Posts mit dem Label Lyrikecke werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lyrikecke werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 23. März 2016

Prokrastination

https://www.spreadshirt.de/
Pause könnte ich mal machen
Richtig so mit Tee und Buch.
Oder ordnen all die Sachen,
Krempel, den ich öfter such.

Reisen sollte ich mal wieder!
And’rerseits wollt ich was tun!
Später, muss erst mal die Flieder-
Töpfe rasch bewässern nun.

Izto aber flott zu Werke!
Nur noch schnell ins Internet.
Auf dem Handy, oh, ich merke
Tausend Threats im Facebookchat.

Immer, wenn ich Arbeit sichte,
Ordnen sich die Ziele neu.
Nicht mal schaffe ich Gedichte

… oh, Kaffee, wie ich mich freu!

Montag, 20. April 2015

Kleingärtnerwelten

Preußisch akkurat geschnitten
Steht Halm an Halm in Reih und Glied
Der deutsche Rasen, und inmitten
Schwarz-rot-gold die Fahne weht,
bezeugend, dass dies Ordnungsfeld
Mit deutscher Gründlichkeit bestellt.

Dann weht ein Samen aus der Fremde
Durch ein Loch im Maschendraht
Und unentdeckt von Gärtnerhänden
Gedeiht ganz frech die Unkrautsaat,
Die sonst sofort herausgerissen
Und aus dem Garten ausgewiesen.

Gezackte Blätter schlagen aus,
Und Stören deutsches Halmewogen
Und der Gärtner bellt hinaus
Dass gänzlich überzogen
Von buntbelumten Pflanzenarten
bald der einheitsgrüne Vorschriftsgarten.

Dann kommt sein Enkel ihm zur Seite
Schaut, kinderäuglich leuchtend rein,
Der Pflanzenvielfalt volle Breite.
Wie schön und bunt die Blumen sei’n,
sagt er mit Freude in der Stimme
Und mithin vergeht das Schlimme,

Das er gärtnernd in dem Fremden sah.
Es sinkt der Unkrautstecher nieder
Und Enkelchen nimmt Großpapa
Und zeigt ihm endlich wieder
Was ihm als Kind selbst in den Augen stand:
Da gab es für ihn keine Rasen, 
nur blütenbuntes weites Land.








Mittwoch, 24. Dezember 2014

Einfach mal weihnachten

Einfach mal morgens an Heilig Abend in die Stadt
Einfach mal raus
In die Kälte
Und nicht beschweren, dass kein Schnee liegt
Einfach mal freuen, dass du raus kannst

Einfach mal jeden grüßen, ein frohes Fest wünschen
Einfach mal dabei lächeln
Jede und Jeden anlächeln
Und nicht drüber ärgern, wenn jemand nicht zurück grüßt
Einfach mal sich über die freuen, die zurücklächeln

Einfach mal Weihnachtsgeschenke im Städtchen kaufen, am letzten Tag
Einfach mal ungestresst sein
Über die Menschen freuen, die du triffst
Über die, die mit dir einkaufen
Einfach mal einkaufen, weil man will, nicht muss

Einfach mal im Laden nach dem Bezahlen Danke sagen
Einfach mal Lächeln
Ein frohes Fest wünschen
Denen, die dir am letzten Tag zu Diensten sind
Einfach mal direkt Danke sagen, stellvertretend für den Verpacker im Versandhandel, der  es nie hören wird

Einfach mal Bettlern Geld in den Hut legen
Einfach mal kein Rotgeld loswerden, sondern Zwei-Euro-Stücke schenken
Weil es nicht darum geht, Kleingeld loszuwerden
Sondern glücklich zu machen
Einfach mal so einen Zehner so loswerden - du bekommst viel mehr zurück

Einfach mal die Träne nicht wegwischen und seufzen
Einfach mal gerührt sein
Über echte Freude
Über aufrichtige Dankbarkeit, weil
Einfach jemand noch in der Lage ist, sich über Einfachheit zu freuen - über Zwei Euro

