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Montag, 24. November 2014
Vierundzwanzigster Schritt – ein bisschen Aufregen über Konsum und Elektromüll
Mittwoch, 8. Oktober 2014
Dreiundzwanzigster Schritt: "I want to ride my ... Upcycle!"
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| Lieber unscharfe Schrauben als scharfes Chili |
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| Designer-Rucksack by Turkish Taylor |
Donnerstag, 11. September 2014
Okara-Frikadellen
Okara eignet sich nur nur für Kuchen oder Brotaufstriche, gerade als herzhafte Mahlzeit ist es sehr gut einsetzbar. Das nachfolgende Rezept lässt sich toll als Frikadelle formen oder auch als Hackbraten. Von der Konsistenz her ist es recht fest, weshalb es gut geschnitten werden kann. Einfach zu gleichen Teilen Okara und Semmelbrösel vermengen. Als Semmelbrösel nehme ich getrocknete Brotreste, die immer wieder mal anfallen. Ich packe sie kurz in den Mixer, um sie zu zerkleinern. So fein wie gekaufte Semmelbrösel müssen sie nicht sein, da sie ohnehin mit der Gemüsebrühe weich werden und im Rest der Masse aufgehen. Die selbstgemachten Brösel haben den Vorteil, dass sie intensiver im Geschmack sind, zumindest wenn man Brösel verschiedener Vollkornbrote hat. Gekaufte Brösel sind meist Weißmehlprodukte und vergleichsweise geschmacksarm. In die Okara-Semmelbrösel-Masse gebe ich Haferflocken. Sie sorgen zusammen mit der Gemüsebrühe für die Bindung, weshalb der Teig auch etwas ruhen muss. Bevor er ruht, kommen die restlichen Zutaten hinzu, und er wird ordentlich durchgeknetet. Nach gut 15 Minuten kann der Teig in die gewünschte Form gebracht werden. Ich mag die klassische Frikadellenform. Jetzt einfach von beiden Seiten anbraten, bis es die gewünschte Bräune hat.
Zutaten
400 g Okara
400 g Semmelbrösel
100 g Haferflocken
500 ml Gemüsebrühe
4 gepresste Knoblauchzehen
1 kleingewürfelte Zwiebel
2 geh. EL Senf
2 geh. EL Tomatenmark
2 TL süßes Paprikapulver
2 TL Rosmarin
Zubereitung in Kurzform
Protein: 8%
Kohlenhydrate: 13%
Fett: 3%
Ballaststoffe: 7%
Schwierigkeitsgrad
einfach
Besonderheiten
fettarm
Zutaten
400 g Okara
400 g Semmelbrösel
100 g Haferflocken
500 ml Gemüsebrühe
4 gepresste Knoblauchzehen
1 kleingewürfelte Zwiebel
2 geh. EL Senf
2 geh. EL Tomatenmark
2 TL süßes Paprikapulver
2 TL Rosmarin
Zubereitung in Kurzform
- Alle Zutaten miteinander vermengen
- 15 Minuten ruhen lassen
- In die gewünschte Form bringen
- In Soja- oder Kokosöl braten

Protein: 8%
Kohlenhydrate: 13%
Fett: 3%
Ballaststoffe: 7%
Schwierigkeitsgrad
einfach
Besonderheiten
fettarm
Dienstag, 9. September 2014
Okara-Mandel-Kuchen
Bei der Herstellung von Sojamilch fällt jede Menge Filtermasse an. Je nachdem, ob ich ein oder zweimal filtere können das bis zu 200 g Filtermasse auf 100 g Bohnen sein. Die Filtermasse ist eiweiß- sowie ballaststoffreich, geschmacksneutral und essbar, und da das so ist und Filtermasse mehr nach Abfall klingt, nennen sie die Japaner schon seit Jahrhunderten nicht Filtermasse sondern Okara. Es lässt sich tatsächlich überall reinarbeiten, in Brotaufstriche, in Frikadellen oder eben in Kuchen.
DerFiltermasse-Mandel-Kuchen Okara-Mandel-Kuchen ist schnell zubereitet, lecker und liefert ein paar saftige Stücke für den Sonntagnachmittagskaffee. Einfach 200 g Dinkelmehl, 150 g gemahlene Mandeln, 100 g Vollrohrzucker, 1 TL Vanille und ein halbes Päckchen Backpulver vermengen, dann 400 g Okara hinzu und mit 350 bis 500 ml Sojamilch solange verrühren, bis ein zähflüssiger Teig entsteht. Jetzt noch 2 EL Speisestärke, eingerührt in etwas Sojamilch, als Bindemittel hinzu, und fertig ist der Kuchenteig.
