Montag, 4. Februar 2013
Montag, 24. Dezember 2012
Ein Weihnachtsgedicht aus kalten toten Händen
Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit,
im Winter, wenn es schneit,
lädt einer die Gewehre
und führt sie, zum Schuss bereit,
dem Christkindlein zur Ehre,
hinaus in unsere weiße Welt.
Er geht in einen Kindergarten,
wo Muttilein am Arm ihr Söhnlein hält
und Väter auf die Töchter warten,
und lauscht des Kinderglücks laut Hallen.
Er sieht ihre süßen Mäntlein rot
und lässt Schüsse in die Menge schallen.
Ein, zwei Dutzend liegen vor ihm tot,
und Engelshaar muss sich am Boden wallen.
Das hätten wir verhindern können,
wenn durch Santas Hände nur nicht Rentier-Zügel,
sondern 50er-Geschosse rönnen.
Wenn nicht Myrre, Gold und Weihrauch,
an den Händen unsres Christus klebten,
sondern heißer, guter Pulverschmauch.
Wenn Knecht Ruprecht keine Rute an
seinem roten Rocke trüge,
sondern eine schussbereite Gatling Gun.
Wenn Nikolaus nicht eine Mitra trüg zum Feste,
sondern eine tarngefärbte Kevlar-Weste.
Den bösen Mann mit einer Waffe kann
Nur ein Guter, voll bewaffnet, stoppen.
Wer könnte besser als der Weihnachtsmann
mit seinen Helfern Schuss um Schuss entlocken,
um uns Frieden und Besinnlichkeit zu geben
sowie Hoffnung auf ein langes Leben.
Ein frohes Fest und schönes neues Jahr,
wünscht herzlichst Ihre NRA

Freitag, 24. August 2012
Das letzte Wehen
Ein Blatt weht einsam durch den Gang
von seinem Baum im Sturm verlassen.
Der Wind treibt es den Weg entlang
hinfort von bunt belaubten Gassen.
Es zieht hinab in einen Schacht
das Blatt das Vakuum der Leere.
Es trocknet dabei, wünscht sich, ach,
dass es noch fest am Baume wäre.
An Schachtes Boden ist ein Gleis,
zu dem den letzten Zug man sendet,
von dem das bleiche Blatt wohl weiß,
dass auch das schlimme Weh'n dort endet.
Es findet dort ersehnte Rast
von fremdbestimmtem Windestreiben,
als Eisenrädern schwere Last
zu feinem Staub es drauf zerreiben.
von seinem Baum im Sturm verlassen.
Der Wind treibt es den Weg entlang
hinfort von bunt belaubten Gassen.
Es zieht hinab in einen Schacht
das Blatt das Vakuum der Leere.
Es trocknet dabei, wünscht sich, ach,
dass es noch fest am Baume wäre.
An Schachtes Boden ist ein Gleis,
zu dem den letzten Zug man sendet,
von dem das bleiche Blatt wohl weiß,
dass auch das schlimme Weh'n dort endet.
Es findet dort ersehnte Rast
von fremdbestimmtem Windestreiben,
als Eisenrädern schwere Last
zu feinem Staub es drauf zerreiben.
Sonntag, 12. August 2012
Donnerstag, 9. August 2012
Die Wahrheit über den Froschkönig
In meiner Serie "Märchen wie sie wirklich enden!" nun der vierte Teil: Die Wahrheit über den Froschkönig
* französisch auszusprechen
** nicht französisch, sondern wie man's schreibt auszusprechen; selbst, wenn man es so nicht schreibt, und mit einem zweiten t und sowie einfach so, dass es sich auf Bankett reimt. So!
Ein Frosch dereinst im tiefen Brunnen
lebte einsam vor sich hin.
Fade war’s, bis erst ein Summen,
dann ein Pfeifen ihm kam in den Sinn.
Verwundert sah das Tier nach oben,
blies auf zum Quaak den grünen Kropf,
als goldne Funken zu ihm stoben
und eine Kugel ihm fiel auf den Kopf
Weinend rief ein Frauenzimmer:
„Meine Kugel ist auf immer fort!“,
und das Weinen wurde schlimmer,
bis der Frosch kam hoch vom Schadensort.
Er schlug vor, wenn er sie hebe,
ihre Kugel, ganz aus Gold,
so sollt’ fortan er bei ihr leben,
und die Prinzessin ihm sei ewig hold.
Des Königs Tochter tat ein Nicken,
und der Frosch sprang rein ins Nass.
Ließ bald drauf sich wieder blicken,
und auch dem König kam’s zu pass.
Sein Name war Henry* der Dritte,
und Gäste hatt’ er zum Bankett.
Ein Frosch mit Schenkel, wie’s ist Sitte,
Fehlte ihm noch zum Büffett**.
Heute sitzt mit fehl’nden Beinen
der Frosch ganz still am Brunnenrand,
und vergönnt, dass man die Seinen,
auf dem Fest sehr lecker fand.
Und die Moral von der Geschicht:
Find’st du ne Kugel, heb sie nicht!
* französisch auszusprechen
** nicht französisch, sondern wie man's schreibt auszusprechen; selbst, wenn man es so nicht schreibt, und mit einem zweiten t und sowie einfach so, dass es sich auf Bankett reimt. So!
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