Einfach mal den perfekten Baum absichtlich nicht kaufen
Einfach mal Makel zulassen
Sich freuen, dass jemand nun
Deinen perfekten Baum im Wohnzimmer stehen hat
Einfach mal selbstlos sein, ohne dass es jemand merkt

Einfach mal alles richtig bunt und leuchtend schmücken
Einfach mal wieder wie ein Kind fühlen
Sich erinnern wie es war
Als leuchtende Augenpaare in goldenen Kugeln zurückleuchteten
Einfach mal Kind sein und erinnernd und lächelnd zum Kamin schauen

Einfach mal Geschenke nicht nach dem Wert bemessen
Einfach mal darin erkennen,
Dass jemand an dich denkt,
Dass du jemandem wert bist
Einfach mal nicht den Marktwert mit deinem Wert verwechseln

Einfach mal an Heiligabend gemeinsam am Tisch sitzen
Einfach mal nicht an die Arbeit denken
Gesellschaft genießen
Freunde und Familie genießen
Einfach mal zusammen sein und im Augenblick sein.

Einfach mal Essen nicht Essen, sondern Festessen werden lassen
Einfach mal genießen
Nicht an die Waage denken
Nicht an den Sport denken
Einfach mal Essen fühlen, nicht am Bauch, sondern in der Seele.

Einfach mal „Last Christmas“ hören, ohne zu stöhnen
Einfach mal mitsingen
Weil du doch den Text kennst
Und im Grunde du doch irgendwie erwartest es im Radio zu hören
Einfach mal nicht meckern, sondern dein Herz jemand ganz Speziellen geben

Einfach mal abends mit vollem Bauch einschlafen
Einfach mal lächelnd
An deine Liebste geschmiegt
An deinen Liebsten geschmiegt
Einfach mal auf zwei weitere Tage freuen und einfach mal – weihnachten!




Samstag, 29. Juni 2013

Fisch in Tempora

Fiffi war ein schöner Fisch,
War Rot und Gold gescheckt.
Morgens brachte er zu Tisch
Die Zeitung und gedeckt
War er zumeist dann auch.
Ich graulte seinen Bauch.

Heute Morgen lag er tot
In seinem Wasserglas.
Meine Augen tränten rot,
Worüber ich vergaß,
Das Frühstück selbst zu machen,
Zeitung holen und solch Sachen.

Kein Bild, das von ihm blieb.
Kein Foto mich erinnert,
Wie er einst im Wasser trieb,
Walgesänge wimmernd.
Doch gab es da nicht doch mal eins?
Ein Smartphoneschuss von Onkel Heinz?

Er hatte es per Mail versandt.
Das war vor zwei drei Jahren.
Wer hat so alte Mails zur Hand?
Würd’ Mails so lang verwahren?
Es verblasst mein armer Fisch.
War Fiffi rot, gelb-gold mit Stich?

Dann beim Frühstück,- Seite eins,
Daten sind en masse gespeichert.
Das Foto Heinz’ ist bald schon meins
Mit meinen Emails angereichert.
GCHQ, NSA?*

Gibt’s Fiffi noch in Tempora?













* Buchstaben in deutsch lesen

Dienstag, 25. Juni 2013

Neuland



Neuland
Unendliche Weiten
Neuland
Fremde Gezeiten
Neuland
Am Himmel ein Stern
Neuland
So nah und doch fern

Neuland
Netz ohne Maschen
Neuland
Blicke erhaschen
Neuland
Seit 69 bekannt
Neuland
Seit 84 im Land

Neuland
Für’s Kanzlerinamt
Neuland
Neuland
Neuland
Unverstanden
oder
Unverstand?

Montag, 24. Dezember 2012

Ein Weihnachtsgedicht aus kalten toten Händen

Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit,
im Winter, wenn es schneit,
lädt einer die Gewehre
und führt sie, zum Schuss bereit,
dem Christkindlein zur Ehre,
hinaus in unsere weiße Welt.

Er geht in einen Kindergarten,
wo Muttilein am Arm ihr Söhnlein hält
und Väter auf die Töchter warten,
und lauscht des Kinderglücks laut Hallen.

