Kommunismus folgen. Er erkannte ihn als ausbeuterische Wurzel vieler negativer gesellschaftlicher Phänomene. Mit dem Veganismus ist das ähnlich. Die weltweite Tierhaltung in Massen trägt zu klimatischen Veränderungen durch Klimagasausstöße bei. Ähnliches bewirkt die Abholzung von Regenwäldern zur Gewinnung von Tierfutteranbauflächen. Gerade die Intensivtierhaltung ist immer wieder Quelle für Schlagzeilen, bei denen Tierfreunde regelmäßig, häufig leider nur bis zum nächsten Sonderangebot, dem Fleisch abschwören. Sie fördert die Entstehung multiresistenter Keime durch präventive und leichtfertige Verwendung von Antibiotika, und von der Nitratbelastung unserer Grundwässer, für die uns die EU erst kürzlich abgestraft hat, will ich gar nicht erst sprechen. Auch der immense Fleischkonsum ist offenbar eine solche Wurzel.

Marx hatte unrecht. Der Kommunismus hat den Kapitalismus nicht abgelöst. Er expandiert weiter. Und wird es vermutlich, bis die Ressourcen, die sein Fundament darstellen, erschöpft sind. Wird sein veganistisches Pendant Recht behalten? Was passiert, wenn jener, nennen wir ihn Karl Varx, dieselbe Ansicht verfolgt? 

Wir haben eine Parallelentwicklung: In den meisten Supermärkten gibt es als vegan ausgezeichnete Produkte, selbst in kleinstädtischen Restaurants wird man nicht mehr fragend angeschaut, bestellt man sich etwas ohne tierische Produkte, und oftmals gibt es sogar extra ausgewiesene Gerichte. Kleine vegane Kommunen, quasi. Der überzeugte Varxist würde jedoch vermutlich gar nicht in einen Supermarkt gehen und ihn schon alleine deshalb boykottieren, weil er sich noch immer am Tierleid bereichert.

Doch ist es angemessen, einen moralischen Strick für neunzig Prozent unserer bundesdeutschen Bevölkerung zu knoten. Darf ich es mir anmaßen, über die Ernährung anderer zu urteilen? Ich selbst habe mich erst vor wenigen Jahren zu dem Schritt entschlossen. Wie kann ich es mir da erlauben, andere dafür zu kritisieren, dass sie den langen Weg, den ich bis dahin ging, noch nicht entdeckt haben oder ihn zumindest noch nicht bis ans Ende gegangen sind? Das ist ein wenig wie seinen Ferrari vortags gegen ein Fahrrad zu tauschen und heute einen Porschefahrer dafür anzupöbeln, eine solche Spritschleuder zu fahren. Ist Veganismus die Ernährungsform der Zukunft, die den Tierkonsum ablöst? Vielleicht! Aber den Massenkonsum abzulösen, wäre ein gutes Zwischenziel, das eine Parallelexistenz nicht einmal ausschlösse. Die Parallele zum expansive Kapitalismus aus Marx‘ Augen wäre dann zumindest genommen.

„Fleisch ist Mord“, ist der falsche Slogan, wenn man Verständnis wecken will, wenn man nicht spalten, sondern vereinen will. „Fleischkonsum hat Konsequenzen“, wäre da ein guter Weg, Aufklärungsarbeit zu leisten.
Kürzlich war der erste weltweite, vierundzwanzig Stunden dauernde „Cube Of Truth“. Über eintausend Aktivisten aus mehr als vierzig Ländern kamen am Berliner Alexanderplatz zusammen, stellten sich im Viereck mit Aufklärungsvideos auf Laptops zusammen – daher der Name Cube – und tauschten sich mit Passanten über die Folgen des Fleischkonsums für Mensch, Tier und Natur aus, ohne anzuklagen und mit dem Ziel, einen positiven Dialog zu realisieren. Über dreieinhalbtausend Gespräche führten sie am Ende. Wer weiß, in was für einer Welt wir heute lebten, wenn es diese Dialogidee im Jahr 1848 schon gegeben hätte? Oder Marx kein Fleisch gegessen hätte?

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Heute saß ich mit einer Journalistin der Frankfurter Rundschau im Café. Samstag kommt ein Portrait von mir ins Blatt 🤗 Ganz in diesem Sinne auch mein heutiges Mittagessen 😊 @anders_kathrin hat einen schönen Hashtag: #zeigmirdeinebrotbox Also zeigt mal 😉 #lunch #Mittagessen #büro #zerowaste #lesswaste #lowwaste #müllfrei #keinmüll #unverpackt #plasticfree #plastikfrei #gogreen #nachhaltig #nachhaltigkeit #nachhaltigleben #sustainable #sustainability #sustainableLifestyle #zerowastelifestyle #eco #vegan #saveourplanet #savetheplanet #ourplanetourhome #waronwaste #motherearth  #goingzerowaste #refuse #reuse

