Dienstag, 2. Oktober 2018

Oktober-Challenge Free30d #2



Tag zwei unserer Challenge #free30d, jeden Tag etwas auszumisten ❤️
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Auf dem Speicher habe ich diese Nudelmaschine gefunden. Es ist bestimmt fünf Jahre her, dass ich sie geschenkt bekommen habe. Von jemandem, der sie mir geschenkt hat, da er sie selbst nicht nutze. Ich habe nicht nur das gute Stück übernommen, sondern auch dessen Nutzungsverhalten. Also weg damit - und hoffentlich in Hände, die öfter mehlbestäubt Nudelteig kneten.
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Ich werde sie unserem Umsonstladen in Friedberg übergeben. Vielleicht findet sie so ein neues Zuhause.
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Schaut auch mal, was die anderen aussortieren:
@_justanothervegan_
@frl.oeko
@larytales
@mono_auf_durchreise
@lela.hermann und
@nadinearnoldwinkler
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Wir misten inzwischen zu siebte aus 😉 Steigt gerne noch mit ein 🤗
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#challenge #challengeaccepted #challengeyourself #30daychallenge #loslassen #bewusstleben #wenigeristmehr #degrowth #wohlstandsrückbau #minimal #minimalist #minimalistisch #minimalista #minimalistics #minimalistischleben #minimalismus #minimalism #minimalismo #minimalism_world #nachhaltig #nachhaltigkeit #nachhaltigleben #sustainable #sustainability #sustainableLifestyle #greenlifestyle #refuse #reuse #thereisnoplanetb

Montag, 1. Oktober 2018

Oktober-Challenge Free30d #1



Der erste Tag 🤗 Zu sechst starten wir heute mit der Challenge, jeden Tag etwas auszumisten ❤️
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Ich habe mich der Küche angenommen und die ersten beiden Dinge freigesetzt: Warum auch immer hatte ich sowohl einen Römertopf doppelt als auch einen zweiten Mörser.
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Der Römertopf war im Schrank, um mal darin Brot zu backen. Mittlerweile backe ich nur noch freigeschobenes und ganz selten mal eins, das in einer rechteckigen Kuchenform als Kastenbrot aus dem Ofen kommt. Den großen Römertopf nutze ich, um mein Brot aufzubewahren. Darin hält es lange frisch. Der andere Mörser war zwei Jahre ungenutzt im Schrank.
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Den Mörser hatte ich mal bei einem Poetry Slam in Kassel gewonnen. Ich hatte ihn des Erinnerungswertes wegen behalten, obwohl ich einen größeren Mörser zu Hause habe. Sie standen nebeneinander auf dem Schrank. Immerhin nutzte ich beide – einer geht aber auch.
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Beide haben nun ein neues Zuhause bei meiner Freundin, und ich kann sie besuchen, wann immer ich will, hat sie versprochen.
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Ich bin schon gespannt, was @frl.oeko, @larytales, @mono_auf_durchreise, @lela.hermann und @nadinearnoldwinkler heute loswerden 🤗
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Folgt uns oder steigt mit ein unter #free30d
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#challenge #challengeaccepted #challengeyourself #30daychallenge #loslassen #bewusstleben #wenigeristmehr #degrowth #wohlstandsrückbau #minimal #minimalist #minimalistisch #minimalista #minimalistics #minimalistischleben #minimalismus #minimalism #minimalismo #minimalism_world #nachhaltig #nachhaltigkeit #nachhaltigleben #sustainable #sustainability #sustainableLifestyle #greenlifestyle #refuse #reuse #thereisnoplanetb