30-40 Minuten in einer eingefetteten Form bei 200° Ober-/Unterhitze reichen. Der Kuchen ist fertig, wenn kein Teig mehr am Messer haftet, wenn man rein sticht. Am besten ab der 30. Minute regelmäßig prüfen, nicht, dass der Kuchen trocken wird. Im Anschluss, sobald der Kuchen abgekühlt ist, entweder eine Glasur drüber oder, das habe ich gemacht, zwei gehäufte EL Kokosöl verflüssigen, mit Kakaopulver vermengen und über den Kuchen geben. Er nimmt es auf, bekommt ein marmoriertes Äußeres und eine zusätzliche Schoko-Kokos-Note.
Zutaten
350-500 ml Sojamilch
400 g Okara
200 g Dinkelmehl
150 g gemahlene Mandeln (oder Filterrest der Mandelmilch)
100 g Vollrohrzucker
2 EL Speisestärke
1 TL Vanille
1/2 Pck. Backpulver
Zubereitung in Kurzform
Protein: 8%
Kohlenhydrate: 23%
Fett: 10%
Ballaststoffe: 6%
Schwierigkeitsgrad
einfach
Der
30-40 Minuten in einer eingefetteten Form bei 200° Ober-/Unterhitze reichen. Der Kuchen ist fertig, wenn kein Teig mehr am Messer haftet, wenn man rein sticht. Am besten ab der 30. Minute regelmäßig prüfen, nicht, dass der Kuchen trocken wird. Im Anschluss, sobald der Kuchen abgekühlt ist, entweder eine Glasur drüber oder, das habe ich gemacht, zwei gehäufte EL Kokosöl verflüssigen, mit Kakaopulver vermengen und über den Kuchen geben. Er nimmt es auf, bekommt ein marmoriertes Äußeres und eine zusätzliche Schoko-Kokos-Note.
Zutaten
350-500 ml Sojamilch
400 g Okara
200 g Dinkelmehl
150 g gemahlene Mandeln (oder Filterrest der Mandelmilch)
100 g Vollrohrzucker
2 EL Speisestärke
1 TL Vanille
1/2 Pck. Backpulver
Zubereitung in Kurzform
- Die trockenen Zutaten vermengen
- Okara hinzugeben
- So lange Sojamilch hinzugeben, bis ein zähflüssiger Teig entsteht
- Speisestärke mit etwas Sojamilch anrühren und dazu mischen
- Backform einfetten und mit dem glattgestrichenen Teig 30-40 Minuten bei 200° Ober- und Unterhitze in den Backofen
- Stürzen, abkühlen lassen und glasieren
Protein: 8%
Kohlenhydrate: 23%
Fett: 10%
Ballaststoffe: 6%
Schwierigkeitsgrad
einfach
Samstag, 6. September 2014
Die 10 Gebote - Und wie es wirklich war ..
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| Der kriegt den Rasenmäher nie mehr! |
Es war an einem warmen Sommerabend, als Mosche aufbrach, um
sich ein Wenig mit alpinem Wandersport zu zerstreuen. Freilich war es nicht
wirklich alpin, denn von der Existenz der Alpen wusste Mosche, wie auch die
anderen zwanzigtausend Israeliten, nichts. Es war der Berg Sinai. Aus seiner Sicht
war es folglich sinaiischer Wandersport, doch er zerstreute ebenso gut. Mosche
wanderte also den Sinai hoch. Der Himmel war
blau, die Sonne schien hell. Mosche machte das oft. Steil ging es bergauf. Die
Waden spannten. Mosche griff in seine Schafsledertasche und holte seinen
Walkman heraus. Natürlich gab es damals, vor gut dreieinhalbtausend Jahren, noch keine
MP3-Player. Deshalb war es auch nicht so ein schönes handliches Gerät, wie wir
es heute kennen. Es war ein Sony DD3 Quarz, groß wie ein Kinderkopf, und er
lief mit Kassette. Immerhin eine Maxwell Chrome. Er setzte seine Kopfhörer auf und ließ seine Lieblingskassette anlaufen, die er stets anhatte, wenn er dem Alpinen
fröhnte. Verzeihung, dem
Sinainen. „Jesus was a Sailor, when he walked upon the Water“, sang Leonard Cohen. Wer
mag dieser Jesus sein?, dachte Mosche an dieser Stelle immer, und was soll
diese Textzeile bedeuten? Ist nicht jeder ein Seemann, wenn er die See befährt?
Na, ja, dachte sich Mosche, der Weihrauch mag auch Cohen ab und an zu Kopfe
gestiegen sein.