Sonntag, 1. Juli 2018

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Das war ein großartiges Frühstück heute in Friedberg. "Friedberg frühstückt" war großartig organisiert, und so viele Menschen morgens zu sehen, zeigt einfach, wie viel Leben in meiner Stadt steckt 😊 Danke an "Friedberg hats" für das tolle Engagement 🤗 #friedberg #Frühstück #outdoor #wetterau

Samstag, 30. Juni 2018

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Ich hatte meine 75. Lesung aus "Fionrirs Reise". Das macht mich glücklich und stolz - gerade weil sie in einer Schule war, die ich selbst besucht hatte: Die Karl-Weigand-Schule in Florstadt. Vor 30 Jahren 😂 So stolz, dass Fio jüngst eine eigene Fan-Seite bekommen hat: @fionrirs_reise Folgt ihr gerne ❤️ #buch #kinderbuch #roman #fionrirsreise #drache #illustriert  #kinderbuchliebe #kinderbücherliebe #bookstagram #instabooks #booksofinstagram #bookstagrammer #leselust #vorlesebuch #buchtipp #büchertipp #writersofinstagram #writersofig #schriftsteller #writer #writerslife #autor #author #autorenleben #autorenalltag #lesung #lesen #grundschule #florstadt #karlweigandschule

Freitag, 29. Juni 2018

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Gestern Abend war ich Teil einer Podiumsdiskussion im Institut fuer sozial-oekologische Forschung ISOE GmbH im Rahmen der Frankfurter Bürger-Universität. Zum Thema "Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?" kamen über 90 Zuhörer. Trotz bestem Wetter 😎 Das Thema findet Gehör, was mich ungemein freut. War eine tolle Gesprächsrunde mit einem sehr aktiven und kritischen Publikum - auch wenn (oder gerade weil) Blogger, Biologe, Chemiker und Handel auf dem Podium nicht immer gleicher Ansicht waren 😉 Die Aufzählung erinnert ein wenig an Donovans Atlantis 😂 #frankfurt #frankfurtammain #isoe #greenblogger #zerowaste #lesswaste #lowwaste #müllfrei #keinmüll #unverpackt #plasticfree #plastikfrei #gogreen #nachhaltig #nachhaltigkeit #nachhaltigleben #sustainable #sustainability #sustainableLifestyle #zerowastelifestyle #eco #selbstversuch #saveourplanet #savetheplanet #ourplanetourhome #waronwaste #motherearth  #goingzerowaste #refuse #reuse Foto: Danijela Milosevic

Donnerstag, 28. Juni 2018

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Shepards Pie to go 😊 Ich finde es immer wieder toll, wie gut manch ein Klassiker in vegan funktioniert. Soja statt Lamm, Cashew- statt Kuhmilch, und fertig ist der irische Klassiker 🤘 Eine Portion am Abend und für's Büro die zweite zum Mitnehmen 🤗 #nowaste #müllfrei #togo #soy #food #foodpics #foodie #heresmyfood #eeeeeats #feedfeed #vegan #veganism #whatveganseat #veganfood #veganfoodporn #veganfoodshare #bestofvegan #letscookvegan #veganlife #veganeats #cleaneats #cleaneating #healthyfood #dairyfree #plantbased #veggie #idonteatanimals #meatless #meatfree #nomeat

Donnerstag, 21. Juni 2018

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Ich bin echt froh, dass ich nur eine U-Bahnstation entfernt meiner Lust nach schnellem Essen nachgehen kann 🤗 Heute gab's Calzone mit Zwiebeln und Soja-Gyros 🌱 Kennt ihr das Veggie House in der Eschersheimer Land 90 in Ffm? Sehr lecker da, wie ich meine 😉 PS Ich weigere mich zu schreiben, dass ich hierfür weder einen Werbeauftrag bekommen habe, noch bezahlt wurde oder irgendwelche Vergünstigungen erhalten habe. Auch weigere ich mich anzumerken, dass es sich um meine persönliche Meinung handelt. Wenn es so wäre bzw. nicht so wäre, täte ich es. Außerdem bin ich verdammt satt und habe gerade eine postprandiale Glückseligkeit, die selbst diese vermeintliche Armada lauernder Abmahnnwälte, von der ich ständig lesen muss, nicht schmälern könnte 😉 PPS Lasst euch essen und bloggen nicht vermiesen 😙 #calzone #gyros #soy #food #foodpics #foodie #heresmyfood #eeeeeats #feedfeed #vegan #veganism #whatveganseat #veganfood #veganfoodporn #veganfoodshare #bestofvegan #veganlife #veganeats #cleaneats #cleaneating #healthyfood #dairyfree #plantbased #veggie #idonteatanimals #meatless #meatfree #nomeat #frankfurtvegan #frankfurt

Mittwoch, 20. Juni 2018

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Ich hatte meine erste Walderdbeere aus der Dachterrassenbalkonkastenpflanzenzucht. Himmel, sind die süß und lecker 🤗 Eine unbedingte Empfehlung für alle Menschen, die eine freudebringende, anspruchslose Pflanze für den Topf auf dem Balkon suchen 😊 #erbeere #strawberry #fruits #green #gärtnern #garten #garden #gardening #urbangardening #plant #plants #terrasse #dachterrasse #homegrown #vegan #whatveganseat

Dienstag, 19. Juni 2018

Was tun bei Platzmangel im Kühlschrank?


