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Samstag, 20. Dezember 2025

Überraschungsauftritt beim Saisonfinale in Friedberg


Heimspiel im Theater Altes Hallenbad

Heute war das Saisonfinale von Poetry Slam Wetterau angesagt. Eigentlich war ich ja mit meinen Mädels und Jungs vom HELDEN Theater e. V. für Kasse, Einlass und Theke eingeplant sowie für die Pressearbeit. Durch die kurzfristige Erkrankung eines Poeten, wurde ich eine viertel Stunde vor Einlass nachnominiert. Ein toller Abend im Wechsel zwischen hinter der Theke, auf der Bühne und mit der Kamera am Geländer der Galerie. Es moderierten Domi Rinkart und Thorsten Zeller, der auch den Bücherstand betreut hatte. Mit mir im Line-up waren Aileen Schneider, Lenny Felling und Tim Kuppler
Weitere acht Termine habe ich schon vereinbart. Vielleicht sehen wir uns.





Finalisten der Saison 2025 in der Wetterau
Domi Rinkart, Aileen Schneider, Lenny Felling, Tim Kuppler,
Andreas Arnold, Thorsten Zeller (von links nach rechts)


Donnerstag, 3. Oktober 2024

Live-Podcast am 19.10.2024 in Friedberg

***FÄLLT LEIDER AUS ***

Am Samstag, den 19. Oktober, ab 19:00 Uhr, findet ihr uns im Aktionsraum "Des Kaisers nachhaltige Kleider" in der Kaiserstraße 13 in Friedberg. Wir werden mit euch zwei Folgen unseres Podcast live aufnehmen.

Schaut vorbei. Es wird informativ, lustig und unterhaltsam zugleich. Der Eintritt ist frei. Reserviert euch Tickets - dann habt ihr einen Sitzplatz. Bei ausverkauften Tickets sind Stehplätze vorhanden.

Karten könnt ihr über den YES-Ticket-Account meines Theatervereins reservieren, der mich freundlicherweise unterstützt 😀



Sonntag, 16. Oktober 2022

Ich spiele in Harold Pinters "Der stumme Diener"

Claudia Lieb (Souffleurin), Burkhard Struve (Gus), Andreas Arnold (Ben)

Am ersten Novemberwochenende ist es soweit. Nach drei Jahren werde ich wieder auf der Bühne und nicht vor der Bühne, wie zuletzt mit meiner Regiearbeit zu "Fionrirs Reise", zu sehen sein. Zusammen mit Burkhard Struve spiele ich in Harold Pinters "Der stumme Diener". 

Pinter erzählt in dem einstündigen Einakter die Geschichte von Ben und Gus, zwei Killern, die im Keller eines vermeintlich stillgelegten Cafés auf ihren Auftrag warten. Während ein Speisenaufzug, ein sogenannter "stummer Diener", sie mit Bestellungen an die augenscheinlich einmal im Keller befindliche Küche irritiert, spitzt sich die Lage zwischen den beiden immer weiter zu. Absurdes Theater vom Feinsten!

Burkhard Struve (Gus), Andreas Arnold (Ben)

Als zweiten Einakter spielt unser HELDEN Theater e. V. „Auf hoher See“ vom polnischen Dramatiker Slawomir Mrozek, so dass wir am Aufführungswochenende im Theater Altes Hallenbad in Friedberg drei nachmittag- bzw. abendfüllende Veranstaltungen anbieten können. Karten für Samstag, den 5.11.2022, 15:30 Uhr und 19:30 Uhr, und Sonntag, 15:30 Uhr, gibt es im Ticket-Shop-Friedberg. Zwei Theaterstücke zum Preis von einem.



Samstag, 1. Oktober 2022

Kultur auf der Spur - Vortrag über Minimalismus im Alltag

Am Montag, dem 3. Oktober 2022 bin ich im Rahmen der Reihe "Kultur auf der Spur" eingeladen, einen Vortrag über Minimalismus im Alltag zu halten. Ich freue mich schon.

