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Dienstag, 14. Mai 2019

Frei in den Mai - vier Wochen Ausmisten (Tag 16)


Ich besitze nun keine DVDs und CDs mehr! Die Musik ist auf Laptop und Smartphone, damit ich nicht zwangsläufig streamen muss, um während der Bahnfahrten, etwas anderes als Rattern und Schnattern zu hören, und den einen oder anderen Film habe ich mir auch auf die Festplatte gezogen. Ich habe zwei Kisten an Rebuy verschickt und den Großteil jedoch verschenkt. Es war erschreckend, dass die ganze Menge, die mal dreitausend Euro und mehr gekostet haben mag, gerade mal mehr hundert Euro einbrachte, und dass der ganze große Rest, den Rebuy, Momox und Co. nicht einmal mehr ankaufen wollten, selbst auf Ebay nur zu wenigen Euro Restwert gehandelt werden, wie mir die zahlreichen Angebote, die augenscheinlich nicht erfolgreich abgeschlossen würden, verrieten. Und während ich das Tal des Jammers im Begriff war zu betreten, kam mir die Erkenntnis: Es ist nicht die Summe an Plastikscheiben, die tausende von Euro an Wert hatte - dahingehend wurde ich mit hundert Euro noch fürstlich belohnt -, sondern der Inhalt. Ich habe das Geld bezahlt, um bis dahin jederzeit die kreativen Früchte eines Musikers, Schauspielers, Regisseurs, Kameramanns, Bild- oder Tontechnikers (weibliche Form je impliziert 🤦‍♀️) kosten zu dürfen. Es ist der Inhalt, für den ich bezahlt habe. Ich habe ihn genutzt - den Wert habe ich also bereits erhalten. Produzent und Konsument sind quitt. Nun mag ein anderer in den Genuss kommen, für den ich bereits bezahlt habe. Ist irgendwie doch ein schöner Gedanke - auch dass die Regale nun freigegeben werden können, um vielleicht anderenorts die Centbeträge an Plastik tragen dürfen, die dort für so viele Stunden deutlich wertvollerer Unterhaltung sorgen 😎
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Bis zum 26. Mai werde ich täglich etwas aus meinem Besitz freigeben und unter #freiindenmai in Facebook und Instagram darüber posten. Steigt doch ein, euren Besitz zu hinterfragen, etwas davon zu verschenken oder zu verkaufen. Das befreit, schont Ressourcen, und ihr macht damit anderen vielleicht eine Freude 😊

Sonntag, 29. April 2018

30-Tage-Challenge: Loslassen-Ausmisten-Reduzieren (#29)

Nun, da ich meine CDs vollständig digitalisiert habe und keine mehr besitze (abgesehen von meiner Vier-CD-Elvis-Compilation im Buchformat und meiner Led-Zeppelin-Vierer-CD-Box in Schallplattenformat, aber die zählen ja auch eher zu den Büchern bzw. dienen als Wandbild), ist es an der Zeit, sich auch von seinem CD-Spieler zu verabschieden. Da ich ihn ohnehin von meinem Vater geliehen hatte, kehrt er nun einfach wieder zurück zu ihm ins Billard-Zimmer. Selbiges ist seit bestimmt fünfzehn Jahren unser einmal wöchentlicher Treffpunkt, an dem die Familie zusammenkommt. Gestartet mit einem gemeinsamen Abendessen, folgen Stunden, in denen wir gemeinsam mit Stöcken ahnungslose weiße Phenolharzkugeln auf ebenso unschuldige Farbkugeln schießen, die zu deren Unglück auch noch in dunklen Löchern verschwinden. Wenn ich mich also künftig wieder mit Bruder, Onkel und Vater messe, wird wieder Musik von CD gespielt (nicht von meinen). Ich denke da an "Big Balls". Na, von wem wohl?




Dienstag, 3. April 2018

30-Tage-Challenge: Loslassen-Ausmisten-Reduzieren (#3)


Bereits im Dezember hatte ich all meine CDs digitalisiert und die meisten davon über Rebuy verkauft. Übrig blieb eine Kiste Scheiben, die Rebuy nicht haben mochte. Selbst Momox nicht! Verstehe einer die Welt. Was habt ihr bloß gegen meine Neue-Deutsche-Welle-Sampler? 