Er sieht ihre süßen Mäntlein rot
und lässt Schüsse in die Menge schallen.
Ein, zwei Dutzend liegen vor ihm tot,
und Engelshaar muss sich am Boden wallen.

Das hätten wir verhindern können,
wenn durch Santas Hände nur nicht Rentier-Zügel,
sondern 50er-Geschosse rönnen.

Wenn nicht Myrre, Gold und Weihrauch,
an den Händen unsres Christus klebten,
sondern heißer, guter Pulverschmauch.

Wenn Knecht Ruprecht keine Rute an
seinem roten Rocke trüge,
sondern eine schussbereite Gatling Gun.

Wenn Nikolaus nicht eine Mitra trüg zum Feste,
sondern eine tarngefärbte Kevlar-Weste.

Den bösen Mann mit einer Waffe kann
Nur ein Guter, voll bewaffnet, stoppen.

Wer könnte besser als der Weihnachtsmann
mit seinen Helfern Schuss um Schuss entlocken,
um uns Frieden und Besinnlichkeit zu geben
sowie Hoffnung auf ein langes Leben.

Ein frohes Fest und schönes neues Jahr,
wünscht herzlichst Ihre NRA

Freitag, 24. August 2012

Das letzte Wehen

Ein Blatt weht einsam durch den Gang
von seinem Baum im Sturm verlassen.
Der Wind treibt es den Weg entlang
hinfort von bunt belaubten Gassen.

Es zieht hinab in einen Schacht
das Blatt das Vakuum der Leere.
Es trocknet dabei, wünscht sich, ach,
dass es noch fest am Baume wäre.

An Schachtes Boden ist ein Gleis,
zu dem den letzten Zug man sendet,
von dem das bleiche Blatt wohl weiß,
dass auch das schlimme Weh'n dort endet.

Es findet dort ersehnte Rast
von fremdbestimmtem Windestreiben,
als Eisenrädern schwere Last
zu feinem Staub es drauf zerreiben.

Donnerstag, 9. August 2012

Die Wahrheit über den Froschkönig

In meiner Serie "Märchen wie sie wirklich enden!" nun der vierte Teil: Die Wahrheit über den Froschkönig


Ein Frosch dereinst im tiefen Brunnen
lebte einsam vor sich hin.
Fade war’s, bis erst ein Summen,
dann ein Pfeifen ihm kam in den Sinn.

Verwundert sah das Tier nach oben,
blies auf zum Quaak den grünen Kropf,
als goldne Funken zu ihm stoben
und eine Kugel ihm fiel auf den Kopf

Weinend rief ein Frauenzimmer:
„Meine Kugel ist auf immer fort!“,
und das Weinen wurde schlimmer,
bis der Frosch kam hoch vom Schadensort.

Er schlug vor, wenn er sie hebe,
ihre Kugel, ganz aus Gold,
so sollt’ fortan er bei ihr leben,
und die Prinzessin ihm sei ewig hold.

Des Königs Tochter tat ein Nicken,
und der Frosch sprang rein ins Nass.
Ließ bald drauf sich wieder blicken,
und auch dem König kam’s zu pass.

Sein Name war Henry* der Dritte,
und Gäste hatt’ er zum Bankett.
Ein Frosch mit Schenkel, wie’s ist Sitte,
Fehlte ihm noch zum Büffett**.

Heute sitzt mit fehl’nden Beinen
der Frosch ganz still am Brunnenrand,
und vergönnt, dass man die Seinen,
auf dem Fest sehr lecker fand.

Und die Moral von der Geschicht:
Find’st du ne Kugel, heb sie nicht!


* französisch auszusprechen
** nicht französisch, sondern wie man's schreibt auszusprechen; selbst, wenn man es so nicht schreibt, und mit einem zweiten t und  sowie einfach so, dass es sich auf Bankett reimt. So!