Kommt doch auch vorbei. Los geht es um 19:30 Uhr im Bibliothekszentrum Klosterbau (Augustiner Gasse 8, 61169 Friedberg). Eintritt an der Abendkasse: 7 €, Mitglieder: 5 €, Schüler*innen und Auszubildende: 2 €




Sonntag, 11. Oktober 2020

Es werde Dunkel

Es werde Dunkel

Am 19. September war der Sprich-wie-ein-Pirat-Tag. Harr! Piraten orientierten sich bei der Seefahrt an den Sternen. Das hat mich bewogen, meine Dachterrasse zum Piratenschiff umzuwidmen und die Navigation durch Friedberg zu starten. Den Polarstern und die Venus konnte ich erkennen. Ein anderer vermeintlich entdeckter Stern hätte zu einer Fehlnavigation geführt. Er hatte plötzlich zu blinken begonnen und war in Richtung Frankfurt abgezogen. Dann hatte ich mir die „Verlust der Nacht“-App runtergeladen und mich auf die Suche gemacht. Tatsächlich ist das Firmament so von Straßen- Geschäfts- und Gebäudebeleuchtung überstrahlt, dass nur ein wenig beeindruckender Teil der eigentlich sichtbaren Sterne trotz klarem Nachthimmel erkennbar war. Das finde ich nicht nur als erster selbsternannter, aber pazifistischer Pirat Friedbergs mit glücklicherweise stationärem, nicht navigationspflichtigem Schiff schade. 

Als ich recherchierte, wie viel Energie wir für Beleuchtung aufwenden, stoße ich auf ein etwas älteres Papier des NABU, demnach in Deutschland jährlich bis zu 4 Mrd. kWh an Strom für die Beleuchtung von Straßen, Plätzen und Brücken verbraucht werden. Könnte man das reduzieren, ohne das Sicherheitsgefühl negativ zu beeinflussen? Aus meiner Schulzeit erinnere ich mich daran, dass mein Kunstlehrer gesagt hatte, dass die Restlichtverstärkung des menschlichen Auges nur wenig Zeit brauche, um im vermeintlich Dunklen nahezu taghell zu sehen. Eine halbe Stunde die Augen im Dunkel geöffnet, und ich erkenne zumindest alles, was mir zuvor noch verborgen geblieben war. Probiert es aus! Müsste es da nicht ausreichen, die Außenbeleuchtung mit nur halb so viel Lumen wirken zu lassen? Kuechly et al haben in der Studie „Changes in outdoor lighting in Germany from 2012-2016“ über Satelliten festgestellt, dass die wirtschaftsstarken Bundesländer jährlich um 3-4 Prozent heller wurden. Das liegt einerseits an den LED-Leuchten, die bei verringertem Stromverbrauch helleres Licht produzieren, aber auch am Rebound-Effekt: „Wenn wir mit LEDs Geld sparen und zudem ökologischer sind, dann können wir auch mehr Lampen einsetzen!“ 

Nicht nur Piraten haben es mit so viel Störlicht schwer. Insekten werden angezogen, und selbst wenn sie nicht an heißen Glühlampen verenden, dann kreisen sie solange um die LEDs, bis sie ihren eigentlichen Grund herumzufliegen vergessen haben: Für Nahrung zu sorgen. Auch das kann einer der Gründe sein, weshalb wir im Sommer kaum mehr Windschutzscheiben von Insekten befreien müssen. So lästig das vor Jahren auch war, aber mit den Augen zum Himmel fragen wir uns, ob wir alleine hier sind, während wir am Boden alles tun, dass wir es irgendwann sein werden. Auch Wirbeltiere beeinflusst das Licht. Nur bei Dunkelheit wird das schlafregulierende Hormon Melatonin ausgeschüttet. Beim Menschen liegt die Empfindlichkeitsschwelle bei sechs Lux. Mit einer Luxmeter-App auf dem Smartphone habe ich um zehn Uhr nachts den Test gemacht. Je nach Straße und Schaufenster waren auch in Friedberg Werte bis zu zehn Lux gegeben. Nicht von ungefähr boomt der Markt mit Melatonin- und anderen schlaffördernden Tabletten. Bei Nagern liegt die Schwelle übrigens schon bei 0,03, bei Fischen bei 0,01 Lux, und die können keine Apotheke aufsuchen. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind noch nicht hinreichend erforscht, doch ohne Fische keine Seefahrt und ohne Seefahrt keine Piraten – auch nicht in Friedberg. Das wäre nicht nur schade für Francis Drake, Jean Lafitte und Kollegen. Harr!

