Sonntag, 19. Januar 2014

Dritter Schritt - Plastikbehälter, Brotboxen & Co.

Eine von vielen Schubladen
Der Verzicht auf PET-Flaschen ist ein guter Schritt. Immerhin sind die Lebensmittel dort sehr lange aufbewahrt, was auch bedeutet, dass der Übergang von Giftstoffen wie Weichmachern vergleichsweise groß ist. Größer jedenfalls als bei all den Plastikdosen, die sich zum kurzfristigen Aufbewahren von Resten oder von Aufschnitt in meinem Schrank befinden. Dennoch muss ich auch darauf einen Blick werfen. Für die Prüfung ist es nötig, mich zuerst mal mit den Recycling-Codes vertraut zu machen, die auf Wikipedia schnell zu finden sind. Die meisten Behälter in den Schubladen haben PE oder PP-Codes, sind also "nur" die Orks unter den Kunststoffen, um beim eingangs verwandten Tolkien-Thema zu bleiben. Ein Uruk-hai ist jedoch darunter: Ausgerechnet meine schöne dreiteilige Aufschnittbox hat den Code 7 - PC (Polycarbonat), vor dem der BUND in einer Broschüre wegen des Bishenol-A (BPA) eindringlich warnt. Weg damit aus der Küche. Schade eigentlich. War ein Geschenk zur Hochzeit. Aber die Frau ist ja auch weg. Ha, ha.
Ersatz habe ich bereits. Und was das Plastik angelangt auch: Es werden Edelstahlbrotboxen, Einmachgläser und Pressglasboxen für den Kühlschrank sein. Sukzessive werde ich alle Plastikbehältnisse gegen Glas, Keramik und Edelstahl ersetzen. Das ist jedoch auch eine Frage des Geldbeutels. Also nichts, was ich von heute auf morgen erledigen könnte. Schritt für Schritt eben. Wegwerfen kommt natürlich nicht in Frage. Künftig wird schlichtweg keine Nahrung mehr darin aufbewahrt.

Abschließend noch ein Wort an die Vielen aus meinem und dem Umfeld meines Freundeskreises, die sich in Facebook, über Mails und persönlich mit meinem Vorhaben auseinandergesetzt hatten: Danke für eure vielen motivierenden Worte, aber auch für die kritischen Stimmen. Natürlich bin ich mir im Klaren, dass ein vollständiger Plastikverzicht in der heutigen Zeit kaum mehr möglich ist. Das Netbook, auf dem ich schreibe, besteht größtenteils aus Plastik, mein Fernseher, mein Telefon. In diesem Blog zu schreiben, wäre ohne Plastik nicht möglich. Gleichwohl es möglich ist, das Wegwerfplastik zu reduzieren und das Plastik in Küche und Bad nahezu völlig zu entfernen. Das ist mein erstes Ziel, und wer weiß, Tastaturen gibt es ja schon in einer hölzernen Bambusschale, vielleicht geht es ja noch weiter.

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