Wenn ich in meinen Kühlschrank schaue, sehe ich darin … nichts. Ich nutze keinen. Insofern ist es nicht verwunderlich. Ich kenne jedoch einen, in dem man nach dem Öffnen ebenfalls nichts sieht. Die Lampe funktioniert. Das erkennt man an dem hilflosen Glimmen, das hinter diversen dicht gereihten Sahnepäckchen gerne zur vollen Entfaltung käme. Schaut man sich die Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) des Kühlguts an, stellt man fest, dass da jemand offensichtlich auch vor drei Jahren schon ein großer Liebhaber von Schmelzkäse mit  Schinkengeschmack war. 

Kürzlich hörte ich: „Bis zum MHD kann man alles essen, danach: Tot!“ Das ist leider oft die Devise. Einmal im Jahr wird aufgeräumt, die Hälfte dessen, was im Kühlen auf seinen verdienten Verzehr gewartet hatte, dem Restmüll übereignet und so Platz geschaffen für Neueinkäufe, die den sodann zwangläufig in die weniger beleuchteten Ecken gedrängten Lebensmitteln eine ähnliche Zukunft bescheren. Dabei ist das MHD doch nur ein Garantie- und kein Verfallsdatum. Wir können doch sensorisch testen. Hat es einen Pelz und schnurrt nicht beim Streicheln, wegwerfen!  Riecht es komisch und geht auf sanftes Drängen nicht duschen, wegwerfen! Und zuletzt bleibt noch die Zunge zum Test. Bitzelt sie oder signalisiert auf andere Art, dass das Bäh! ist, dann wegwerfen. In den meisten Fällen wird man überrascht sein, was noch alles verzehrbar ist, obwohl das MHD länger zurückliegt als der eigene Geburtstag. 

Wenn der WWF in seiner mittlerweile drei Jahre alten Studie „Das große Wegschmeißen“ davon ausgeht, dass zehn der insgesamt achtzehn Millionen Tonnen Lebensmittelverluste vermeidbar sind, meint er – neben organisatorischen Veränderungen, die verhindern, dass sich das Licht im Kühlschrank überhaupt so stark verdunkeln kann – genau so etwas. 
39 % der Lebensmittel, die unnötig weggeworfen werden, gehen zulasten der Endverbraucher. In Anbetracht einer knappen Milliarde Hungernder weltweit, kann ich es nur traurig nennen, dass hierzulade die Hälfte der produzierten Lebensmittel auf dem Müll landet. Insbesondere wenn man bedenkt, dass ein Viertel der weltweit weggeworfenen Lebensmittel in der Lage wäre, den Welthunger sofort zu beenden. Meiner Mutter sagte ich als Kind nach der xten Ermahnung, dass ich nicht aufäße, während die Kinder in Afrika hungerten, dass sie meine Reste gerne nach dort senden könne. Half nichts: ich musste trotz fehlender Paketmarken aufessen. Dennoch ist natürlich etwas Wahres dran. Was helfen unsere Reste? Die Frage ist, wie können wir Reste vermeiden? Durch ein Einkaufverhalten, das keine Reste produziert! Was nicht gekauft wird, muss nicht hergestellt werden. Und in Anbetracht der Tatsache, dass Europa bereits zu 40 Prozent Lebensmittel bezieht, die nicht auf europäischem Boden wachsen, lässt sich folgendes schließen: Vielleicht stehen die Böden dann wieder den Hungernden zur Verfügung. 
Weitere 19 % entstehen beim Großverbraucher, was ich als Apell verstehe, im Restaurant keine Reste zu lassen oder sie zumindest mitzunehmen. Gut, wer mich kennt – ich bin als Buffetfräse gefürchtet –, weiß, dass ich dem Motto: „Keine Gefangenen!“ folgte, wenn es um Essen geht. 
Der Rest steht in der Verantwortung von Produktion und Handel (Ernte-, Nachernte- und Prozessverluste sowie Verteilungsverluste im Groß- und Einzelhandel). Dass da weniger verkommt, dafür sorgen „Die Tafeln“ oder Organisationen wie „Foodsharing“. Letztgenannte finden sich in der Wetterau noch nicht. Aber, wer weiß, vielleicht finden sich ja ambitionierte Foodsaver nach dem Lesen der Kolumne.
Auf dem Bild sind übrigens die Ehrenamtlichen von Foodsharing Hessische Bergstraße zu sehen, die ich Mittwoch besucht habe.