Montag, 14. Oktober 2019

Erste Friedberger Kulturnacht ein voller Erfolg

Erste Friedberger Kulturnacht ein voller Erfolg
Samstagabend fand die erste Friedberger Kulturnacht statt. 24 Veranstaltungen an 19 ausgewählten Orten zwischen Bahnhof und Burg. Ich selbst durfte im Adolfsturm der Burg drei Slots füllen, habe erst für Kinder aus Fionrirs Reise und dann zweimal für Erwachsene eine Auswahl meiner Gruselgeschichten gelesen. Alle Lesungen waren voll besetzt und zwischendurch hatte ich sogar Stehgäste - kein Wunder bei dieser Unmenge an Menschen, die der Friedberger Kulturrat ins Städtchen gezogen hat. Großartige Leistung, die definitiv nach einer Wiederholung schreit 😃
Danke an den Friedberger Geschichtsverein für die Einladung und die gute Betreuung an dieser schönen und außergewöhnlichen Lesestätte 👍

Freitag, 18. Januar 2019

Donnerstag, 7. Juni 2018

Umsonstladen Friedberg hat wieder ein Ladenlokal


Dienstag hatte ich die Freude, bei der feierlichen Eröffnung des neuen Umsonstladens in Friedberg dabei sein zu dürfen. Im letzten Winter mussten die Ehrenamtlichen des Internationalen Zentrums, die ihn bis dahin im Gewölbekeller des alten Rathauses in der Bismarckstraße betrieben hatten, leider schließen – er war so hochfrequentiert, dass die nicht vorhandene zweite Fluchttür leider zum Hindernis wurde. Dieses Problem dürfte die neue Bleibe in der Engelsgasse 21, direkt unter dem Parteibüro der Grünen, nicht haben. Die drei Räume wirken groß, aufgeräumt und laden zum Stöbern ein. Beinahe war ich versucht, mir etwas mitzunehmen, und das, obwohl ich mich doch eigentlich weiter reduzieren möchte. Ich denke, das spricht für sich. Wahrscheinlich waren es das leckere Catering mit Genüssen aus zig Nationen, das die Betreiber bereitgestellt haben, die tolle Musik, mit der uns Herbert und Eva Knihs unterhalten hatten, und die zahlreichen guten Gespräche, die ich am Abend der Eröffnung führen durfte, die mich letztlich davon abgehalten hatten. Ich könnte mir jedoch vorstellen, nochmal heimlich zurückzukehren, um dennoch eine dieser Wandlampen mitzunehmen. Dann schaut das Kabel nicht mehr lose aus meiner Flurwand.



Ein Kostenlosladen, Umsonstladen, Kost-Nix-Laden, Schenkladen oder - welcher Name auch immer genutzt werden mag – ist schnell erklärt. Wer ungenutzte Gegenstände zuhause hat, die andere gebrauchen könnten, gibt sie dort ab. Menschen, die etwas suchen, werden dort fündig. Das Ganze ist nicht an den Nachweis einer Bedürftigkeit gekoppelt. Es geht darum, sich den vorhandenen, ungenutzten Ressourcen in unseren Haushalten bewusst zu werden, sich klar darüber zu werden, nicht neu produzieren lassen zu müssen, was anderenorts bereits auf einen Nutzer wartet, aber vor allem bietet das Konzept die riesige, in unserer Gesellschaft ungewohnte Erfahrung, etwas anlass- und gegenleistungsfrei geschenkt zu bekommen. Von Elektrogeräten, über Geschirr und Bettzeug bis hin zu Büchern und Brettspielen ist vieles zu haben, und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Offiziell öffnet der Umsonstladen am 9. Juni 2018 seine Pforten und ist ab dann jeden Samstag, zwischen zehn und zwölf Uhr, besetzt. Noch ist das Lager voll, wie ich Dienstag erfahren konnte, sodass Neues erst wieder im Juli angenommen wird, wenn auch mittwochs, zwischen vier und sechs, wieder geöffnet wird. Wer den Laden unterstützen möchte, kann mit einer kleinen Spende, die die Ladenmiete finanziert, Pate werden (http://www.umsonstladen-friedberg.de/Patenschaft.pdf). Ich werde ihn jedenfalls rege nutzen. Nicht nur, um das eine oder andere an Frau und Mann zu bringen, das bei mir verstaubt. Auch die Wandlampe muss sein.



Umsonstladen Friedberg
Engelsgasse 21
61169 Friedberg
Telefonnummer: 0 15 25 / 19 14 131
http://www.umsonstladen-friedberg.de/

In der Wetterau gibt es übrigens noch zwei weitere: Den Umsonstladen von Wetterausicht in Bingenheim (Hinterhof der Raunstr. 61, 61209 Bingenheim, https://www.wetterausicht.de/umsonstladen/) und die Brauch-Bar in Büdingen (Bahnhofstraße 5, 63654 Büdingen, https://www.brauch-bar.de/). Auch sie sind für Unterstützung dankbar. Besucht sie!

