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Donnerstag, 31. Oktober 2019

Ausmisten im Oktober - #Freetober (5/5)

Ausmisten im Oktober - #Freetober (5/5)
Heute ist der letzte Tag der #freetober Challenge. Nur noch Kleinigkeiten habe ich seit Sonntag gefunden, die ich tatsächlich nicht mehr nutze und auch weitergeben mag. Gerade das Weitergeben empfinde ich als sehr wichtig. So konnte ich heute meine überzählige Festplatte verkaufen, die nun wirklich genutzt wird, und auch mein Tablet fand endlich eine Abnehmerin. Das hatte ich bereits bei meiner #freiindenmai Aussortierung im Frühjahr freisetzen wollen, aber kein Glück auf ebay-Kleinanzeigen gehabt – ein erneutes Posten bei Facebook brachte dann das gewünschte Ergebnis. Auch ein Schachspiel, das meine Freundin aussortiert hatte, wanderte zwischenzeitlich in den Besitz eines meiner Freunde, der drauf und dran war, sich ein neues zu kaufen. Wieder Ressourcen gespart! Den Rest habe ich in den Friedberger Umsonstladen gebracht, wie das Bild belegt. Schaut mal vorbei - ein toller Laden! Ein paar Sachen, die ich verkaufen und nicht verschenken möchte, warten noch auf eine Käuferin oder einen Käufer, aber wie das Tablet beweist: Geduld führt zum Ziel … und Facebook.

Und wie lautet mein Fazit über die letzten 31 Tage? Viele Schränke mit offenen Regalen haben sich merklich geleert, und ich spüre, wie positiv das auf mich wirkt – nicht nur, weil ich nun weiß, dass der Anteil an Dingen mit Nutzen in meinem Haushalt nun sehr viel näher an den hundert Prozent ist, auch weil ich merke, dass die klare Struktur eines übersichtlichen Schrankinhaltes im Gegensatz zum an ein Wuselbild erinnernden Regalfach in einer für nicht näher definierbaren Art auf mich wirkt. Ich habe den Eindruck, als klare das meine Gedanken auf und nehme unterschwellige kognitive Belastung von mir. Bitte keine weiteren Fragen! Als evidenzbasiert denkender Mensch und Berufsstatistiker fällt es mir schwer, nicht objektivierte Stellungnahmen herauszugeben *zwinker*

Meine Excel-Tabelle zeigt mir jedenfalls, dass ich nun 1.245 Dinge in meinem Besitz habe, 147 weniger als noch im Vormonat. Endlich wieder Statistik! Herrlich! Zum Abschluss sage ich, was ich schon nach den letzten beiden Aktionen sagte: Nun bin ich bei meiner persönlichen Minimalismusgrenze angelangt! Die nächste „Ausmiste“-Challenge wird also kommen!

Sonntag, 27. Oktober 2019

Ausmisten im Oktober - #Freetober (4/5)

Ausmisten im Oktober - #Freetober (4/5)
Die vierte Woche des herbstlichen Sortierens meines Hab und Guts ist zu Ende gegangen. Da ich seit Dienstag in Berlin war, entwickelten sich die Dinge sehr kurzfristig. Über meinen Buchbestand dachte ich schon seit geraumer Zeit nach und hatte auch schon das eine oder andere im Laufe des Monats aussortiert. Gestern Abend machte ich mich dann an das große Auszusortieren, denn die meisten Bücher – das hatte ich schon erwähnt – würde ich nie wieder lesen, selbst wenn ich sie für gut und sammelnswert befinde. Ich hatte gestern begonnen meinen Bücherschrank auszuräumen, als ich merkte, dass ich gerade dabei war, etwas zu tun, das mir nicht guttut. Also räumte ich erst einmal von einem Schrank in den anderen, um festzustellen, was es ist. Auch hier stellte sich dieses unwohle Gefühl ein, so dass ich wieder umsortierte und es über Nacht zunächst beim Alten ließ. Heute Morgen, sozusagen über Nacht im Unterbewusstsein herausgefunden, hatte ich die Lösung meines Problems: Gedichtsbände und Fantasybücher auszusortieren, kommt für mich nicht in Frage – selbst wenn ich die Werke von Pratchett, Adams oder Rankin kein weiteres Mal lesen oder zukünftig nicht mehr als nur kurz in einen Rielke oder Kaleko reinschmökern werde. Lyrik begleitet mich seit fast 30 Jahren – konsumierend und produzierend –, ebenso wie die fantastischen Welten mich seit langer Zeit von beiden Seiten aus begleiten. Ich mag es, diese Werke um mich zu haben, mich zu erinnern und vielleicht auch um die Chance zu haben, sie jederzeit in die Hand nehmen und lesen zu können. Stattdessen habe ich die verbliebenen zwölf belletristischen Werke außerhalb des Genres und weitere zwölf Sachbücher aussortiert – und zwar ohne auch nur ein kurzes emotionales Zittern erlebt zu haben. Einen Teil habe ich über Rebuy verkauft, den anderen Teil spende ich für den Bücherflomarkt zu Gunsten der Kita in Echartshausen, der am 3. November, von 11:00 bis 17:00 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus stattfindet. Habt ihr auch noch solche „Loslass“-Bücher? Dann gebt sie doch auch dorthin. Die Betreiber freuen sich bestimmt.