Sonntag, 17. Juni 2018

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Das ist mal eine tolle Verwendung für ein altes Bett 😊 Gesehen im Burggarten Friedberg 🌻🌼☘️ #garten #garden #gardening #gärtnern #beet #zerowaste #keinmüll #gogreen #nachhaltig #nachhaltigkeit #nachhaltigleben #sustainable #sustainability #sustainableLifestyle #zerowastelifestyle #eco #saveourplanet #savetheplanet #ourplanetourhome #waronwaste #motherearth  #goingzerowaste #reuse #wiederverwenden #DIY #burg #burggarten #friedberg #wetterau #hessen

Samstag, 16. Juni 2018

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Hier frühstückt sich immer noch am schönsten vegan, im Schweizer Milchhäuschen 😊
Mit dem Bus hin und nun zu Fuß an der Usa und in der Sonne zurück nach Friedberg 😎

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Ich war heute schon ganz früh Sport machen. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Offensichtlich besteht der Wurm aus Müll 😕
Wer an einer Sportstätte - noch dazu wenn nebenan ein Kinderspielplatz ist - nicht in der Lage ist, die wenigen Meter zum Eimer zu gehen und sich nicht einmal dort zurückhalten kann zu rauchen, der gehört eine Woche lang mit Sandkuchen gefüttert 🍞
Und zwar aus den hässlichen Fischförmchen 🐟
Und mit dem Sand, den auch die Katzen mögen 🐈

Genug gemeckert! Ab dem nächsten Training komme ich mit Müllsack 😎

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Besuch beim Foodsharing-BBQ in Bensheim


Am Mittwoch hatte ich die Freude von foodsharing Hessische Bergstraße eingeladen gewesen zu sein, an deren BBQ teilzunehmen. Ich wankte zwischen Schock und Freude, als ich allein die Obst- und Gemüsemengen sah, die die Helferinnen und Helfer (Foodsaver) aus Bensheim und Umgebung binnen zwei Tagen gerettet hatten. Schockiert war ich darüber, dass tatsächlich so viel im Handel weggeworfen wird. Die Gemüse sahen nicht viel anders aus als die, die bei mir selbst zuhause im Korb liegen: Reife Bananen, Pomelos, Salate, ganze Säcke an Kartoffeln, Kohl. Freude kam dennoch auf, denn all diese Lebensmittel wurden nicht nur gerettet, sondern dienten auch dem BBQ als Grundlage. Es gab Gemüsesuppe, Grillspieße aus geretteten Paprika, Zwiebeln und Tomaten, Grillkartoffeln und jede Menge frische Salate – kostenlos.


Bevor es losging, durfte ich meinen Text „Windkrafträder“, der sich mit Lebensmittelverschwendung und Konsumkritik befasst, vortragen und damit Michaela Zengs Vortrag zum Thema „Foodsharing“ einleiten. Auch wenn ich selbst schon recht tief im Thema bin, waren „Innenansichten“ eines Foodsavers – Michaela ist Botschafterin für foodsharing Lampertheim und Umgebung – sehr erhellend, und manches schockierte mich von Neuem. Hygienebestimmungen verhindern, dass Rückläufer von Obst und Gemüse wieder in den Verkauf gehen können – so retteten die Foodsaver eine ganze Palette (!) Erdbeeren im April. Gurken, Zucchini, Kartoffeln, die nicht die richtige Form haben, bekommen die Landwirte nicht von den verarbeitenden Betrieben und Großhändlern abgenommen und werden untergepflügt, wenn Foodsaver sie nicht retten. Der Kampf um Kunden zwingt Bäckereien auch fünf Minuten vor Ladenschluss noch volle Regale haben zu müssen, sodass sich foodsharing kaum noch retten kann vor lauter Backwaren.


Ich finde es unheimlich toll, dass es diese engagierten Menschen gibt, die so tolle Geschichten wie die folgenden erst ermöglichen. Ein Teilnehmer des BBQ erzählte mir, dass er einen Unfall hatte und lange Zeit mit 150 Euro im Monat auskommen musste. Ohne foodsharing hätte er es nicht geschafft, sagte er voller Dankbarkeit und ergänzte, dass er einmal eine ganze Woche nur von geretteten Bratwürsten gelebt hätte. Eine Frau berichtete mir, sie habe seit drei Jahren keine Lebensmittel mehr gekauft und mache sehr viel der geretteten Lebensmittel ein, die sie weiterverschenke. Eine Dritte teilte mir mit, sie habe vor Jahren aus Überzeugung zu Containern begonnen; seit es die Foodsaver auch in ihrer Nähe gibt, müsse sie sich nicht mehr in dieser rechtlichen Grauzone bewegen und erreiche viel mehr Menschen.

Iris Klein und Henrike Dietermann, Botschaftern foodsharing Hessische Bergstraße
Satt und bereichert von vielen tollen Gesprächen brach ich dann vier Stunden nach meiner Ankunft die Heimreise an. Bis es so weit war, hatten sich die Obst- und Gemüsekisten und auch die Back- und Trockenwaren schon fast auf ein erträgliches Maß reduziert. Hier wird wirklich Essen gerettet.

