Donnerstag, 13. März 2014

Neunter Schritt: Wasserkocher und Teeei

Hast verloren, blaue Elise!
Vorab ein Wort zu etwas, dass ich gerne als konterrevolutionäres Missionieren bezeichnen möchte. Ich finde es sehr amüsant, dass binnen der letzten drei Monate, seit ich mich um das Plastik- und Müllsparen bemühe, immer wieder Menschen versucht haben, meine Bemühungen zu widerlegen, indem sie Dinge aus meiner Lebensrealität herauspickten und stolz als Beweis unterstellten Gutmenschentums präsentierten. Vereinfacht dieses Verhalten, sich der eigenen Verantwortung zu entziehen? Nein, nur weil mein Laptop noch immer aus Plastik ist, ist nicht recycelbares Plastik und Müll an sich an anderen Stellen einzusparen, nicht unnütz. Nur weil ich zwischendurch mal ein Nahrungsmittel in Plastikverpackung kaufe, weil ich keine Alternative finde oder auch einfach zu faul bin, für diesen einen Artikel extra in einen anderen Laden zu fahren, heißt das nicht, dass ich die anderen acht gelben Säcke, die ich inzwischen pro Jahr einspare, getrost auch wieder füllen könnte. Nur weil ich Plastik, mit dem mein Essen nicht in Berührung kommt, erst dann austauschen möchte, wenn es kaputt ist, ist das kein Beweis dafür, dass ich Plastik doch ganz toll finde, sondern allenthalben dafür, dass ich eine sehr genaue Vorstellung davon habe, was Müll ist und was nicht.

Hier kam das Teeei nach der Teehenne!
Und genau da sind wir beim richtigen Punkt. Mein Plastikwasserkocher im Büro funktionierte zwar noch, sprich: Er erhitzte, doch ist es durchaus empfehlenswert Plastikgegenstände nicht mehr zu nutzen, sobald sie Risse oder Kratzer haben. Und eben das hatte die blaue Elise unter den Billigwasserkochern. Da meine Freundin bereits einen hübschen nahezu plastikfreien Wasserkocher in den gemeinsamen Haushalt eingebracht hatte, kann ich meinen nicht minder hübschen ebenso nahezu plastikfreien zum Austausch ins Büro bringen (sechs Jahre altes Schnäppchen, gibt's aber noch immer - wenn auch teurer - bei Ebay). Und da ich schon mal dabei bin, tausche ich auch gleich mein ehemals als chic, innovativ und modern empfundenes nicht-eiförmiges Teeei aus Edelstahl und Plastik gegen ein tatsächlich eiförmiges aus reinem Edelstahl (gibt's in jedem Supermarkt). Frisch gebrühter Tee, frei von Weichmachern, BPA und allem anderen. Jetzt gibt's keine Ausrede mehr für den Büroschlaf.

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