Donnerstag, 19. Juli 2018

Detox für die Psyche: Sieben Tage ohne Smartphone (6)


Seit ich vor fast drei Jahren beschlossen hatte, meine Smartphonenutzung Regeln zu unterwerfen, hat sich viel getan. Ich blogge häufiger und bin mit Facebook stärker und seit einem halben Jahr auch mit Instagram vernetzt. Zudem bewerbe ich mein Buch über die Sozialen Netzwerke und auch Hilfsaktionen, die ich unterstütze, wie Projekt200Plus, verlangen nach Betreuung der Accounts.

Leider zeigt sich hier, dass das, was ich 2015 noch als Vorteil angesehen hatte, nämlich abends keine Nachrichten mehr beantworten zu müssen, da ich das ja unterwegs in der Bahn machen könne, ein Trugschluss war. Mitnichten hat mein mobiler Smartphone-Büro-Betrieb dazu geführt, dass ich mehr Freizeit habe - im Gegenteil: Es hat dazu geführt, dass ich heute sehr viel mehr in meiner Freizeit an freiwilliger und ehrenamtlicher Arbeit bewältige als noch vor drei Jahren. Mit der Folge, dass sich Kopf und Körper nie wirklicher Pausen hingeben können.

In diesen Urlaubstagen ohne aktiviertes Smartphone habe ich gelernt, wie viel Freizeit ich eigentlich habe. Nun gilt es, langsam wieder in den Normalbetrieb überzugehen, und die gewonnenen Erkenntnisse auch nachhaltig zu archivieren. Ich habe heute mein Smartphone wieder ein-, dafür die Benachrichtigungen ausgeschaltet. Damit bleibe ich Herr meines Smartphones, und ich bin es, der den Impuls setzt, wann ich Nachrichten abrufe - und kein Blinken, Klingeln oder Vibrieren. Abrufen werde ich die Nachrichten erst in zwei Tagen, und dann bin ich gespannt, wie viele der Nachrichten tatsächlich wichtig waren und wie viel Zeit ich brauche, um die Benachrichtigungen von einer Woche zu sichten und zu beantworten, wo es noch nötig ist. Weit über 250 Benachrichtigungen sind es inzwischen, die mein Smartphone mir anzeigt.

Meiner Abschlussarbeit am zweiten Band von Fionrirs Reise hat es jedenfalls sehr gut getan, das Smartphone auszulassen. Ich habe nur noch zwei Kapitel übrigen, bis mein Manuskript zum Reimheim-Verlag gehen kann.

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