Freitag, 15. Juni 2018

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Der war unheimlich lecker 🍔🍴 Ein selbstgemachter Burger mit einem Bun, das seinen Namen zurecht trägt, einem leckeren Patty aus schwarzen Bohnen und als Topping Tomaten, Gurken, Rucola, selbstgemachte Hamburgersoße und rauchiger Bacon 😎

... weshalb ich die Rezepte gerne mit euch teilen mag 😉

Patty: https://ift.tt/2t9CJAr 
Bun: https://ift.tt/2MqZCbb 
Fake Bacon: https://ift.tt/2tJIlRG 😆

#burger #burgertime #selfmade #cooking #food #foodpics #foodie #heresmyfood #eeeeeats #feedfeed #vegan #veganism #whatveganseat #veganfood #veganfoodporn #veganfoodshare #bestofvegan #letscookvegan #veganlife #veganeats #cleaneats #cleaneating #healthyfood #dairyfree #plantbased #veggie #idonteatanimals #meatless #meatfree #nomeat

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Letzte Woche habe ich entschieden, morgens nunmehr Haferflocken zu essen, weil ich keine Lust mehr hatte, ständig Brot und Aufstrich kaufen zu müssen. Frisch geflockt und dann zehn Minuten in Wasser eingeweicht, ist das ein super Start in den Tag. Heute konnte ich meine erste eigene Ernte an Himbeeren dazu essen 🍇🌞
Es sind diese kleinen Momente, die einen so viel glücklicher in den Tag starten lassen.
Was frühstückt ihr?

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Montag, 11. Juni 2018

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Gestern hatte ich tolle Gäste zum Sonntagskaffee auf der Dachterrasse 🤗 Es gab vegane Milchschnitte und Schokokuchen. Beide waren superlecker, weshalb ich euch die Rezepte nicht vorenthalten will 😉

Milchschnitte https://ift.tt/2LBqjJ5
Schokokuchen https://ift.tt/2sMOLAp (die Hälfte des Zuckers hatte ich durch Feigen ersetzt)

#cake #kuchen #milchschnitte #selbstgemacht #backen #veganbacken #veganbakery #food #foodpics #foodie #heresmyfood #eeeeeats #feedfeed #vegan #veganism #whatveganseat #veganfood #veganfoodporn #veganfoodshare #bestofvegan #letscookvegan #veganlife #veganeats #cleaneats #cleaneating #healthyfood #dairyfree #plantbased #veggie

Samstag, 9. Juni 2018

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So sieht es aus, wenn wir unsere Sammelbestellungen bei "Mein Müsli-Laden" geliefert bekommen. Ein voll ausgenutztes 30-Kilo-Paket, alles plastikfrei und in möglichst großem Gebinde. Die #Papiertüten dienen als #Komposttüten, bevor sie in den #Müll kommen 🌱🌞

Mehr unter https://ift.tt/2xZyHjG

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Donnerstag, 7. Juni 2018

Umsonstladen Friedberg hat wieder ein Ladenlokal


Dienstag hatte ich die Freude, bei der feierlichen Eröffnung des neuen Umsonstladens in Friedberg dabei sein zu dürfen. Im letzten Winter mussten die Ehrenamtlichen des Internationalen Zentrums, die ihn bis dahin im Gewölbekeller des alten Rathauses in der Bismarckstraße betrieben hatten, leider schließen – er war so hochfrequentiert, dass die nicht vorhandene zweite Fluchttür leider zum Hindernis wurde. Dieses Problem dürfte die neue Bleibe in der Engelsgasse 21, direkt unter dem Parteibüro der Grünen, nicht haben. Die drei Räume wirken groß, aufgeräumt und laden zum Stöbern ein. Beinahe war ich versucht, mir etwas mitzunehmen, und das, obwohl ich mich doch eigentlich weiter reduzieren möchte. Ich denke, das spricht für sich. Wahrscheinlich waren es das leckere Catering mit Genüssen aus zig Nationen, das die Betreiber bereitgestellt haben, die tolle Musik, mit der uns Herbert und Eva Knihs unterhalten hatten, und die zahlreichen guten Gespräche, die ich am Abend der Eröffnung führen durfte, die mich letztlich davon abgehalten hatten. Ich könnte mir jedoch vorstellen, nochmal heimlich zurückzukehren, um dennoch eine dieser Wandlampen mitzunehmen. Dann schaut das Kabel nicht mehr lose aus meiner Flurwand.



