Freitag, 6. April 2018

30-Tage-Challenge: Loslassen-Ausmisten-Reduzieren (#6)

Gestern bekam ich eine Whats-App: "Ich bin auf der Suche nach Inlinern für Kinder und Erwachsene! Wer hat funktionstüchtige zu verschenken?"

Ich glaube, dass ich ohne diese Nachricht gar nicht mehr daran gedacht hätte, überhaupt welche zu besitzen. Gekauft hatte ich sie ... *rechen* ... im letzten Jahrhundert. 1998! Vor zwanzig Jahren! Verrückt, so alt fühle ich mich doch gar nicht und - vorweggenommen - auch nicht zu alt für die Fortbewegung auf anderen Rollen als denen eines Rollators.

Ich kann mich noch an die meisten Nutzungen meiner Inliner zurückerinnern, und das liegt nicht daran, dass ich ein fotografisches Gedächtnis hätte, sondern daran, dass es zum einen nur sehr wenige Fahrten waren und sie zum anderen immer mit im Gedächtnis bleibenden spektakulären Unfällen verbunden waren.

Einmal war ich plötzlich im nahen Maisfeld verschwunden, da ich nicht rechtzeitig bremsen konnte, als ein Traktor meine Strecke querte. Ein anderes Mal versuchte ich mich an einem Laternenpfahl in voller Fahrt zum Halten zu bringen, mit dem Ergebnis, dass ich mich um den Pfahl wickelte und parallel zum Boden in einem Meter zwanzig Höhe plötzlich zum Stillstand kam (die Schwerkraft und ich waren anschließend für lange Zeit keine Freunde mehr). Zuletzt erinnere ich mich daran, dass ich mal mit den Inlinern von der Quarterpipe geflogen und rücklings neben einem Scherbenhaufen gelandet war (zu diesem Zeitpunkt trug ich allerdings bereits neben den obligatorischen Handgelenks-, Ellenbogen- und Knieschützern einen Rückenprotektor. Von wegen aus Schaden würde man klug - das geht auch vorher).

Viel mehr Fahrten waren es nicht, und die letzte liegt gewiss schon mehrere Jahre zurück. Das bedeutet, sie wurden zuletzt zweimal bewegt - während zweier Umzüge.
Ich freue mich darüber, dass nun andere Freude daran haben. Ich hatte sie. Ein paar mal in den letzten zwanzig Jahren.

Keine Kommentare:

Kommentar posten