Natürlich ist es keine Kiste mit Deutschem aus den 80ern, sie ist vielmehr bunt gemischt. Wie es kommt, dass das eine Album bspw. von REM aufgekauft wird und die andere nicht, bleibt ein Rätsel. Erstpressungen sind sie jedenfalls alle nicht.

Seit dreieinhalb Monaten stand die Kiste nun hinter der Couch im Wohnzimmer. Der CD-Spieler befindet sich einen halben Meter entfernt. Nicht eine wurde von mir abgespielt. Also: Weg mit ihnen zum Umsonstladen.

An dieser Stelle auch ein kleines Fazit zu meinem ersten Vierteljahr ohne CDs. Für mich der beste Schritt überhaupt. Die eingescannte Komplettsammlung befindet sich auf der Festplatte, eine Best-of-Auswahl auf dem Smartphone. Herrlich!

Sonntag, 17. Dezember 2017

Sechsundsiebzigster Schritt: Digitalisierung

Die letzten Wochen habe ich damit verbracht, meine CDs zu digitalisieren. Meine gesamte Musiksammlung ist jetzt im MP3-Format nicht nur auf der Festplatte, sondern auch auf meiner Speicherkarte im Smartphone. Die bereits digitalisierten habe ich über Rebuy verkauft. Via Ebay hätte ich zwar gewiss mehr für sie bekommen, doch ich wollte mir den Stress nicht bereiten, sie einzeln oder als Konvolut zu verkaufen und mich mit dem Verkaufsprozess und den Käufern runzuzackern. 

Wie das Ganze?
Mittels der Verkaufs-App auf dem Smartphone geht das ganz einfach: Barcode einscannen, in den Warenkorb mit dem Datensatz und dann nur noch bestätigen und das Paketlabel ausdrucken (Das ist keine Werbung für Rebuy. Mit Momox geht das genauso.). Im Schnitt gab es einen Euro pro CD. Beim ersten Paket war es noch eine Hürde, eine CD wegzugeben, die ich vor 20 Jahren für 20 Mark gekauft habe, wenn mir die App 15 Cent anbietet. Beim zweiten Paket war es schon etwas einfacher, weil im Hirn angekommen war, dass die Daten ja noch bei mir sind. Beim dritten war es völlig entspannt. Der Gedanke hatte sich verfestigt, dass ich mit meinem Geld die Leistung der Künstler bezahle, während die CD und die Hülle nur ein Transportmittel sind. Mein neues Transportmittel ist das Smartphone, in dem ich nun drei IKEA-Regale mit Musik mit mir herumtrage. Unglaublich! Die restlichen CDs habe ich unserem Kostenlos-Laden gebracht, wo sich meine übrigen CDs holen mag, wer Lust hat. Solche, die ich absolut feiere, habe ich jedoch behalten, wie meine Led-Zeppelin- und meine Elvis-Box. Noch habe ich ja einen CD-Spieler.

                                Bild 1: Jede Menge CDs
                                Bild 2: Endlich leer
                                Bild 3: Jede Menge neue Arbeit
Warum das Ganze? 
Zum einen, weil ich die CDs nur sehr selten genutzt habe. Meistens höre ich ohnehin Musik über das Handy oder das Netbook, die ich per Bluetooth oder Kabel mit meiner Stereoanlage verbunden habe. Bislang war jedoch nur wenig eigene Musik darauf. Meist hörte ich Radio oder hatte Musik gestreamt. Jetzt kann ich meine eigene Musik hören, was dann auch weder Bandbreite, noch so viel Strom verbraucht wie das Streamen.
Zum anderen kann ich den Platz in meiner Wohnung nun sinnvoller einsetzen, als für die Aufbewahrung von CDs, die ich nicht mehr höre. Zum Beispiel, indem ich meine DVDs aus dem Schrank hole und dort reinstelle. Sie möchte ich als nächstes abschaffen und veräußern. Noch ist die Hürde sehr viel größer als anfangs bei den CDs. Sie ist regelrecht riesig, was einigermaßen überraschend ist, denn ich habe weder einen Fernseher, noch einen DVD- oder BlueRay-Player. Offenbar braucht mein Gehirn hier länger. Immerhin ist der DVD-Schrank bereits leer. Das ist ein Anfang.