Ein Kostenlosladen, Umsonstladen, Kost-Nix-Laden, Schenkladen oder - welcher Name auch immer genutzt werden mag – ist schnell erklärt. Wer ungenutzte Gegenstände zuhause hat, die andere gebrauchen könnten, gibt sie dort ab. Menschen, die etwas suchen, werden dort fündig. Das Ganze ist nicht an den Nachweis einer Bedürftigkeit gekoppelt. Es geht darum, sich den vorhandenen, ungenutzten Ressourcen in unseren Haushalten bewusst zu werden, sich klar darüber zu werden, nicht neu produzieren lassen zu müssen, was anderenorts bereits auf einen Nutzer wartet, aber vor allem bietet das Konzept die riesige, in unserer Gesellschaft ungewohnte Erfahrung, etwas anlass- und gegenleistungsfrei geschenkt zu bekommen. Von Elektrogeräten, über Geschirr und Bettzeug bis hin zu Büchern und Brettspielen ist vieles zu haben, und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Offiziell öffnet der Umsonstladen am 9. Juni 2018 seine Pforten und ist ab dann jeden Samstag, zwischen zehn und zwölf Uhr, besetzt. Noch ist das Lager voll, wie ich Dienstag erfahren konnte, sodass Neues erst wieder im Juli angenommen wird, wenn auch mittwochs, zwischen vier und sechs, wieder geöffnet wird. Wer den Laden unterstützen möchte, kann mit einer kleinen Spende, die die Ladenmiete finanziert, Pate werden (http://www.umsonstladen-friedberg.de/Patenschaft.pdf). Ich werde ihn jedenfalls rege nutzen. Nicht nur, um das eine oder andere an Frau und Mann zu bringen, das bei mir verstaubt. Auch die Wandlampe muss sein.



Umsonstladen Friedberg
Engelsgasse 21
61169 Friedberg
Telefonnummer: 0 15 25 / 19 14 131
http://www.umsonstladen-friedberg.de/

In der Wetterau gibt es übrigens noch zwei weitere: Den Umsonstladen von Wetterausicht in Bingenheim (Hinterhof der Raunstr. 61, 61209 Bingenheim, https://www.wetterausicht.de/umsonstladen/) und die Brauch-Bar in Büdingen (Bahnhofstraße 5, 63654 Büdingen, https://www.brauch-bar.de/). Auch sie sind für Unterstützung dankbar. Besucht sie!

Dienstag, 5. Juni 2018

Neugeborene und die Ökobilanz



In meinen Vorträgen werde ich oft gefragt, was der Einzelne denn schon erreichen könne. Die Frage ist berechtigt. In Deutschland brauchen wir im Schnitt 3,2 Erden, will sagen: Wenn jeder so lebte wie wir, müsste die Erde dreikommazweimal so groß sein. Wir leben also in einem großen Ressourcen-Defizit, das – global betrachtet – nicht einmal die Menschen auszugleichen in der Lage sind, die den afrikanischen Kontinent bewohnen und im Schnitt weniger als eine Erde an Ressourcen beanspruchen. Selbst wenn ich mich auf den Bedarf einer Erde reduzierte und damit quasi in Einklang mit der Natur lebte, muss nur ein weiterer Mensch in Deutschland geboren werden, um meine Bemühungen zunichte zu machen. Eins plus 3,2 ist gleich 4,2. Das macht einen Schnitt von 2,1 Erden pro Person. Reicht nicht! Der junge Mensch gibt dann bald sein Taschengeld für Einwegplastikflaschen am Schulkiosk aus und trinkt die schwarze Zuckerbrühe neben den Rauchern stehend heimlich hinter dem Physikbau.

Natürlich erreiche ich als Blogger, Netzwerker und auch über Vorträge mehr Menschen als nur jenen zweifelnden Einzelnen. Sagen wir, dass es fünf Menschen pro Vortrag wären, die ihren Lebensstandard auf einen Ressourcenbedarf von einer Erde reduzierten, dann glichen sie ein durchschnittlich bedürftiges Neugeborenes in Deutschland zumindest großzügig kaufmännisch abgerundet aus. Leider ist Deutschland keine Insel. Emigrierte der Säugling nach der Geburt in die USA, mit ihrem Ressourchenbedarf von fünf Erden, wäre auch dann alles für die Füße. Selbst ohne die Auswanderung wird es mathematisch kritisch. Es werden täglich über 2.100 Kinder in Deutschland geboren. Durch die Vorträge und Workshops aller Ökos in der Republik müssten folglich täglich über zehntausend Menschen erreicht und zum Ressourcensparen bewegt werden. Spätestens jetzt müsste ich eigentlich das Handtuch werfen! Peace Out! Ich bin raus und gehe mit meiner PET-Flasche in der einen und einem Schnitzelbrötchen zu einem Euro in der anderen Hand zu den Kids hinter dem Physikbau.

Kürzlich unterhielt ich mich mit einem Freund und gestand, dass ich manchmal skeptisch bin, ob ich überhaupt genug mache – gerade in Anbetracht all der Menschen, die immer wieder unsicher sind, was sie überhaupt alleine ausrichten können. Seine Worte verblüfften mich. Ob ich eigentlich wisse, was ich bereits bewegt habe, fragte er? Er selbst habe sein Leben völlig umgekrempelt und mindestens acht seiner eigenen Freunde hätten es ihm nachgetan. Alles meinetwegen und der Dinge wegen, die ich vorgelebt hätte.

