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Donnerstag, 3. Oktober 2024

Live-Podcast am 19.10.2024 in Friedberg

***FÄLLT LEIDER AUS ***

Am Samstag, den 19. Oktober, ab 19:00 Uhr, findet ihr uns im Aktionsraum "Des Kaisers nachhaltige Kleider" in der Kaiserstraße 13 in Friedberg. Wir werden mit euch zwei Folgen unseres Podcast live aufnehmen.

Schaut vorbei. Es wird informativ, lustig und unterhaltsam zugleich. Der Eintritt ist frei. Reserviert euch Tickets - dann habt ihr einen Sitzplatz. Bei ausverkauften Tickets sind Stehplätze vorhanden.

Karten könnt ihr über den YES-Ticket-Account meines Theatervereins reservieren, der mich freundlicherweise unterstützt 😀



Samstag, 2. September 2023

Lesung aus "Arnold hält nach" bei WasRegionales in Friedberg


Am 1. September durfte ich im Rahmen der "Kultur-Explosion", dem großen Abschlussfest der Aktion "Urlaub in Friedberg", bei WasRegionales aus "Arnold hält nach" lesen. Sehr schöne eineinhalb Stunden mit einer ergiebigen Diskussionsrunde im Anschluss - auch weil der Landratskandidat für den Wetteraukreis Rouven Kötter und der Friedberger Bürgermeisterkandidat Markus Fenske zugegen waren. Auch Bürgermeisterkandidat Kjetil Dahlhaus schaute rein, hatte aber leider keine Zeit zu bleiben. Politik bedeutet halt, auf mehr Hochzeiten tanzen zu müssen. Hier tanzten zumindest viele in grünen Kleidern - wie auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Friedberger Stadtrat Bernd Stiller, der ebenfalls zugegen war. So viel politische Prominenz hatte ich selten in meinen Lesungen.

Hier eine schöne Vorankündigung. Mit Nicole Mazur arbeite ich derzeit an einer Podcast-Umsetzung von "Arnold hält nach". Ihr dürft gespannt sein.

Dienstag, 10. April 2018

Frühjahrsputz oder Was wenn wir nicht bunkerten, sondern teilten

„Ich konsumiere sehr kritisch. Dreimal vor dem Kauf überlege ich mir, ob ich etwas tatsächlich brauche, ob es nur nett wäre, es zu besitzen, oder ob mir gar eine pfiffige Werbefirma nur einen Bedarf eingeredet hat. Das mache ich inzwischen recht erfolgreich und kaufe kaum mehr Materielles.“

Nachdem ich diese ersten Zeilen geschrieben habe, greife ich in meine Schreibtischschublade und möchte einen Gedanken notieren, der mir währenddessen kam. Ich ziehe einen Stift. Lila? Nein. Ich ziehe einen weiteren. Rot? Nein! Dann ziehe ich einen leeren Füllfederhalter, dann einen zu dicken Filzstift, bis ich endlich einen Kugelschreiber in der Hand halte. Beim Griff zum Notizblock erlebe ich das Gleiche. Ich wühle mich durch Unmengen ungenutzter Klarsichthüllen und zahlreiche leere Schnellhefter, bis ich den obersten einer Großfamilie von Notizblöcken entnehmen kann. Der Gedanke, den ich hatte, ist inzwischen weg. Ich schreibe dennoch etwas nieder: „Ausmisten!“
Kritischer Konsum ist gut und wichtig. Er spart Ressourcen, denn was nicht gekauft wird, muss letztlich nicht produziert werden. Er spart zudem Geld, denn was ich nicht kaufe, lässt mir Mittel für Dinge, die mir wirklich wichtig sind. Was ist aber mit all dem, das wir schon haben? Wie wäre es mit kritischem Besitz? Es ist doch nicht damit getan, in die Zukunft zu blicken, solange die Vergangenheit noch so viel Potential hat.