Samstag, 31. Dezember 2011

Alle Jahre wieder: Mein schwerer Weg zum Vorsatz

Der Silvestermorgen ist nicht schwer,
zwar eil ich eilends hin und her,
um den Abend zu bereiten,
doch im Grunde ist er leicht,
da die Zeit bis abends reicht.

Gegen Mittag wird es schwerer,
und die Champagnerflöten leer und leerer;
ich will ja schließlich wissen,
wie gut wir abends trinken müssen.
Immer schwerer werden meine Sätze
und hetziger das Gute-Vorsatz-Find-Gehetze.

Am frühen Abend hab ich dann,
was ich noch an Sätzen bilden kann,
in ebensolche fast verfasst,
und manche davon hätte ich fast
in vergang’nen Jahren schon erfüllt,
doch war ich meist schnell ungewillt.

Im Laufe der beschwingten Abendstunden
sind die meisten dann gefunden:
Ab nächstem Jahr will ich nicht rauchen,
mehr Sport (des Reimes wegen: Tauchen)
treiben, und nicht viel trinken,
auch mein Kontostand soll nicht mehr sinken.

Punkt zwölf stoß ich drauf an,
versprech‘ den Sternen, dass ich‘s kann,
und starte vorsätzlich ins neue Jahr,
das schon jetzt -aus künft’ger Sicht- viel besser war,
als das letzte wohl gewesen ist,
wenn man’s am Erfüllungsgrad der Vorsätz‘ misst.

Nach zwölf ist dann wohl was geschehen,
denn aus neujährlicher Sicht gesehen,
fehlen mir gut 13 Stunden,
und bis ich nicht zumindest 12 davon gefunden,
bleib ich besser noch im Bett;
das findet auch mein Kopf ganz nett.

Am Neujahrsabend werd‘ ich wach,
jedes Flüstern ist ein Heidenkrach.
Ich zünde erst mal eine Zigarette,
weil ich nur so das Neujahr rette,
und beim ersten Zuge fällt mir ein:
Zum Tauchen braucht man einen Schein.*

Nächstes Jahr kann ich nur hoffen,
bin ich nicht so vorsätzlich besoffen,
und starte nüchtern in das neue Jahr,
und d’rüber grübelnd wird mir klar,
nur ein Vorsatz bleibt in meiner Hand:
Mein fürchtenswerter Kontostand.






* So kann das denn kein Vorsatz sein
  und kam wohl nur zum Reim hier rein.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Elefanten tanzen nicht zur Weihnachtszeit

Elefantenherden drängen sich,
Rot und weiß mit Samt bemützt,
dicht an dicht in meiner Mitte.

Sie wollen tanzen,
doch kein Raum für große Schritte:
Sie reiben sich an meiner prallen Hülle!

Drei Tage, voll am Stück,
wogte ich von Mahl zu Mahl.
Für 12 gekocht, zu sechst gegessen!

Elefantenherden in mir drinnen,
Elefantenherden in uns allen,
sie hören auf den Namen Kalorie.

Ob in Afrika,
wo Elefanten tanzen sollen,
nur einer tanzt zu dieser Melodie?



Donnerstag, 15. Dezember 2011

wurm drinnen

Ein vor einigen Wochen entstandener Versuch, sich moderner Lyrik zu nähern:


Wurm drinnen

starrsinn nährt den mageren wurm 
während er noch leise lauert 
doch fett geworden 
dringt er ein 
frisst auf was war 
zerdrückt was ist 
verdrängt was wäre 
denn die samba-trommeln im inneren  
kommen aus dem takt 
wenn fade würmer  
durchs rote fleisch mäandern 
und die gerissenen wunden 
der wurmarmada raum schenken 
und alte schwüre 
einst auf heißen wellen getragen 
sich zu ausscheidungen 
leb- und inhaltslos 
mit dem geschmack von ende 
wandeln 



Mittwoch, 30. November 2011

Sekundenslammoderation

Nur kurze Zeit, bis er beginnt:
der erste Slam, die Zeit verrinnt.
Gespannte Blicke hin zur Tür,
Keiner kommt, - kann ich dafür
denn Gründe finden?
Mehr Gäste binden,
Werbung schalten,
Reden halten?