Samstag, 12. Mai 2018

Daily Insta


Es war so schön, wir wollten gar nicht weg 🌞 Wir treffen uns übrigens jeden Samstag um zehn zum Kuchenfrühstück, falls jemand mal hinzustoßen mag 😊 #friedberghessen #elvispresleyplatz #marktplatz #kuchen #cake #muffins #Frühstück #breakfast #foodpics #foodie #heresmyfood #eeeeeats #feedfeed #vegan #veganism #whatveganseat #veganfood #bestofvegan #veganlife #veganeats #cleaneats #dairyfree #plantbased #veggie #vegansofig #vegandeutschland #vegansgermany #vegansofwetterau #wetterau #wetteraukreis

Sonntag, 29. April 2018

Müllfrei und Unverpackt einkaufen in Friedberg

Müllfrei und Unverpackt einkaufen in Friedberg
Müllfrei einzukaufen hat seine Grenzen. Obst und Gemüse lässt sich überwiegend unverpackt in den Supermärkten erwerben, spätestens jedoch an der Frischetheke endet der unverpackte Einkauf meist. Diese Lücke hat Tegut letzte Woche geschlossen und bietet seinen Kunden den Einkauf mittels mitgebrachter Behältnissen künftig auch dort an. Wie das funktioniert und ob das auch Schule bei den Mitbewerbern machen kann, haben wir vergangenen Samstag beispielhaft in Friedberg getestet.

Frau Schmidt vom tegut-Markt in der Fauerbacher Straße zeigt uns das Prozedere: Der Kunde platziert sein Behältnis auf einem Tablett, das ihm über die Theke gereicht wird. Mitsamt diesem messen die Mitarbeiter das Taragewicht und legen die gewünschten Waren hinein. Im Anschluss wird dem Kunden das Tablett zurückgereicht, der seine Box selbst verschließt, bevor er den Kassenbon aufgeklebt. Der Bereich hinter der Theke und die Mitarbeiter würden so zu keinem Zeitpunkt mit dem fremden Material in Kontakt kommen und eine Kontamination ausgeschlossen. Das Interesse sei hoch und bereits viele der ausliegenden Flyer mitgenommen worden.

Unser Weg führt uns weiter zum REWE-Markt im Krämer. Der Marktleiter Herr Decher berichtet uns, dass es in einigen Märkten auch solche Pilotprojekte gäbe. Er selbst würde sich natürlich freuen, wenn der Einkauf müllbefreiter würde und hofft, dass die Versuche, die unter anderem an Märkten in Frankfurt und Offenbach erfolgten, erfolgreich sein werden, so dass auch den kleineren Märkten ermöglicht würde, den Kunden diesen Service anzubieten. Bis dahin sei der Verkauf in mitgebrachten Behältnissen in seinem Markt leider nicht möglich. Immerhin gäbe es jedoch keine Plastiktüten mehr bei ihm.

Gleiches gilt für den EDEKA-Markt in der Straßheimer Straße, wo uns Besitzer Lars Koch empfängt. Er sieht es kritisch, auf diesem Wege plastikfrei einzukaufen. Auch bei EDEKA liefen Pilotprojekte, die das Problem jedoch technisch lösten. In einigen Märkten seien testweise Durchreichen installiert, über die die mitgebrachten Behältnisse mit Ozon behandelt würden, um Viren und Bakterien abzutöten. Diese Geräte seien in seinen Augen die einzig sichere Lösung, jedoch sehr kostenintensiv in der Anschaffung. Seinen Kunden biete er jedoch an, auf Wunsch die Ware nicht in eine zweite Plastiktüte verpacken zu lassen, so dass nur eine sehr dünnwandige Folie als Müll anfiele.

Im Bioladen Regenbogen an der Ecke Lindenstraße und  Taunusstraße begrüßen uns Diane Hinrichs und Thomas Friedrich. Dort gäbe es natürlich Kunden, die ökologisch einkaufen wollten. Die mitgebrachten Behältnisse dürften jedoch nicht in den Bereich hinter der Theke gelangen. 

Die letzte Testreise mit unserer mitgeführten Edelstahlbox führt uns an den Elvis-Presley-Platz, wo wir zunächst Metzgermeister Engel aus der gleichnamigen Metzgerei besuchen. Auch er erzählt uns von Kunden, die ihre Tupper-Dosen von zuhause mitbrächten. Auch Patric Dekic, der am Wochenmarkt an seinem Käsewagen bedient, habe viele Käseliebhaber, die so einkauften. Gut ein Viertel seiner Kunden brächte eigene Behältnisse mit. 