Ich zähle meine Stifte. Es sind 67 Stück, von denen ich allenthalben einen zur selben Zeit nutze, und selbst den nur selten, da ich das meiste inzwischen unmittelbar als elektronische Notiz speichere, die ich im Gegensatz zum papiernen Pendant sogar mit einem Fälligkeitstermin versehen kann. Das macht die Notizblöcke natürlich noch unsinniger. Auch sie zähle ich. Es sind 22. 
Ich überlege mir, wie viele Ressourcen all die Stifte und Blöcke in Summe bindeten, wenn es in jedem Haushalt so aussähe. Zwei Wälder sparten wir vermutlich ein. Einen oberhalb der Grasnarbe, der der Papierherstellung zum Opfer gefallen wäre, und einen unterhalb, der vor Millionen Jahren schon zu Erdöl wurde und als Plastikhüllen all diese Filz- und Kugelschreiberminen ummantelte.
Wie viele Menschen müssten darüber hinaus weniger Stifte und Blöcke kaufen, wenn sie nicht in Herden zusammengerottet, lichtscheu ihr einsames Dasein in den Schränken und Schubladen der Nation fristeten, sondern verteilt würden?



Ich schaue, was noch so alles in meinem Büro zu finden ist, das ich nicht nutze. Meine Schubladen antworten: Wasserfarbkästen, Buntstifte und Hefterlaschen bis hin zu CD- und DVD-Rohlingen, die ich, seit es USB-Sticks gibt, nicht mehr angefasst habe – lediglich zweimal bei Umzügen. Der Blick schweift durch meine Wohnung und zeigt viele Schrankregale, Schubladen und Ecken, in denen sich durchaus nützliche Gegenstände mit einer Patina aus Staub gegen die Entdeckung tarnen mögen. Ich muss es nur angehen, denke ich mir, und verschiebe es enthusiastisch auf einen unbestimmten regnerischen Sonntag. Dann krätscht der Öko in mir den erfahrenen Prokrastinateur brutal zur Seite und, um diese Riesenaufgabe zu bewältigen, entsteht die Idee einer 30-Tages-Challenge. Den ganzen April setzte ich täglich etwas Neues frei und verschenke es, ist der Plan. Das befreit nicht nur die Schubladen. Vielleicht möchtet ihr euch anschließen. Auf dem Blog und in Facebook folgen der Challenge schon einige. Noch nicht ganz so viele wie Stifte in meiner Schublade sind. Aber das zu überbieten, liegt ganz in euren Händen. Greift zu!

Dieser Beitrag steht als Podcast zur Verfügung:

Dienstag, 27. März 2018

Intelligenter Frühstücksspeck oder Wenn im Kühlschrank Leben entsteht



Wenn ich vor Jahren in meinen Kühlschrank geschaut hatte, stellte sich weniger die Frage, auf was ich Lust hatte, sondern mehr die, was gerade weg musste. Dazu musste ich alles, was vorne stand, zur Seite schieben - denn natürlich räumte ich meine Neueinkäufe trotz besseren Wissens stets im vorderen Drittel ein. Nie fand ich den Frühstücksspeck, der angeblich da sein sollte. Nicht selten bedeutete es, mit einer Hand tief in die dunklen Bereiche einzutauchen, während die zweite versuchte, alles andere vom Herausfallen zu schützen. Dann musste ich es nur noch schaffen, meine Schulter so in Rotation zu versetzen, dass das aufgedruckte Datum ausreichend beleuchtet wurde. „März! Noch haltbar!“, hörte ich mich häufig sagen und dann ergänzen: „Schade! Falsches Jahr!“. Stets hielten mich animalische Laute von ganz hinten davon ab, auch die anderen Haltbarkeiten zu prüfen. Der Kühlschrank war immer voll: Drei Sorten Käse, zwei Sorten Schinken, fünf Marmeladen waren der Standard. Dazu Quark, Milch, Säfte und Frühstückseier. 