Ansonsten ging eine Gebrauchsanweisung in den Papiermüll (ich habe sie mir als PDF gespeichert) und meinen Hausstand verließen zwei Gitarrenlernbücher mitsamt CD (was ich kann, reicht mir) sowie ein Capo und eine Fußablage fürs Gitarrenspielen (die ich nie genutzt hatte und die, glaube ich, auch meinem Vater gehört), ein Hip-Bag (habe am Wochenende ein neues mit Slam2019-Aufdruck geschenkt bekommen, das viel schöner ist), mehrere Magnete für die Pinwand (warum auch immer ich in Summe 38 davon besaß), ein Werkzeuggürtel (von dem ich nicht einmal weiß, wie er in meinen Besitz kam) und eine Handvoll Kleiderbügel (die wieder zurück zur Reinigung gehen und dort wieder genutzt werden können).
Mittwoch ist der letzte Tag, um #freetober, die materielle Befreiungsaktion dieses Monats, abzuschließen. Mal schauen, was sich in den drei Tagen noch ergibt – in jedem Fall ein solides Abschlussresumee.

Sonntag, 13. Oktober 2019

Ausmisten im Oktober - #Freetober (2/5)

Ausmisten im Oktober - #Freetober (2/5)
Die zweite Woche, in der ich mich der Ausmiste-Challenge mit dem schönen Namen #freetober angeschlossen habe, hat mich von weiteren fast fünfzig ungenutzten Gegenständen meines Haushalts befreit.

Intensiv hatte ich mich meinem Schrank mit den Sportgeräten der Kategorie "Vielleicht werde ich ja mal wieder ..." gewidmet. Um ehrlich zu sein: Nein, ich kam in den letzten Jahren nicht auf die Idee - und werde es in den kommenden Jahren auch nicht - Fußball zu spielen, einen der drei Tischtennisschläger in die Hand zu nehmen oder den Rückenprojektor umzuschnallen und wilde Abfahren mit dem Mountainbike zu absolvieren. Also wandert alles in den Unverpacktladen, und vielleicht freuen sich ein paar Kinder oder Wagemutige im Falle des Rückenprotektors. 

Weiter wanderten einige zigmal gelesene Bücher aus Badezimmer (klassische Klolektüre) und Schlafzimmer (klassische Einschlaflektüre) in die Kiste für den Büchertausch. Das ist kein Qualitätsmerkmal, das sie meinen Haushalt verlassen. Vielmehr würde ich mich freuen, anderen an den Werken zu erfreuen, und das kann ich nicht, wenn sie hier bei mir rumliegen und nur von mir gelesen werden. Insbesondere empfehle ich drei Kurzgeschichten-Sammlungen von Kishon. Wer sie möchte, nur melden!
Als die Bücher aus dem Schlafzimmer-Nachttischschränkchen weg waren, verblieb darin nur noch eine Wärmflasche, die ich nie genutzt hatte, seit sie mir vor bestimmt acht Jahren als Werbegeschenk vermacht wurde. Auch sie kam in die Kiste und damit auch der leere Schrank weg. Verrückt!

Zuletzt habe ich mich meiner Schreibtischschubladen gewidmet, und es kamen ein Zirkel und ein Zirkelset (beide ungenutzt), ein Stempelkissen (ich habe keinen Stempel), mehrere SD-Karten (ich habe nur noch zwei Geräte, die sie aufnehmen, und für die habe ich je zwei), zwei Einhandmesser (seit das Führungsverbot besteht, machen sie nicht mehr wirklich viel Sinn), ein USB-Stick mit 1 GB (habe noch zwei weitere) und ein Golfball (ich habe keinen Schläger und spiele weder Golf, noch kann ich mir einen Reim darauf machen, weshalb ich einen solchen in meiner Schublade finde) in die Kiste.

In Summe sind das 48 Gegenstände, und irgendwie wirkt es unheimlich aufgeräumt, gerade in Badezimmer und Schlafzimmer. Bin zufrieden und bin gespannt, wie kommende Woche läuft.
Und ihr? Auch was die Woche "ausgemistet"?