Freitag, 4. April 2008

An meinem See

Wie gefesselt stehe ich an Dir,
Atme die Ruhe, die Du strahlst,
Wie frische Frühlingsdüfte ein.
Du, türkises Auge meiner Heimat,
Lässt mich Wurzeln schlagen wollen.

Manchmal wär ich gern ein Baum,
hielt Wache Deiner schönen Ufer,
Fing Deine Schönheit mit knorrigem Auge
Und ließe mich vom gleichen Wind liebkosen.
Meine Wurzeln tränken das, was mir vergönnt.

So genieße ich nur diese Augenblicke,
wie die Sonne diamanten in Dir strahlt,
Sehe Deine zarten Wellen
mir zum Abschied winken.
Ich gehe nun, vergiss mich nicht.

Kommentare:

  1. Das haben Sie wirklich sehr schön geschrieben, lieber Lichtträger!

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  2. Da stimme ich Meise zu. Sie genießen meine Achtung, Lichtträger. (Komich, manchmal sieze ich dich, manchmal tue ich das Ihnen nicht an.^^)

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  3. Das erinnert mich an die Zeit, als ich fast täglich an meinen damals noch heimatlichen Seen und Rheinauen spaziert bin. Ich empfand das Wasser auch immer als sehr inspirierend. Quatsch "empfand" - das tue ich heute immer noch!

    Sehr schöner Text!

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  4. Sie hatten mich einmal auch um kritische feedbacks gebeten, also:

    Mit dem Genetiv in "hielt Wache Deiner schönen Ufer" hab ich etwas Probleme, aber ich bin nicht so 100%ig Genetiv-sicher, vielleicht gehts ja so?!

    Nach dem "die du strahlst" würde ich ein "," setzen (Einschub).

    Sorry für nagging!!! - Ändert aber nichts dran: ein sehr schöner, stimmungsvoller Text. Der außerdem die unbeantwortete Frage aufwirft, wohin das Lyrische Ich denn nun hingeht; ich wüsste es als Leser doch zu gerne... :-)

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  5. @meise
    Das ist eigentlich eine Rohfassung, die ich Sonntag am See schreib. Eigentlich bearbeite ich immer nach. Hier musste ich es so belassen. Die Zeilen hatten gleich wieder die Erinnerung geweckt und erwehrten sich so einer Überarbeitung ;-)
    Freut mich, dass sie es schön finden.

    @marco
    Da lasse ich Dir genaz freie Hand ;-)

    @mkh
    Vielen Dank für Lob und Kritik. Das Komma habe ich gesetzt. Über den Genetiv denke ich noch nach, bislang bin ich jedoch ganz d'accord damit. Die weiteren Überlegungen werdeb es zeigen ;-)
    Tja, und wohin geht das LI? Dorthin, wo Bäume nicht hin können: Überall hin! ;-)

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  6. Der Himmel ist blau,
    das Wasser ist naß,... :-)

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  7. Ein Sonntagsspaziergang in Gedichtform. Wundervoll!

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  8. @meise
    :-))))

    @NW
    ... und Bäume haben ihre Geheimnisse ;-)

    @scheibi
    merci bien, cher ami

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  9. Ich weiß ja nicht, ob Sie's wissen, geschweige denn, ob Sie's interessiert,
    aber...

    http://ems-ju-story.blogspot.com/

    ... ich bin neugierig, was Sie sagen. ;)

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  10. Dann beginne ich mal peux à peux zu lesen ;-)

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