Stets nach der Arbeit war ich einkaufen, bevor ich einen Blick auf die Vorräte werfen konnte, und immer war ich dabei hungrig. So machte der Lebensmitteleinkauf besonders Spaß. „Auf was habe ich denn Lust?“, fragte ich mich vor der riesigen Auswahl stehend. Die Antwort war immer die gleiche: „Auf alles!“. Rein in den Einkaufswagen, ins Auto, in den Kühlschrank. Mit dem neuen Quark, den angebrochenen nach hinten geschoben, die neue Wurst auf die alte gestapelt und die zwei Packungen frische Gnocchi zur Seite, denn da stand ja noch der Topf gekochter Pasta von vorgestern im Weg. Nie begegnete mir der Frühstücksspeck, wenn ich ihn suchte. 

„Heute aber erst einmal einen großen Salat mit Hühnchenstreifen!“ Der frische Salat forderte mich immer regelrecht zum Kauf heraus, und Hühnchenbrust hatte ich noch zuhause. Zuhause angekommen stellte sich dann meist selbiger als ein Rest Thunfischfilet vom Vortag heraus, das ich eigentlich zusammen mit den Nudeln vom Tag davor essen wollte, dann aber doch das Filet lieber mit ein paar Zuckerschoten und Cocktailtomaten in der Pfanne gebraten hatte, weil es zu schade war, es einfach in eine Pastasoße zu schnippeln. Also kam der Rest in den Kühlschrank. Hält ja drei Tage. Und immer vorsichtig beim Reinräumen, denn in den dunklen Ecken raschelte stets etwas Unheimliches und knurrte. Am dritten Tag dann, der grundsätzlich am falschen Tag zu zählen begann, warf ich die Nudeln weg, dann den riechenden Thunfisch, dann den trockenen Käse und die sich seitlich hochwellende Wurst, und ich entfernte Schimmel von der Marmelade. Einmal im Monat musste ich den Kühlschrank komplett leer räumen, weil irgendetwas stank, Quark ausgelaufen war und ein Schmierfilm darauf hindeutete, dass sich etwas im Kühlschrank von selbst bewegte. Heute vermute ich, es war der Frühstücksspeck. 

Beweise fehlen natürlich, denn heute ist der Kühlschrank aus. Es befindet sich ein Aufstrich darin, eine Schokocreme und eine Marmelade. Alle drei esse ich täglich zum Frühstück, dazu rohes Gemüse, Sprossen und frisch gebackenes Brot. Ich koche täglich Kleinigkeiten, pimpe die Reste folgetags auf, so dass etwas gänzlich anderes dabei entsteht, und mache dadurch vor allem keine Reste, die in den Müll wandern. Es klingt komisch, aber zurückblickend war es nicht nur für die Umwelt ein guter Schritt, ohne Kühlschrank zu leben. Es hat mich entstresst – und mir die Angst gekommen, von mutiertem Frühstücksspeck irgendwann angefallen zu werden.

Bildquelle: https://pixabay.com/de/

Dieser Beitrag steht als Podcast zur Verfügung:

Dienstag, 13. März 2018

Daily Insta


Meine zweiwöchentlich erscheinende Kolumne gibt es jetzt auch als Podcast 😊 Einfach dem Link zum Blog in den Infos folgen. Viel Spaß 🤗 #greenblogger #kolumne #arnoldhaeltnach #podcast #zeitung #wetterau #café #novum