Endlich strömen Sie, - die Massen,
die g'rade so ins Cockpit passen.
Na, ja, - nicht ganz so voll,
doch für's erste Mal schon toll.
Dann ans Mikro, - moderieren,
so gut wie möglich durchlavieren,
die ersten auf die Bühne ordern,
Bewertungen von Gästen fordern.

Dann das Finale, der Applaus,
und wie im Rausch, ist's plötzlich aus.
Drei ganze Stunden wie Sekunden,
die Ohren und Augen verbunden.
Ist der Slam jetzt echt passiert? -
Ich hatte doch erst moderiert!
Und jetzt bin ich am Reste packen,
spür Endorphine in mir sacken.

Müde fahre ich nachhaus',
in den Ohren der Applaus.
Ich glaube, er war gut und laut
und der Slam gut aufgebaut.
Doch morgen muss ich jemand fragen,
- Ich selbst kann's gar nicht sagen,
wie mein erster Poetry Slam denn war.
Ich war nicht zugegen offenbar.

Montag, 10. Oktober 2011

Die ausgebliebene SMS

Sonst schriebst du mir am Morgen immer,
doch seit heute Morgen nimmer?
War das Frühstück denn so schlimm?
Ich sagte dir doch nimm,
das was dein Herz begehrt.
War das denn verkehrt?
Gut, den letzten Kaffee hatte ich,
auch die letzte Butter fiel an mich,
doch das ist eh nicht für die Herzen gut,
damit stockt doch nur das Blut,
und deines stockt gerade deshalb nicht,
so sehe ich's als meine Pflicht,
dich darauf hinzuweisen,
dass auch die gelierten Speisen,
die ich vor dir schnell vom Tisch weg aß,
und selbst den Rest Nutella nicht vergaß,
deinem Herzen nur geschadet hätten,
also lass uns doch jetzt wieder chatten.

Freitag, 23. September 2011

Kein Schmetterling

Ein Schmetterling warst du,
so zart in meinen Augen
mit weißen Flügeln voller Licht.
Nun schaue ich dir ratlos zu,
wie deine Zähne an mir saugen
und das letzte Bild von dir zerbricht.

Freitag, 2. September 2011

Eingeholt

Wenn Gelenke schmerzen,
wenn sie laufen sollen,
und Stiche im Herzen
jedes Saufen zollen.

Wenn Gedanken verschwinden,
wenn sie gerade noch waren,
und die Nächte mich schinden
mit großem Gebaren.

Wenn mich Haare verlassen,
wo sie grad erst grauten,
und Augen nicht fassen,
was sie grade noch schauten.

Wenn Ohren nicht hören,
was eben noch laut,
und Dinge mich stören,
die ich täglich geschaut.

Dann weiß ich zu sein,
in des Tunnels Schein,
wo des Alters Schatten
mich erwartet hatten.


Montag, 22. August 2011

Die Stechmücke und Darwins "Survival of the fittest"

Ich schließe meine Augen,
und schon kommst du aus dem Versteck,
um mir das Blut vom Hals zu saugen.
Ich jucke mich, bis ich verreck.

Freitag, 12. August 2011

Stumm vor deinem Grabe

Ich stehe stumm vor deinem Grabe.
Dein Leib wird leis hinabgesenkt.
Was mir bleibt, was ich noch habe,
seit du genommen, kaum geschenkt,

Samstag, 23. Juli 2011

Für den König (1. Teil + Teil 2 -neu-)

Durchschreit ich dunkler Wälder düstre Pfade,
trag ich am Stahle, der in festen Händen,
fast gleichsam schwer wie ich mit Angst belade

Mittwoch, 8. Juni 2011

Ende der Regenzeit

Wolken ziehen über mir zusammen und
tauchen meine Welt in Dunkelheit.
Geblitz und Donner geben lautstark kund,
es beginnt die Zeit der Traurigkeit.
Gesichter einsam schaun zum Fenster raus,
denn keine Sonne zieht sie außer Haus.