Sonntag, 30. September 2018

Ein Monat Frugalist look-alike



Nachdem ich vor vier Wochen bei meinem AlternativenStammtisch zwei Frugalistinnen kennenlernen und mich anschließend in meiner Kolumne kurz mit dem Thema befassen durfte, habe ich nun einen Monat lang tatsächlich Buch über meine Ausgaben geführt. Wer hätte gedacht, dass ich privat wieder zum Excel-Tabellen-Führen zurückkehren würde, nachdem ich erst im Mai letzten Jahres viele dieser „Arbeiten“ aufgegeben hatte? Ich wollte jedoch wissen, für was ich das meiste meines Einkommens aufwende, wo Einsparpotentiale sind und was ich im Monat zurückzulegen in der Lage wäre. Oliver, dessen Tabelle ich genutzt habe, die er auf seinem Blog frugalisten.de zum Download zur Verfügung stellt, spart bis zu 70 Prozent seines Einkommens und legt das Ersparte an. Auf wie viel Prozent würde ich wohl kommen? Nun kam zum Tragen, dass ich in meinem Hauptberuf im Kern mit Excel arbeite und eine gewisse Verliebtheit in Prozentwerte in mir trage, weshalb ich die Tabelle ordentlich aufgepimpt habe. Und schon ist die technische Seite des Spielkinds in mir wieder wach ;-)

Als ich heute die Werte für den ersten Monat analysiert hatte, war ich dann doch etwas überrascht.  Obwohl ich in mir diesem Monat – inspiriert durch den frugalistischen Ansatz – konsequent keinen Kaffee aus dem Vollautomaten im Büro gezogen, sondern immer selbst gemacht hatte, und gefühlt sehr viel Essen zu Hause vorbereitet hatte, war ich doch viermal im Restaurant essen und sechsmal im Café. Na gut, daran sieht man wieder einmal, wie Gefühle doch so trügerisch sein können. Laut Tabelle hatte ich immerhin nur zweimal Snacks zwischendurch, was tatsächlich daran liegt, dass mich eben jene zu führen disziplinierte, öfter mal die halbe Stunde auszuhalten, bis ich zuhause angekommen bin, um mir mein Essen selbst zu machen. Bei Restaurant- und Cafébesuchen klappt das offenbar nicht, aber die koch auch besser als ich.

Am Ende blieben es 20 Prozent, die ich im Monat September für die Zukunft zurücklegen konnte. Weit von Olivers monatlich Erspartem entfernt – dessen größtes Einsparpotential jedoch auch seine Kinderlosigkeit ist –, aber ich arbeite weiter daran. Ohne Kinder läge mein Prozentwert übrigens bei 45 Prozent*
Von der Gesamtsumme war die Hälfte bereits an meine Rentenversicherungen gekoppelt, den Rest werde ich nächste Woche in ein ETF zugunsten regenerativer Energien angelegt. Ich bleibe am Ball und bin auf das Oktoberergebnis gespannt.

Morgen Abend ist der nächste Alternative Stammtisch im Café Kaktus. Vielleicht können wir das Thema ja dort vertiefen.

Morgen früh geht es aber erstmal mit der #free30d-Challenge los!


* keine Sorge, ihr zwei, daran zu arbeiten, bedeutet nicht, euch ab Oktober zu verleugnen. Papa hat euch lieb!

Donnerstag, 27. September 2018

Die nächste Challenge startet: Wieder einen Monat lang Dinge freisetzen!


Im April durfte ich meine erste umfassende Minimalisten-Challenge starten und gab einen Monat lang täglich Dinge aus meinem Besitz frei. Ab Montag möchte ich erneut starten, worauf ich mich sehr freue, denn dieses halbe Jahr etwas reduzierter zu leben, hat mir sehr gut getan. Viele Man-müsste-mals verschwanden aus meinem Kopf, und zudem hatte ich die Gewissheit, dass all die ungenutzten Dinge aus meinem Besitz nun in Händen sind, die sie tatsächlich gebrauchen und vielleicht meinetwegen ressourcen- und geldschonend auf einen Neukauf verzichten konnten.

Vom 1. bis zum 30. Oktober werde ich wieder täglich Dinge freisetzen und meinen Besitz verschlanken. Das Schönste ist jedoch, dass ich bei meiner zweiten Challenge nicht alleine bin. Frl. Öko, Lary Tales und MoNo! auf Durchreise beteiligen sich und befreien ihren Besitz ebenfalls den ganzen Oktober über von Unnützem. Danke, dass ihr dabei seid! Und falls ihr auch mitmachen oder uns folgen wollt: 

Wir posten unter dem Hashtag #free30d 

Dienstag, 25. September 2018

Richtig Gummi geben!