Müllfrei oder zumindest -reduziert einzukaufen, ist an Friedbergs Frischetheken offenbar nicht unmöglich – mit Ausnahmen und in ganz unterschiedlichen Komfortstufen. Solange die Boxen nicht über die Theke gereicht werden dürfen und das Taragewicht nicht gemessen werden kann, ist kein vernünftiges Geschäft zu machen, und wenn Unterlegpapiere und Einweghandschuhe in den Müll wandern müssen, nachdem mitgebrachte Boxen doch den Weg zur Waage gefunden haben, sind keine Ressourcen gespart. Der Weg Teguts scheint in dieser Hinsicht keinen offensichtlichen Haken zu haben.

Über 200 Kilogramm Verpackungsmüll fallen, laut Umweltbundesamt, jährlich pro Bundesbürger an – europäische Spitze. Tegut hat den Anfang an der Frischetheke gemacht, dem entgegen zu wirken. Auch ALDI und LIDL haben angekündigt, mehr lose Waren ins Programm zu nehmen. Ob und wann sich das in den Zahlen des Umweltbundesamtes niederschlägt, entscheidet jedoch der Kunde.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Salzhaus Imbiss: Jetzt mit zwei veganen Burgern

Salzhaus Imbiss, Kaiserstr. 26, 61169 Friedberg
Das Salzhaus in Friedberg ist der besondere Imbiss in der Umgebung. Nicht nur einmal hörte ich als Begrüßung neu Hinzugezogener: „Kennst du schon das Salzhaus?“ Neben den üblichen Imbissspeisen wie Rinds- und Currywurst ist das Salzhaus besonders für seine Burger bekannt. Auf Bestellung zubereitet, mit stets frischen Zutaten versehen sind die neun Burger, die es wahlweise auch in Doppelvariante gibt, eine Luxusversion zu jedem einzelnen Burger, den die üblichen Burgerketten bieten könnten, und noch weit bevor McDonalds auf die Idee kam, einen Veggie-Burger rauszubringen, gab es bereits alle neun Burger in Soja-Pattie-Variante für vegetarische Gäste. Die Soja-Patties, die wahlweise paniert oder unpaniert im Salzhaus angeboten werden, enthalten Hühnereiweiß und sind daher zwar vegetarisch, aber nicht vegan. Diese Lücke schloss Thomas Kette, Inhaber der Salzhaus-Imbiss, vor wenigen Wochen: Den Salzhaus-Hamburger und den Mexikaner gibt es nun auch als vegane Burger.

Ein Paar, das gut zusammenpasst.
Bis zur Einführung war ein Emailaustausch zwischen Thomas und mir vorausgegangen, und ich freue mich, dass meine Emails, wie Thomas sagte, zwar nicht initiierend waren, denn er war schon länger auf der Suche nach einem guten veganen Pattie, aber immerhin die i-Tüpfelchen auf "initiierend". Für das Salzhaus entschied er sich für die veganen Burgerpatties von Tofutown. Tofutown, mit Firmensitz in der Eifel, verwendet Bio-Soja, der überwiegend aus der EU, meist Österreich stammt, und ist seit 1988 am Markt. Diese Erfahrung trifft nun auf eine noch ältere Erfahrung im Zubereiten leckerer und frischer Burger. Ich freue mich, die beiden Burger nun getestet zu haben.
Der Pattie hat eine nicht zu feste Konsistenz. Er ist leicht stückig, was ich gut finde, denn so habe ich etwas zu kauen, und, ganz im Gegensatz zu vielen anderen veganen Patties, nicht überwürzt. Ganz im Gegenteil, er passt sich sehr harmonisch in das Geschmacksbild des Salzhaus-Hamburgers ein, der mit frischen Zwiebeln, würzigen Essiggürkchen, einem knackigen Salatblatt und einem Schuss Ketschup beweist, dass es keine tausend Zutaten aus aller Welt braucht, um ein guter Burger zu sein. Der Mexikaner setzt da noch einen drauf. Statt der Essigkurken kommt Mais zum Einsatz, dessen Süße schon immer einen schönen Kontrast zu seiner feurigen Tomatensoße auf dem Gaumen produzierte, wenn man diesen Burger aß. Das gilt auch für dessen vegane Variante.

Fazit: Beide Burger sind für Veganer dasselbe Highlight, das man vom Salzhaus auch als Omnivor zu erwarten hat, und ich freue mich auf den nächsten Besuch. Pommesbrötchen sind übrigens auch vegan!