Rhabarberbarbara oder Wenn wir mehr Verpackung als Produkt erwerben

Kaugummis
Quelle: Stephanie Kässmayer
Manchmal muss ich schmunzeln, wenn ich durch die Supermärkte schlendere. Dem Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, Dinge zu verpacken, die andere dann auspacken dürfen. Menschen lieben es, Sachen auszupacken. Das erklärt, warum unboxing ein so beliebter Hashtag auf allen Kanälen ist. Und was wir nicht alles auspacken! Manches davon verstehe ich noch. Ein Kaugummi ist einzeln verpackt, damit wir anderen einen anbieten können, ohne dass deren Hände sie kontaminieren. Wenn der Hersteller viele davon zu einem günstigeren Preis anbieten möchte, packt er die vielen einzeln verpackten Kaugummis in ihrer Zehnerpackung zu zwanzig Stück in eine Großverpackung. Da er dem Händler natürlich nicht nur eine Großverpackung mit zwanzig Verpackungen von zehn verpackten Kaugummis verkaufen will, bietet er eine Verpackung mit zwölf Großverpackungen von je 20 Verpackungen von je zehn einzeln verpackten Kaugummis auf einer mit Folie umschlagenen Euro-Pallette an. Warum ich schmunzele? Weil es mich an die Rhabarberbarbarabarbarbaren erinnert, die in der Rhabarberbarbarabar Rhabarberbarbaras Rhababerkuchen essen. Wir satteln so lange noch eine Verpackung drauf, bis wir es endlich geschafft haben, die Entsprechung eines Zungenbrechers in Müll statt in Worten zu erschaffen und mehr Verpackung zu kaufen als vom Produkt selbst. Je mehr ich mich damit beschäftige, desto seltener schmunzele ich allerdings. Ich möchte hier ein paar Beispiele aufführen, bei denen ich mit offenem Mund vor dem Regal stehe. Das erschwert das Schmunzeln deutlich. Probieren Sie das einmal! Mit einem O des Erstaunens im Gesicht, ist es tatsächlich unmöglich zu lächeln.

Hartgekochte Eier in Plastikverpackung
Quelle: Stuttgarter Zeitung
Hier kommen die Top drei der Dinge, die mich hinderten zu schmunzeln: Den dritten Platz hat das geschälte hartgekochte Ei, das uns nun in der Osterzeit wieder begegnen wird. Es befindet sich in einer Plastikverpackung mit einem kleinen Tütchen Salz. Mal ganz ehrlich, wer es schafft, ein Ei aus dem Plastik zu friemeln, schafft es doch auch, es aus der Schale zu pellen. Ohne Kalkschale ist es zudem ungeschützt, weshalb eine Schutzatmosphäre in der Plastikverpackung geschaffen werden muss, indem Stickstoff hineingepumpt, bevor es luftdichtverschlossen wird.

Orange in Plastikverpackung
Quelle: Twitter Nathalie Gordon
Platz zwei hält die geschälte Orange in der Plastikverpackung. Die Verletzungsgefahr sinkt zwar, da sich niemand mehr die ätherischen Öle der Schale beim Lösen vom Fruchtfleisch ins Auge spritzt. Allerdings entgeht einem auch der Geruch im ganzen Raum, der sich noch so lange hält, dass selbst eine Stunde später ein Hinzukommender weihnachtliche Gefühle entwickelt und zwar noch weit vor dem Lebkuchenveraufsstart im September. Reicht es nicht, dass viele Kinder nicht mehr wissen, wo die Milch herkommt? Müssen Kinder zukünftig auch noch unschlüssig vor Orangen in Schale stehen, nicht wissend, ob man sie essen oder damit im Sport aufeinander werfen soll?

Coca-Cola-Dose in Plastikverpackung
Quelle: keptelenseg.hu
Platz eins hält eindeutig die Coca-Cola-Dose in der hygienischen Plastikschale. Natürlich möchte man seine Lippen nicht an etwas heranführen, woran ein Schelm welchen kontaminierenden Schabernack auch immer getrieben haben mag, aber würde es nicht reichen, ein Glas zu nutzen, statt direkt aus der Dose zu trinken?





Live habe ich die Plätze zwei und eins hierzulande zum Glück noch nicht gesehen, doch das Ei ist ein gefährlicher Wegbereiter. Wenn es soweit ist, dann, habe ich mir geschworen, werde ich Rhabarberbarbarabarbarbar und esse nur noch unverpackten Rhababerkuchen in Rhabarberbarbaras Rhabarberbarbarabar.

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Dienstag, 28. Februar 2017

Car-to-throw oder Wenn wir Autos wie Kaffeebecher behandelten



"Ein Car-to-throw, bitte!", sage ich, als ich in einem Friedberger Autohaus stehe. „Car-to-throw? Sehr wohl!“, sagt der freundliche Mitarbeiter, der mir dazu einen Kaffee im Einweg-Becher anbietet. „Danke!“, sage ich, kaufe das Auto, fahre damit nachhause und lasse es vom lokalen Schrotthändler unmittelbar nach dem Parken abholen ... 