Als das Fraunhofer-Institut kürzlich seine Studie „Kunststoffe in der Umwelt: Mikro- und Makroplastik“ publizierte, ging mir der Spruch „Das wird man ja wohl noch fahren dürfen!“ durch den Kopf, denn in ihr war zu lesen, dass der größte Verursacher von Mikroplastik-Emmissionen in die Umwelt der Straßenverkehr ist. Zu einem Viertel trägt er zu den Gesamtemmissionen bei, die immerhin bei 446.000 Tonnen jährlich liegen. Und das ist nur die Zahl für Deutschland. Wir sind zwar Erstligist im Mülltrennen, aber eben leider auch im Produzieren. Nur dachte ich ganz blauäugig, wir kontrollierten das ganz gut durch stoffliche oder thermische Verwertung – immerhin verwenden wir 45 Prozent des Plastikmülls für neue Produkte und gewinnen aus 53 % Energie. Tatsächlich entziehen sich zahlreiche Emmissionsverursacher unserem Zugriff – wir nehmen sie nicht einmal als Müll wahr. 

Ganz vorne ist der Reifenabrieb im Straßenverkehr. Selbst der Abrieb von Schuhsohlen liegt weit vorne, ganze zehn Plätze vor der Einbringung von Mikroplastik aus der Kosmetik in die Umwelt, das Platz 17 belegt. Dieses Ranking hat mich neben dem Gesamtvolumen dann doch sehr schockiert, obwohl ich mich seit fünf Jahren intensiv mit der Materie beschäftige. Das Automobil also mal wieder, genauer: der PKW, trägt das meiste Mikroplastik ein – über 80 Prozent des emittierten Gesamtreifenabriebs. Als wenn es nicht schon reichen würde, dass der Straßenverkehr für gut 18 Prozent der Treibhausgasemissionen Deutschlands verantwortlich ist, jetzt muss er auch noch für die Mikroplastikvermüllung der Meere herhalten. „Ich habe doch kein Amphibienfahrzeug!“, rufen Sie jetzt vermutlich erleichtert. Leider ist das unerheblich. Das Mikroplastik wird vom Regen in unsere Gewässer geschwemmt oder gelangt in die Kanalisation, von wo es in die Kläranlagen geleitet und zwar ausgefiltert wird, dann aber mit dem Klärschlamm zur Düngung auf unseren Feldern landet. Wollen Sie raten, wohin das Mikroplastik beim nächsten Regen gerät? Richtig! Ganz ohne Amphibienfahrzeug über unsere Gewässer ins Meer. 

Weltweit gelangen jährlich gut 30 Millionen Tonnen Plastik in die Weltmeere – darunter auch der Abrieb meines kleinen Kia Picanto. Mein Kia, der immer so lieb lächelt, wenn ich ihn auf dem Parkplatz besuche, hat es offenbar faustdick hinter den Ohren. Da steht er nun, brummt in freudiger Erwartung einer gemeinsamen Reise, und ich weiß nicht, wie ich ihm erklären soll, dass seinetwegen Fische Mikroplastik statt Plankton fressen, das wie ein Magnet mit Giften aus dem Meer behaftet ist. Dass seinetwegen Fische mit vollem Magen verhungern oder, aus menschlicher Sicht noch schlimmer, dass eine Portion Muscheln ganze 90 Mikroplastikpartikel gratis mit auf den Teller bringt. 
„Was kann man denn überhaupt noch … essen? Fahren?“, rufe ich verzweifelt, und mein Kia hupt traurig, ohne das Problem zu verstehen. Manchmal brauche ich ein Auto, und es geht nicht mit Bus und Bahn. Ich werde auch weiterhin zum Teil für Plastikmalzeiten von Fisch und Mensch verantwortlich sein. Beim nächsten Reifenkauf werde ich in jedem Fall einen hochwertigen kaufen, der sich nur langsam abnutzt - vielleicht kommt es ja bis dahin, das Reifen-Label, das auch den Abrieb betrachtet. Natürlich werde ich weiterhin so oft den ÖPNV nehmen, wie es mir möglich ist, und wenn das alles nicht reicht, gehe ich eben nicht nur im Sommer, sondern zu allen Jahreszeiten barfuß. Mikroplastik in Kosmetik ist da leichter zu vermeiden. Und ohne dass man dabei friert.