Der Gipfel näherte sich. Jetzt kam, worauf sich Mosche
stets am meisten freute: Der grenzenlose Blick über ganz Sinai-Valley. Nur noch knappe 20
Höhenmeter. Doch kaum huschte ein Lächeln über seine Lippen, schob sich die
erste Wolke vor die Sonne, dann die zweite, die dritte, eine erste schwarze
Wolke, die zweite, und schon setzten die ersten Regentropfen ein. Ein Blitz
zuckte. Mosche suchte rasch Unterschlupf unter einem Felsvorsprung. Es regnete
von einem Moment zum anderen in Strömen. Der Felsvorsprung gab nur Schutz vor
dem, was von oben kam, doch der starke Wind peitschte ihm Unmengen von Wasser
hart ins Gesicht. Mosche schaltete den Walkman aus und ließ die Kopfhörer
locker um den Hals hängen. Sein Umhang war bereits feucht wie ein
Frotteehandtuch nach dem Duschen, aber das wusste Mosche nicht, denn als er
lebte, gab es weder Duschen noch Frottee. Der Vergleich, den er tatsächlich
zog, erspare ich uns, denn die Dinge, an die er dachte, sind heute nicht mehr gebräuchlich. Außerdem wären sie nicht jugendfrei. Und während Mosche mit der Welt im
Allgemeinen und sich im Besonderen haderte, überlegte er, wie diese Welt wohl
besser werden könnte. Insbesondere auch im Hinblick auf das Wetter. „Du sollst
nicht regnen!“, fiel ihm als erstes ein, womit seine Situation bereits wieder
geglättet wäre. Ach, und er bekam nie seinen Rasenmäher gleich nach dem Mähen von seinem Nachbarn Korach zurück. Er musste ihn stets erinnern. Du sollst nicht länger begehren deines Nachbarn Rasenmähe, als du ihn zum Mähen brauchst. Auch
das wäre eine gute Sache. Und überhaupt, Korach schaute auch stets so lüstern
auf Mosches Frau. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, insbesondere
nicht, wenn du dir dessen Rasenmäher nochmal leihen möchtest. Die Ideen
sprudelten nur so aus Mosches Kopf. Rasch griff er in seine Umhängetasche und
zog seinen Collegeblock hervor. Und natürlich war es ein Collegeblock. Es waren
keine Steintafeln, wie später überliefert wurde. Die Dinger wiegen 15 Kilo pro
Stück. Wer schleppt denn schon 30 Kilo Stein nur mal so auf Verdacht einen Berg
hoch, falls ihm ein paar Gebote eingegeben werden sollten. Selbst wenn zufällig
im Felsvorsprung welche gestanden hätten, wie unrealistisch wäre es denn, wenn
Mosche zufällig einen Meißel zur Hand gehabt hätte. „Oh, Zippora, warum musstest du daneben
greifen? Eine Banane als Wegzehr sollte es sein, und was ich finde, ist ein
Meißel. Ui, da sind ja zwei Steintafeln. Nun, da ich schon mal einen Meißel dabei habe ...“
Du sollst
nicht flöten, muss auch noch auf die Liste, dachte Mosche. Der Nachbar von der
anderen Seite und sein stetes lautes Proben. Das muss ein Ende haben. Ehe sich Mosche versah,
waren es 10 Gebote an der Zahl.
"Na, die knalle ich Korach gleich vor den Latz",
sagte er sich, kaum dass das Wetter wieder aufklarte.
Auf dem Abstieg hörte er
wieder Musik vom Walkman. Leonard
Cohen sang: „I’m the little Jew, who wrote the bible!” Bible? Jesses, was soll das sein?, fragte sich Mosche, und mit Jesses war nicht der Jesus vom Kreuz gemeint, dessen Geschichte sich erst in eineinhalb Tausend Jahren abspielen sollte, sondern der Hersteller seines
Rasenmähers, den er ob seiner Qualität nicht oft genug preisen kann. Jesses Mowing Machines - We mow the lawn vom Egypt to Israel!
Letztlich war es entgegen des Liedes doch nicht Cohen, der die Bibel schreiben sollte,
sondern Korach, der sich einfach Mosches Collegeblock lieh, die Gebote verlegen ließ und einen wahren Bestseller mit seiner Bibel landete.
Moses!, was für
ein blöder Name, dachte sich Mosche nach der Lektüre, und auch wenn Korach entscheidende Passagen geändert hatte, Mosches Rasenmäher bekam er nie wieder.
(Eine Hommage an Leonard Cohen, Charlton Heston, Robert Rankin und alle Schlüsselfiguren monotheistischer Weltreligionen)
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