Das ist natürlich fiktiv, doch ist es auch undenkbar?

Ich bin Normalverdiener, und ich trinke gerne Kaffee. Möchte ich unterwegs einen Kaffee trinken, ist der übliche Weg der, in eine Bäckerei zu gehen, wo mir der Vollautomat frisch gebrüht jeden Wunsch erfüllt. Unser Bruttojahresgehalt lag letztes Jahr bei 41.000 Euro im Schnitt, während der Becher für meinen Kaffee unterwegs ca. vier Cent kostet, bei einem Coffee-to-go pro Arbeitstag 88 Cent im Monat. Lächerlich? Vielleicht nur eine Frage der Relation.

7,6 Millionen Euro verdiente beispielsweise der Daimler-Chef im letzten Jahr. Sicherlich trinkt er auch unterwegs mal einen Kaffee. Doch was wäre, wenn er mit Autos ebenso umginge, wie mit Kaffeebechern? Er könnte es sich zumindest leisten. Unglaublich? Stimmt! Doch sich zu jedem Geburtstag einen Bajaj Qute zu kaufen - das ist das günstigste Auto der Welt, sozusagen das automobile Pendant eines Pappbechers -, um ihn nach dem Parken wegzu¬werfen, kostete ihn in Relation ebenso lächerlich wenig wie uns Normalverdiener die Menge monatlicher Einmalbecher. Es gäbe vermutlich einen Aufschrei, würde bekannt, dass er sich regelmäßig ein Car-to-throw gönnte. Selbst unter Mercedes-Fahrern. Natürlich käme kein Top-Manager auf diese Idee, doch, so absurd sie uns allen auch erscheinen mag, relativ gesehen ist sie nicht weniger undenkbar, wie täglich Kaffeebecher wegzuwerfen. 

Der Aufschrei bei dem astronomischen bundesweiten Verbrauch von Coffee-to-go-Bechern ist derzeit noch leise – die täglich in Deutschland weggeworfene Becherzahl entspricht übrigens zufälligerweise dem oben genannten Managergehalt in Euro -, und das obwohl die ökologischen Kosten pro Becher weit höher liegen als bei 4 Cent. Nicht eingerechnet sind beispielsweise die klimatischen Folgen der CO2-Emissionen bei Herstellung und Entsorgung und die Ressourcenverluste, da die Becher in der Regel im öffentlichen Restmüll landen und verbrannt statt recycelt werden. Die Kosten sind kaum bezifferbar, doch augenscheinlich sind sie so viel höher, dass es sich ein Topmanager vermutlich sogar leisten könnte, einen Mercedes Benz nach der ersten Fahrt wegzuwerfen. Einen kleinen zumindest. 

Auch Bioplastik-Recyclingbecher anzubieten, hilft nichts, denn zur Herstellung des Bioplastik der Innenbeschichtung und des Deckels wird Mais verwandt, dessen Anbau weitere Umweltkosten mit sich bringt, beispielsweise durch die zusätzliche Einbringung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln in die Natur und durch den Landraub zur Neugewinnung von Anbauflächen. Ganz davon abgesehen, dass ein Nahrungsmittel für einen Wegwerfartikel mit 15 Minuten Nutzungszeit verschwendet wird. Mit anderen Worten: Ob das Car-to-throw eine Mercedes Benz B-Klasse mit Diesel- oder Erdgasantrieb ist, ist dem Schrotthändler egal! 

Natürlich würde der Daimler-Chef nie einen Mercedes wegwerfen und hoffentlich auch keinen Bajaj Qute. Doch sollte die Fiktion eines Tages Realität werden, habe ich einen Vorschlag: Wir treffen uns in von den Schrottpressen der Welt geretteten Car-to-throws im Autokino und prosten uns mit unseren zuhause zubereiteten Kaffees aus Mehrweg-Edelstahlbechern zu. Prost! Kaffee macht wach!

Bildquelle: motopage.ru

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