Vielleicht muss die Frage, was der Einzelne erreichen kann, umgestellt werden und sollte lauten, wen der Einzelne erreichen kann. Nämlich Familie, Freunde und Bekannte. Mit Ideen, mit dem, was man vorlebt, mit dem, was vielleicht in einem Vortrag, in einem Workshop oder auch in einem Blog oder auf Youtube gesehen wurde. Wenn jeder den guten Willen an fünf Menschen weiterträgt und sie inspiriert, werden aus den fünf in der zweiten Ebene schon 25, in der dritten 125, und in der fünften Ebene haben wir schon eineinhalb Tage voll in Deutschland Neugeborener ausgeglichen. Irgendwann ist dann die nötige Menge Mitmachender erreicht, und es braucht gar keine Einzelimpulse mehr. Dann haben wir eine Bewegung, und die führt in Richtung eines angemessenen Umgangs mit unserem Planeten. Wer sagt, Reden sei Silber und Schweigen Gold, muss zwingend bedenken, dass auch diese Edelmetalle endliche Ressourcen darstellen. „Tue Gutes und rede darüber!“ ist die Formel.

Donnerstag, 31. Mai 2018

Veganer Obstkuchen


An Pfingsten habe ich mit meiner Tochter gebacken. Sie beginnt bald ihre Ausbildung als Bäckerin, was mich sehr stolz macht. Eigentlich wollten wir eine Torte machen, scheiterten aber daran, dass ich keinen Gefrierschrank habe, der für die Umsetzung notwendig gewesen wäre. Dann hatten wir uns für einen Erdbeerkuchen interessiert und bereits ein Rezept gefunden. Als wir dann jedoch gemeinsam in der Küchen gestanden hatten, fiel die finale Entscheidung: Wir improvisieren!

Ich wollte einen Mürbeteig aus Vollkornmehl, meine Tochter einen Nussboden, also wurde es ein Gemisch. Ich habe den Dinkel frisch gemahlen, sie die Nüsse im Mixer zerkleinert. Als Eiersatz habe ich eine Banane mit der Gabel fein zerdrückt. Die Menge reichte für ein halbes Kuchenblech.

Als Belag haben wir Äpfel und Pfirsiche genommen, die wir in feinen Scheiben überlappend aufgeschichtet hatten. Um dem Ganzen etwas Feuchtigkeit zu geben, haben wir zwei Birnen im Mixer gemust und obendrauf gegeben. Nach 25 Minuten bei 180 Grad Umluft im vorgeheizten Backofen war der Kuchen fertig, und mit Hilfe von vier Freunden auch noch am selben Tag restlos verputzt.

Teig
200 g Dinkel-Vollkornmehl
100 g Haselnussmehl
100 g Mandelmehl
100 g Rohrzucker
100 ml Rapsöl
1 zerdrückte Banane
1 Pck. Backpulver
2 Msp. Salz
2 Msp. Zimt

Belag
2 Äpfel in Scheiben
2 Pfirsiche in Scheiben
2 Birnen, gemust

Dienstag, 29. Mai 2018

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Mein Essen-wie-Bud-Spencer-Abend 😂 Linsen, Zucchini, Möhren, Zwiebeln, gewürzt mit Paprika, Kräuter der Provence, Chili, Pfeffer, Salz und etwas Tomatenmark. Perfektes Post-Workout-Meal 😉 #veganathlete #postworkoutmeal #ironpan #lenses #food #foodpics #foodie #heresmyfood #eeeeeats #feedfeed #vegan #veganism #whatveganseat #veganfood #veganfoodporn #veganfoodshare #bestofvegan #letscookvegan #veganlife #veganeats #cleaneats #cleaneating #healthyfood #dairyfree #plantbased #veggie #idonteatanimals #meatless #meatfree #nomeat

Sonntag, 27. Mai 2018

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Besser als ein #burger sind zwei 😉 Auch heute ist @krishapfeffer noch im #Sprudelhof bei #badnauheimspielt und sichert mein Mittagessen 😎 Schaut da mal vorbei, nicht nur des Essens wegen. Es ist ein tolles Spielefest - für alle, die Kinder haben oder noch wissen, wo sie das Kind in sich finden 🤗 #food #foodpics #foodie #heresmyfood #eeeeeats #feedfeed #vegan #veganism #whatveganseat #veganfood #veganfoodporn #veganfoodshare #bestofvegan #veganlife #veganeats #cleaneats #cleaneating #healthyfood #dairyfree #plantbased #idonteatanimals #meatless #meatfree #nomeat #badnauheim #wetterau #vegansofwetterau

