Samstag, 11. Mai 2019

Frei in den Mai - vier Wochen Ausmisten (Tag 13)


Wieder so eine Idee, die ich hatte. So eine Idee, die echt öko war. Und total gut gemeint. Ebenso gut gemeint wie unüberlegt. Ich hatte mir diese Dörre geholt, um Lebensmittelretter zu werden. Ich wollte die Bioläden meiner Umgebung abgrasen und all das Obst und Gemüse vor dem Wegwerfen retten, indem ich es durch Dörren haltbar mache. Die Dörre war schnell gekauft und auch gleich getestet - ich hatte mit meiner Tochter Fruchtleder aus Mangopürree gemacht. Legga! 👌😍

Dann habe ich die Bioläden in Friedberg und Bad Nauheim aufgesucht, und musste feststellen, dass der eine Laden jene noch guten, aber nicht mehr ansehnlichen Früchte seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mitgibt und der Besitzer des anderen, sie an seine Ziegen verfüttert. Toll! So viel zu meinem Plan! Bei den Supermärkten war ebenso wenig zu holen, da sie entweder grundsätzlich nichts abgeben oder glücklicherweise den Tafeln. 😃

Der Plan B musste her und war schnell entwickelt. Ich würde zur Erntezeit heimisches Obst in größeren Mengen einkaufen und so haltbar machen. Nun, das habe ich in den knapp drei Jahren auch gemacht. Einmal! Und die größeren Mengen waren drei Äpfel! 🤔

Manchmal muss man sich einfach eingestehen, dass man Fehler machen darf. Und danke, Christian, dass du mich heute beim Kaffee so schonungslos davon abgehalten hast, mich in Plan C zu vertiefen, der ebenso gescheitert wäre. Du hast Recht: Ich bin Autor und sollte meine Zeit mit dem Schreiben, nicht mit dem Dörren verbringen. Vielleicht findet sich jemand, der die Dörre nutzen mag. Die- oder Derjenige kann dann gerne etwas, das ich geschrieben habe, lesen, während sie oder er das, was mit eigenen Händen gedörrt wurde, dabei schmaust 😉

Kommentare:

  1. Schade, dass ich nicht in der Nähe wohne. Unsere Solawi könnte damit einiges anfangen und Streuobstwiesen gibt es bei uns genug. Vielleicht kann die Solawi in Friedberg das Ding ja gebrauchen?

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