Mittwoch, 9. April 2014

Elfter Schritt - Bodylotion und Peeling

Könnte ein Caipi to go mit Zuckerrand sein,
ist aber mein self-made Peeling
Wieder zurück im Badezimmer. Eigentlich sind hier alle Einwegbehälter aus Plastik. Shampoo und Duschgel hatte ich ja schon beseitigt, aber es stehen noch so viele Schalen, Flaschen und Tuben rum, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Was als nächstes leer wird, kommt auf den Prüfstand, denke ich mir, und das ist jetzt eine Körperlotion und ein Peeling. Ja, werte Frauen, auch Männer nutzen Peelings. Glaubt bloß der Werbung nicht! Wie sonst soll man den Grillgeruch und das Motoröl weg bekommen, wo wir doch ständig Fred die Brontosaurier weg grillen und unsere eingeölten nackten Oberkörper zwischen den Regentonnen-großen Zylindern unserer Muscle Cars hin- und herschieben müssen. Die meisten Peelings enthalten – was für eine Überraschung – zumeist Polyethylen- oder Polypropylenkügelchen. Immerhin hat das den Vorteil, dass es unmittelbar in Fischmägen landen kann, wenn es erst einmal über das Abwasser in die Flüsse und Meere gelangt ist, und nicht den mühsamen Umweg über die Plastikzersetzung und das Ausspülen aus den Deponien hinter sich bringen muss. Weg damit. Salz hatte ich ja bereits in der Zahnpflege angefangen zu nutzen. Salz löst sich wunderbar im Mund auf, und das tut es leider auch unter der Dusche, und zwar viel zu schnell. Beim ersten Test brauchte ich eine Handvoll, um tatsächlich damit zu peelen. Das erschien mir verschwenderisch. Salz löst sich jedoch nicht in Öl. Einen Teelöffel Salz in ein gutes Schnapsglas voll Olivenöl gemengt und ich habe ein Peeling, das wirklich gut funktioniert, und nein, man muss kein Shaolin-Mönch sein, um mit Salz zu peelen. Da brennt nichts.

Exotik für anspruchsvolle Männerhaut!
Und wenn ich schon einmal das Olivenöl von der Küche ins Badezimmer überführe, nutze ich es auch gleich anstelle der Lotion. Direkt nach dem Duschen ein bis zwei Hände voll auf die duschnasse Haut und gut ist’s. Es zieht nicht weniger schnell ein als jedes andere Körperöl. Natürlich ist es in diesem Bezug den milchigen Bodylotions unterlegen, doch es fühlt sich prima an, und die paar Minuten Zeit nehme ich mir gerne, wenn ich dafür meinen Plastikmüll auf Null reduziere, denn das Öl kommt in Glasflaschen mit Metalldeckel daher.
Wenn schon experimentieren, dann richtig: Mein Butterschmalzersatz, das Kokosöl, muss auch dran glauben. Kokosöl ist bei Zimmertemperatur fest. Zwischen den Händen wird es jedoch nahezu sofort flüssig. Es dauert allerdings etwas länger, sich damit einzureiben. Es zieht auch nicht so schnell ein, wie das Olivenöl. Dafür macht es eine sehr weiche Haut, und meine Freundin mag den Kokosgeschmack. Was für die Pfanne gut ist, kann für mein Gesicht nicht verkehrt sein, und ich verbitte mir jegliches Wortspiel auf diesen Vergleich. Jedenfalls fühlen sich beide Alternativen gut an, und wer umgibt sich nicht gerne mit einem Hauch griechischer oder karibischer Exotik, während er mit nacktem Oberkörper lässig an sein Muscle Car gelehnt am Grill steht und Brontosaurierburger brutzelt. Wilmaaaaaaa!

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