Freitag, 25. Mai 2018

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Ihr hattet mit mir alte Handys und Smartphones gesammelt: Sie sind nun beim NABU, und das Recyclinggeld darf der Renaturierung der Havel dienen 😊 48 Stück waren es. Danke 😍 #handy #smartphone #sammeln #recycling #rohstoffe #recycle #reuse #nabu #spendenaktion #gutestun #havel #assenheim #wetterau #gogreen #ökologisch #ecologic #nachhaltig #nachhaltigkeit #sustainability #sustainable #sustainableliving #nachhaltigleben #naturschutz #umweltschutz #savetheworld #savetheplanet #wenigermüll #reducewaste #wastereduction #lessismore

Dienstag, 22. Mai 2018

Am Wölfersheimer See


Letzten Mittwoch veröffentlichte der BUND seinen Gewässerreport 2018. 92 Prozent aller Flüsse und Seen in Deutschland sind in einem beklagenswerten Zustand, kommen die Autoren zum Ergebnis. Das überrascht, zumal es doch eine EU-Richtlinie gibt, die die Mitgliedsstaaten verpflichtet, bis 2015 alle Gewässer in einen guten Zustand zu bringen. Ach nein, die wurde ja bis 2027 verlängert. Irgendetwas kommt mir da bekannt vor. Was mag es wohl sein? Ach ja, da gibt es ja auch so ein Zwei-Grad-Klima-Ziel und eine Fristverlängerung unserer Bundesregierung. Wer da Parallelen sieht, ist nicht der sprichwörtliche Schelm, der Böses dabei denkt, sondern vermutlich schlichtweg jemand, der eine realistische Sicht auf unsere Zukunft hat.

Panorama Wölfersheimer See, Common Licence, Nils E.

Ich sehe die Headline in der Zeitung bereits vor mir: „92 % des Klimaziels sind nicht erreicht. Es wird Zeit, dass die Politik sich bewegt.“ Wie schön, wenn man da in einem der Acht-Prozent-Gebiete der Bundesrepublik lebt, in denen es nicht in den Sommern zu heiß, in den Wintern zu mild oder, wenn es stürmt, zu stürmisch und, wenn es regnet, überschwemmt ist – von den ganzen verheerenden Konsequenzen für die Artenvielfalt, die Besiedlung, den Landbau und so weiter abgesehen. Ich hoffe, die Wetterau ist eines dieser Gebiete. Ich möchte ungern neben unseren kritischen Seen – der Wölfersheimer See ist beispielsweise ein solcher – auch noch ein kritisches Klima in der Wetterau haben. Ist natürlich Unsinn! Klima ist kein in diesem Maße lokal abgrenzbares Phänomen, insbesondere da wir in einer Gesellschaft mit globalisiertem Handel unmittelbar von den Klimaauswirkungen überall auf der Welt betroffen sind.

Ist es in Afrika zu heiß und trocken, und es verringert sich die Kakaoernteausbeute, werden hierzulande Chocalatiers bei Lind, Ferrero und Sarotti entlassen, um die Gewinnspannen zu retten. Immerhin 70 % der Rohware stammen von dort. Sie trinken keinen Kakao? Dann gehen wir nach Südamerika und schauen auf die Soja-Produktion. Über 40 Prozent stammen allein aus Brasilien. Sie essen kein Tofu? Unerheblich, denn 75 Prozent der Ernte werden als Tierfutter verwendet. Klimaziel futsch – Ernten Futsch – Metzger, Landwirte futsch, und immer mehr Menschen müssen Veganer werden. Was für eine traurige Zukunft! Da sitzen wir bald in Geisenheim am See, beobachten die Fische beim Rückenschwimmen, kauen traurig auf einem pflanzlichen Schnitzel herum und sagen uns: „Ach ja, EU-Wasserrahmenrichtlinie, EU-Klimaschutzziele. Wie einfach es doch damals gewesen wäre!“

Ja, ich gebe es zu, ich habe heute meinen sarkastischen Tag und der Ironie-Schalter ist auf on, aber mal ganz ehrlich: Es könnte so einfach sein. Wenn schon die Kreuzchen auf den Wahlzetteln aus Gewässer- und Klimasicht offenbar nicht die politischen Weichen stellen, dann wäre es vielleicht eine Idee, sich selbst ein wenig umzustellen. Ein Weg, der beides fördert, ist beispielsweise einfach etwas mehr aus heimischem, ökologischem Landbau zu essen. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen! Ökolandbau bedeutet, weniger Dünger, der über das Grundwasser in unsere Seen und Flüsse fließt und dort Todeszonen mitverursacht, und Lokalerwerb, dass kein CO2 für die langen Transportwege in die Atmosphäre geblasen wird. Wasser- und Klimaschutz in einem. Wäre das nicht toll? Natürlich bleibt einem ungenommen, dennoch mit veganem Schnitzelbrötchen am Wölfersheimer See zu sitzen. Noch ist er ja nicht gekippt, bietet eine schöne Aussicht, und auch vegan zu essen, hilft ja bekanntlich, die beiden Ziele zu fördern.