Freitag, 7. März 2014

Achter Schritt: Schuhe

Golfschuhe sind out: Der Billardschuh aus Portugal
Meine Schuhe trage ich jetzt schon über zwei Jahre. Sie sind die übliche Kombination aus Leder und Kunststoff, aus der die meisten Schuhe hergestellt sind. Inzwischen sind sie jedoch so ausgetreten, dass kein Weg an einem Neukauf mehr vorbei geht. Auch da will ich neue Wege beschreiten. Ich möchte nicht nur Plastik vermeiden, sondern auch Tierisches im Schuhwerk. Mein neuer Schuh soll ein plastikfreier veganer Allrounder werden.
Es gibt haufenweise Schuhwerk ohne Leder. Und zwar mehrheitlich solche aus Kunststoff. Das Bisschen, das übrig bleibt, sind beispielsweise Schuhe aus Baumwolle. Schuhe aus Stoff erscheinen mir jedoch nur die richtige Wahl für den niederschlagsarmen Sommer. Hinzu kommt noch, dass selbst diese Schuhe oft mit Knochenleim geklebt sind, so dass sie zwar meinen Anspruch in Bezug auf den Kunststoff erfüllen, ohne Leder auskommen, jedoch eben nicht ohne tierische Produkte in der Verarbeitung. Nach einigen Stunden Recherche in zahlreichen Onlineshops finde ich einen Kompromiss, mit dem ich mich arrangieren kann: Ein veganer Schuh aus recyceltem Kunststoff mit einer Sohle aus Recycling-Gummi, der so was von klasse mit dem Rot des väterlichen Billardtisches harmoniert, dass man gar nicht mehr spielen mag. Warum auch immer. Noch dazu „Fair Trade“. Himmel, geht noch mehr? Gekauft. Passen auf Anhieb. Wir sind Freunde, auch wenn ich für den nächsten Schuh kompromisslos weitersuchen werde.


BUND-Diät, schlank in 7 Wochen
Im Übrigen: Plastikfastet jemand mit? Eine tolle Aktion, zu der BUND da aufgerufen hat. Wer schon nicht klassisch fastet, könnte wenigstens seinen Abfall fasten. Zwischen Aschermittwoch und Ostern Plastikmüll so gut wie möglich vermeiden, ist die Anregung. Da ich das ohnehin schon seit Dezember mache, fällt es mir leicht, mich anzuschließen und es für diese vier Wochen noch zu intensivieren. Umso leichter fällt es mir, wenn ich solche Berichte, wie dem über die Donau lese. In Plastic Planet war es das Meer, das als Beispielgeber für die Vermüllung mit Mikroplastik herhielt. Im Zentrum Europas lebend, hört sich das einigermaßen fern an, doch die Donau? Besser kann sich kaum verdeutlichen, dass das Problem uns alle betrifft. Wenn es in der Donau so aussieht, weshalb sollte es im Main und seinen Nebenflüssen anders aussehen? Bislang habe ich mit meinen Plastikmülleinsparungen pro Jahr hochgerechnet schon sechs gelbe Säcke weniger an Müll an die Straße zu stellen. Und es sind erst wenige Schritte, die kaum merkliche Einschnitte mit sich bringen. Mit den 40 Millionen Haushalten Deutschlands multipliziert wird klar, welche Wirkung eine solche Aktion haben könnte. Also auf geht’s! Hash tagged eure Erfahrungen mit #plastikfasten. Vielleicht gewinnen wir so die eine oder andere Idee. 

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