Dienstag, 2. September 2014

Schokoladentaler

Ich esse gerne Schokolade, doch sind Schokoladentafeln zumeist allenthalben nur äußerlich mit Papier ummantelt. Die direkte Verpackung besteht zumeist aus Alufolie, im günstigeren Fall aus einem beschichteten Papierumschlag oder ganz selten aus einer Bio-Plastikfolie (aus Maisstärke hergestellt). Also habe ich mich auf die Suche nach einer Möglichkeit gemacht sie selbst herzustellen. Ich fand einige Rezepte, aus denen ich mir nach etwas Experimentierens mein eigenes geschaffen habe. Es erfüllt alle meine Ansprüche: Plastikfrei, einfach und schmackhaft! Und noch dazu vielseitig.
Das nachfolgende Rezept reicht für vier Schokoladentaler, von denen jeder gut 40 g schwer ist. Sie schmecken unheimlich schokoladig, weshalb ich nicht mal meine übliche 100g-Tafel-Einzeldosis benötige, um lukullisch befriedigt zu sein. Ein Taler reich völlig. Am besten zusammen mit einer schönen Tasse Espresso.

Für mein Schokoladenrezept, braucht es nur vier Zutaten: Kakaopulver, ein Pflanzenöl, dessen Schmelzpunkt über der Zimmertemperatur liegt, etwas zum süßen und ein variables Topping. Als Kakaopulver nehme ich das von ?. Es ist in einer Pappschachtel verpackt, in der das von Papier umhüllte Kakaopulver steckt. Es gibt auch Rohkostvarianten, also solche, die maximal bis 48 Grad erhitzt waren. Sie sollten mehr bioaktive Inhaltsstoffe, insbesondere mehr Vitamine haben. Allerdings habe ich das noch nicht ausprobiert. Kommt noch.
Als Pflanzenöl nehme ich Kokos- oder Kakaoöl. Kokosöl bringt einen dominanten Kokosgeschmack mit sich und ist daher prädestiniert für ein Kokosflockentopping. Mit manchen Toppings harmoniert Kakaoöl, auch unter Kakaobutter in Blöcken erhältlich, jedoch besser. Zum Beispiel bei Walnüssen oder Kürbiskernen. Auch hat Kokosöl den "Nachteil", dass die so zubereiteten Taler im Kühlschrank aufbewahrt werden müssen. Kokosöl hat seinen Schmelzpunkt nur unwesentlich über der Zimmertemperatur, so dass es gerade im Sommer schneller davon laufen könnte, als man theoretisch bräuchte, um sie zu essen. "Theoretisch", denn sie sind wirklich zu lecker, als das passieren könnte. der Schmelzpunkt von Kakaobutter liegt bei 38°, so dass die damit bereiteten Taler auch griffbereit im Wohnzimmer lagern könnten.
Zum Süßen nehme ich Agavendicksaft, den ich sehr mag. Zuckersirup, Stevia, Süßstoff, alles ist möglich.Es sollte jedoch eine flüssige Variante sein, da die Masse kaum Wasser enthält und sich wasserlösliche Süßungsmittel nicht auflösen. Mengenmäßig muss getestet werden. Wer es bitterer mag, nimmt weniger, wer süßer, nimmt mehr.
Als Topping eignet sich alles, was einem schmeckt. Erwähnte Kokosflocken, Nüsse und Kerne ebenso wie Trockenfrüchte, zerkleinerte Kaffeebohnen oder sogar grobes Meersalz.
Die Zubereitung ist denkbar einfach: Öl erwärmen, Kakaopulver und Süßungsmittel damit verrühren und in Formen abfüllen. Danach noch das Topping drauf und ab in den Kühlschrank. Nach einer halben Stunde sind die Taler soweit und können den Formen entnommen werden. Dann am besten in Pergament einschlagen und im Kühlschrank oder in Griffweite außerhalb lagern.

Zutaten
60 g Kokosöl oder Kakaobutter
60 g Kakaopulver
20 ml Agavendicksaft oder anderes Süßungsmittel nach Geschmack
Topping nach Geschmack (Kokosflocken, Trockenobst, grobes Meersalz, Pfeffer ...)

Zubereitung in Kurzform
  • Öl schmelzen
  • Alle Zutaten bis auf das Topping mit dem Öl vermengen
  • in Formen abfüllen und Topping aufbringen
  • kühlen
Nährwerte
Protein: 8%
Kohlenhydrate: 19%
Fett: 50%
Ballaststoffe: 12%

Schwierigkeitsgrad
einfach

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